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Poker StarthändeEinteilung der Starthände beim Texas Hold`em Poker
Bei Texas Hold’em Poker haben Sie in jeder Runde die Möglichkeit am Spielgeschehen teilzunehmen - doch mit welchen Startkarten sollten Sie das Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten wagen und wie sollte man sie in bestimmten Situationen spielen? In dieser Sektion haben wir für Sie die besten Starting Cards, insgesamt sind es 60 Hände, in fünf Gruppen eingeteilt. Wir empfehlen Ihnen nur mit diesen Karten eine Spieleröffnung in Erwägung zu ziehen, in Shorthanded Games gewinnen alle Hole Cards, auch die "Trap Hands", an Wert. Sicherlich gibt es noch mehr Hände, die man in bestimmten Situationen spielen könnte – manchmal wird man ja auch dazu „genötigt“. Wir legen aber großen Wert darauf, dass Sie Ihre Hand zu schätzen wissen und nicht mit jedem beliebigen Blatt, wie ein Großteil der „Spielernaturen“ in den Pokerrooms, versuchen den Flop sehen. Diese 60 Hände sind das Ergebnis von angelesenem Wissen, mathematischen Wahrscheinlichkeiten und praktischen Erfahrungen unterschiedlicher Pokerspieler. Natürlich ist diese Einteilung kein „Holy-Grail-Ansatz“ – die Spieler, aber auch die Mathematiker haben oft unterschiedliche Meinungen zu den Hole Cards. Darüber hinaus muss man noch Position, Gegner, Stack, Blinds und die vorherige Action mit in das Spielgeschehen einbeziehen – Texas Hold’em verlangt Ihren Fähigkeiten also sehr viel ab! Bevor wir die Gruppen und spezielle Starthände vorstellen, noch kurz eine Erläuterung zu den geläufigen Symbolen und Farben bei der Anzeige der Pokerkarten (in Wertungsreihenfolge): s = spade (Pik) h = heart (Herz) d = diamond (Karo) c = club (Kreuz) Beispiele: AKs bedeutet Ass und König „suited“, also von gleicher Farbe, z.B: AcKc AK oder alternativ AKo bedeutet Ass und König „offsuit“, also von unterschiedlicher Farbe, z.B. AdKh Gruppe 1 (AA, KK, QQ): Die besten Starthände
Die Hände der Gruppe 1 sind die besten Hole Cards, die Sie zu Spielbeginn bekommen können - sie haben den höchsten mathematischen Wert und sind ohne Zweifel ein Powerhouse. Es empfiehlt sich daher in den meisten Situationen Pre-Flop zu (re-)raisen, um zum einen den Pot zu bereichern und zum anderen einige Gegner, wie z.B. 66 (Gefahr durch gefloppte Sets) und T9s (Straight/Flush nach Flop oder Outside-Straight- bzw. Flush-Draw), auszustechen. Je mehr Spieler aber im Pot sind, desto schwächer werden diese Blätter. Daher ist es wichtig eine gute Raising-Strategie zu verwenden, die maßgeschneidert auf Ihre Gegner passt. Insbesondere QQ ist sehr anfällig ggü. wachsender Gegneranzahl - mit diesem Paar sollte man Pre-Flop auch aufpassen nicht auf KK oder AA zu treffen. Wenn zuvor schon mehr als 3-4 Spieler All-In gegangen sind und gambeln wollen, sollten Sie das mit den Karten der Gruppe 1 in Ring Games auf jeden Fall in Erwägung ziehen. In Tournaments kann das aber Ihr sofortiges Aus bedeuten, daher sollte man eher die Karten ablegen und die Chips auf anderem Wege erspielen - gegen 1 oder 2 Spieler, aber auch bei kleiner Stack-Größe, ist AA oder KK aber meistens einen Versuch wert. Falls man in den ersten beiden Positionen sitzt, kann man versuchen mit AA oder KK spekulativ zu limpen, also nur den Big Blind zu bezahlen. Dies hat aber nur die Intention, dass man die Erhöhung eines anderen Spielers (All-In) reraised. Die Gefahr dabei ist natürlich groß, dass der gesamte Tisch den Flop zu günstig sieht und man dann z.B. gegen gefloppte Two-Pairs verliert. Vielleicht fragen Sie sich wieso AK bzw. AKs nicht in Gruppe 1 ist? Das Blatt hat zweifelsohne gute Führungs- und Drawing-Eigenschaften, aber keinen inneren Wert wie die Pocket-Pairs, selbst 22 ist AK überlegen.
Gruppe 2 (AKs, JJ, TT, AK, AQs, AJs, AQ): Sehr gute Starthände
Generell ist zu sagen, dass man mit den Startkarten der Gruppe 2 gut (re-)raisen kann – allerdings empfiehlt sich das nicht bei jeder Hand und von jeder Position aus. AK(s) ist eine gute Hand um Pre-Flop zu raisen, das Ziel sollte sein die Teilnehmeranzahl zu verringern. „Big Slick“ ist mathematisch gesehen eine der sensibelsten Top-Hände - je mehr Spieler den Flop sehen, desto schwächer wird das Blatt. Mit AK(s) sollte man, wenn man sich nicht gerade mit einem kleinen Stack in einem Turnier befindet, nicht unbedingt All-In gehen – gegen Pocket Pairs oder gar einem dominierenden AA oder KK hat man keine herausragenden Gewinnchancen. AK ist 55 z.B. „nur“ im Verhältnis 11 zu 10 unterlegen, das gilt aber für alle Overcards – also auch für 85 gegen 33! JJ und TT sind ebenfalls sehr gute Startkarten, die einen manchmal dazu verleiten können Pre-Flop zu hoch zu raisen – oft ist aber ratsam nur zu limpen um sich den Flop anzusehen und dann als Overpair oder Set die Gegner in die Knie zu zwingen. Mit diesen Karten sollte man Pre-Flop nicht re-raisen, sondern nur callen, da man gegen Gruppe 1 ein großer Underdog ist. AQ(s) und AJs gehören auch zu den Top-Starthänden und spielen sich auch gegen mehrere Gegner ganz gut – auf Grund des Kickers sollte man bei einem Ass im Flop ggü. AK aber vorsichtig sein. Es gibt viele Spieler, die noch nicht einmal aus einer Notlage heraus, mit AQ oder AJ Pre-Flop All-In gehen – das halten wir in jedem Fall für nicht empfehlenswert. Mit das Beste was man mit diesen Karten erwischen kann ist z.B. Qc7h2s – also Top-Pair mit Top-Kicker. Gruppe 3 (99, KQs, ATs, 88, 77, AJ, KQ, AT, KJs, QJs, KTs, QTs, JTs): Gute Starthände
Die Karten der Gruppe 3 sind Premium-Starthände, mit denen man kleine bis mittelgroße Erhöhungen callen kann – selber aktiv zu werden empfiehlt sich nur in Late Positions oder bei Shorthanded-Tischen. Man sollte die Suited Cards nur als „Add-On“ betrachten, der eigentliche Wert der Karten bleibt nahezu unberührt. Daher können Hände wie z.B. KJs oder QTs auf Grund des Kickers schnell in eine Falle führen, wenn man ein Top-Pair geflopped hat. ATs ist eine gute Flush- oder Straight-Hand, bei einem Ass im Flop ist aber höchste Vorsicht geboten. Mit den Middle Pocket-Pairs sollte man auf ein Set hoffen – falls nach dem Flop mehrere Overcards auf dem Board liegen und hoch gesetzt wurde, sollte man folden – je nach Pot Odds kann man auch bis zum River mitgehen und versuchen z.B. noch eine 8 zu catchen. Gruppe 4 (66, 55, KJ, QT, JT, 44, 33, 22): Mittelgute Starthände
Für Gruppe 4 gilt nahezu das gleiche wie für die Karten der Gruppe 3, nur das man höchstens kleine Erhöhungen callen sollte. Mit den Small Pairs ist man wieder auf ein Set aus, bei Action und Overcards sollte man folden, wenn die Pot Odds kein Turn bzw. River zulassen. Gruppe 5 (A5s, A4s, A3s, A2s, A9s, A8s, A7s, A5, A4, A3, A2): Ace-Cards Starthände
In Gruppe 5 befinden sich bestimmte Ace-Cards, mit denen man auf den Flop angewiesen ist und entweder auf einen Flush- oder Straight-Draw hinaus ist. Falls ein Ass auftaucht ist man auf Grund des Kickers in der Bredouille, hier hilft dann nur eine exakte Einschätzung der gegnerischen Karten – große Pots sollte man mit solchen Kickern nicht spielen. Bei einem Rag-Flop wie z.B. 3c3s8h hat man mit A3 den besten Kicker und somit gute Voraussetzungen den Pot zu gewinnen. A5s ist besser als A7s, weil man mit A5s auch eine Straight bilden kann. A9 bis A6 befinden sich auf Grund der Kickers in keiner der hier genannten Gruppen, da es reine Trap-Hands sind und man mit ihnen auch keine Flushs oder Straights generieren kann. A8 wird auch Deadman´s Hand genannt. Gruppe 6 (T9s, T9, 65s, 65, 98s, 98, 87s, 87, 76s, 76, 54s, 54): Medium und Small (Suited) Connectors als Starthand
Die Medium und Small (Suited) Connectors in Gruppe 6 spielen sich sehr gut gegen mehrere Spieler und in Late Position, Heads-Up sind diese Karten nicht zu empfehlen. T9(s) und 65(s) spielen sich mathematisch am besten, da mit T und 5 die meisten Straights gebildet werden können. Bei einem Flush muss man aufpassen, dass man nicht in einen höheren Flush reinläuft. Mit diesen Connectors hat man oft Bottom Two-Pairs, hier ist dann aber Vorsicht geboten bei höheren Running Pairs oder wenn sich die höchste Karte auf dem Board paired. Gruppe 7 (KXs, 1-Holer(s), 2-Holer(s)): Holer Starthände
In Gruppe 7 befinden sich Karten, die man nicht unbedingt spielen sollte, aber kann, wenn es die Umstände (Position, Stack, Blinds, Shorthanded) zulassen oder forcieren. KXs ist eine spekulative Hand mit der man auf ein Flush oder Two-Pair aus ist, bei einem gleichfarbigen Ass im Flop lässt sich ein Flush-Draw natürlich beruhigender aufspielen. Gute 1-Holer, die noch nicht in den anderen Gruppen vertreten sind, sind z.B. J9(s) oder T8(s). 2-Holer wie z.B. T7(s) oder 85(s) kann man auch spielen, sind aber unvorteilhafter. An dieser Stelle möchten wir Sie auch über diverse Straight-Möglichkeiten aufklären. Mit JT kann man als einzige Starting Hand 4 Straights generieren, von denen alle die Nut-Straight sind. Alle anderen Connectors können auch 4 Straights machen, aber nur 3 Nut-Straights. Die 1-Holer sind in der Lage 3 Straights und 2 Nuts zu bilden, die 2-Holer dagegen nur 2 Straights und 1 Nuts. Nun kann man sich schon denken, dass man mit 3-Holern wie z.B. K9 oder 95 nur 1 Straight generieren kann, die aber nie eine Nut-Straight sein kann - aus diesem Grund sollte man 3-Holer generell nicht spielen. Zu guter letzt noch ein Wort zu den sog. Trap Hands - das sind Hole Cards, die bei einem guten Flop trotzdem Gefahr laufen viel Geld zu verspielen, weil es nur den Anschein macht, dass man ein starkes Blatt auf der Hand hat. Oft gerät man mit diesen Händen in "Kicker Trouble", d.h. die Beikarte ist einfach nicht gut genug, um z.B. bei einem gebildeten Top Pair eine Erhöhung des Gegners zu callen. Die gefährlichsten Starting Hands (alle genannten sind offsuit) sind KJ und QT, mit diesen Karten muss man wirklich aufmerksam sein und versuchen die Karten des Gegners korrekt zu lesen. AT und AJ als klassische Trap Hands können ebenfalls Probleme bereiten, vor allem wenn PreFlop geraised wurde und man womöglich gegen AQ oder AK antreten muss. Bei größeren Erhöhungen sollte man vor allem mit AQ aufpassen, da viele Spieler meistens mit AA, KK oder AK raisen. Mit QJ oder KT sollte man einen exzellenten Flop (Straight-Draw) treffen, da man sonst Gefahr läuft mit einem schwachen Kicker gegen anderen Top Hands zu verlieren - für KQ und JT gilt das selbe. All diese grenzwertigen Hände gewinnen an Tischen, die Shorthanded oder Loose sind, an Wert und sind größtenteils spielenswert - gegen die sog. Rocks und Stone Killers sollte man solche Hände aber meiden. |
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15.11.2008 20:30 22.11.2008 20:30 30.11.2008 20:30 30.11.2008 20:30 01.12.2008 20:30 07.12.2008 20:30 14.12.2008 20:30 11.12.2008 20:30 15.12.2008 20:30 21.12.2008 20:30 22.12.2008 20:30 28.12.2008 20:30 30.12.2008 20:30 |
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