Poker Glossar

Welche Pokerbegriffe sollte man kennen?

Letzte Aktualisierung: 08.02.2011

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

0-9

2-7 Single Draw: Lowball-Pokervariante bei der man einmal 0-5 Karten tauschen kann und das niedrigste Blatt gewinnt.

2-7 Triple Draw: Lowball-Pokervariante bei der man drei mal 0-5 Karten tauschen kann und das niedrigste Blatt gewinnt.

3Bet: Die Preflop-Erhöhung eines Gegnern reraisen, ggf. für einen 3Bet-Steal.

4Bet: Den Preflop-Reraise (3Bet) eines Gegners mit einem erneuten Raise beantworten, ggf. für einen 4Bet-Steal.

4-Colo(u)r-Deck: Kartendeck mit 4 Farben zur besseren Unterscheidung (z.B. bei Multi Tabling).

5-Card-Draw: Klassische Pokervariante mit fünf Kartem und einer Tauschrunde.

7-Card-Stud: Vor Texas Hold'em die beliebteste Pokervariante ohne Community Cards, auch als 5-Card-Stud gespielt.

A

Ace: Die Spielkarte Ass.

Ace in the Hole: Noch ein Ass in der Hinterhand bzw. verdeckt im Hole haben (bei Stud Games).

Add-On: Zusätzliche Chips die man nach einer Pause in Rebuy-Turnieren kaufen kann, meistens bekommt man mehr Chips als für das Buy-in bzw. Rebuy so dass sich Add-Ons fast immer lohnen.

Added Pricepool: Turnier bei dem der Anbieter zusätzlich Geld in den Preispool schüttet.

A-Game: Sein bestes Poker spielen.

ABC Player: Spieler der "nach Lehrbuch" pokert und damit leicht ausgespielt werden kann.

AXs: Ass mit beliebiger Beikarte in der selben Farbe.

Ablegen: Das Blatt ablegen oder folden, wenn Sie an der Reihe sind. Sie haben sich dazu entschlossen, keinen Einsatz mehr zu tätigen um in der Runde zu bleiben.

Ace High: Eine Hand mit dem Ass als höchste Karte und keinem Paar oder einer höherwertigen Hand.

Ace Rag: Ass mit kleiner Beikarte/Kicker.

Action: Beschreibt die Anzahl und Höhe der Aktionen in einer Wettrunde. In einem Spiel mit viel “Action” wird viel gesetzt und erhöht.

Acting First: Der Spieler, der als Erster vor allen anderen checken oder betten muss. Preflop der Spieler "under the gun" (UTG).

Acting Last: Der Spieler, der als letztes checken, callen oder erhöhen kann ist “acting last” oder "hat Position".

Add-On: Bei Rebuy-Turnieren ist das die letzte Möglichkeit Chips dazuzukaufen, meistens direkt nach der ersten Pause wenn die Rebuy-Phase vorbei ist.

Aggressive: Ein Spieler der sehr oft raist oder weiter erhöht und nur selten checkt oder callt.

Aggressor: Ein Spieler der als erstes setzt und danach das Spielgeschehen versucht zu dominieren.

Air: Luft bzw. Nichts in der Hand halten.

All-In: Der Spieler hat alle seine verfügbaren Chips gesetzt und ist jetzt "all-in". Alle weiteren Spieler können über den gesetzten Gesamtbetrag des Spielers hinaus wetten und erhöhen - der All-in-Spieler ist nicht verpflichtet, diese Wetten zu bedienen oder zu halten. Der Spieler der all-in ist kann jedoch nicht mehr von jedem Spieler gewinnen als er selbst gesetzt hat. Wenn der Pot größer wird gibt es einen oder ggf. mehrere Side Pots, den die anderen Spieler dann unter sich ausmachen. 

American Airlines: Gängiger Kosename für Pocket Asse, auch Pocket Rockets, Bullets, Eyes of Texas, Eyes oder Needles etc. genannt.

Announced Bet: Ein mündlich annoncierter Einsatz im Live Poker, die sicherste Variante String Bets zu vermeiden.

Ante: Ein festgelegter Betrag der in späten Turnier-Phasen von jedem Spieler automatisch einbehalten wird um zusammen mit den Blinds einen größeren Pot zu kreieren (und damit Druck auf die Spieler auszuüben).

Ante Up: Allgemeine Bezeichnung für das Einfordern der Pflichteinsätze (Blinds + Antes).

Aquarium: Pokertisch mit vielen Fischen (schlechten Spielern).

Auto Pilot: Mechanische Spielweise 

Auto Post: Die Blinds immer automatisch setzen (was das Spiel angenehm beschleunigt).

Axe: Siehe Rake bzw. Hausanteil.

Average (Stack): Der durchschnittliche Chip Stapel in einem Turnier und Gradmesser (man ist "average").

B

Baby Ace: Ass mit sehr kleiner Beikarte <5.

Backdoor: Eine Hand die den Turn und den River braucht um zu gewinnen, hat "Backdoor-Chancen". Wenn Sie z.B. ein Blatt mit zwei Karten in der gleichen Farbe haben und am Flop kommt eine Karte ihrer Farbe, dann halten Sie einen Backdoor-Flush-Draw. Sie brauchen am Turn und am River jeweils “Ihre” Farbe um zu einem (Backdoor) Flush zu kommen.

Bad Beat: Eine starke Hand die eigentlich das Gewinnerblatt hätte sein müssen und preflop oder am Flop weit vorne ist, verliert am Turn oder River noch gegen einen 1-4 Outer und Sie kassieren einen Bad Beat - gewöhnen Sie sich besser dran!

Badugi: Draw Pokervariante, bei der man mit vier Karten ein "Rainbow Low" bilden muss um zu gewinnen.

Bankroll: Das Geld, das Ihnen insgesamt zum Spielen zur Verfügung steht. Damit ist auch das Geld gemeint was Sie gerade nicht am Pokertisch liegen haben (Stack).

Bankroll Management: Aktives und ständiges Anpassen der gespielten Limits an die Bankroll. 

Behind: Alle Chips die man nach einer Bet oder einem Raise noch "behind" hat, wird manchmal vom Gegner im Live Poker angefragt.

Belly Buster (Gutshot Straight Draw): Straight Draw bei dem nur eine Karte (4 Outs) zur Straße hilft, übersetzt Bauchschuß.

Best of It: Ein Spiel, bei dem Sie eine langfristig positive Erwartung haben. You got the best of it playing at this table or limit!

Bet: Die Aktion als Erster Chips in den Pot zu legen bzw. einen Einsatz zu tätigen ("betten").

Betting Line: Virtuelle oder tatsächliche Linie auf einem Live Pokertisch, vor die man seine Chips bei Einsätzen zu positionieren hat.

Betting Round: Siehe Setzrunde.

Bettor: Der erste Spieler der am Flop einen Einsatz tätigt, zumeist der Preflop-Raiser oder Aggressor.

Bezahlt: Lapidarer Live Poker Ausdruck für einen Call.

Bicycle (Bike, Wheel): Eine Strasse von Ass bis Fünf. In High-Low Spielen das Nut-Low!

Big Apple: Kosename für den Spieltisch mit den größten Einsätzen in einem Casino.

Big Blind: Ein vorgeschriebener Grundeinsatz, den der Spieler erbringen muss, der zwei Plätze links vom Button sitzt. Der Einsatz muss vor Ausgabe der Karten erbracht werden. Der Big Blind ist in der Regel so hoch wie der Mindesteinsatz in der ersten Runde. Gleichzeitig bezeichnet Big Blind auch die Sitzposition eines Spielers.

Big Slick: Gängiger Kosename für Ass/König - anderer ist z.B. Anna Kournikova.

Blank: Eine nutzlose Karte, die keinem Spieler ein besseres Blatt beschert.

Blind Steal: Die Blinds mit marginalen Starthänden angreifen und versuchen zu "stealen".

Blatt (Hand): Die besten fünf Karten, die ein Spieler durch eine Kombination seiner Pocket-Karten und der Gemeinschaftskarten erzielen kann.

Blinds: Die Wetten (Grundeinsätze), die von den ersten beiden Spielern, die links vom Button sitzen, erbracht werden müssen. Da die Spieler ihre Pocket-Karten erst danach erhalten, werden diese Einsätze „Blinds“ genannt.

Big Bet: Bei Fixed Limit-Spielen die Höhe der Einsätze in den letzten beiden Wettrunden (Turn und River).

Big Stack: Im Cashgame mehr als 100 Blinds haben oder im Turnier weit über dem Average Stack liegen, auch Deep Stack genannt.

Bluff: Anderen Spielern glaubhaft machen, dass man ein besseres Blatt hat als tatsächlich der Fall ist, indem man so setzt oder erhöht, als ob man ein Monster hat oder zumindest eine bessere Hand repräsentiert als der Gegner. Die meisten Bluffs sind jedoch Semi-Bluffs mit gewissen Drawing Outs, ein Bluff kann aber z.B. auch ein Slowplay sein.

Bluff Catcher: Eine Hand mit der man eigentlich nicht rechnen kann von der Stärke her zu gewinnen, aber in einer bestimmten Situation oder gegen einen bestimmten Gegner gut als Bluff Catcher taugt, z.B. am River mit einem Mid-Pair callen.

Board: Die Mitte des Tisches mit allen Gemeinschafskarten (Community Cards) wird Board genannt. Wenn Ihre beste 5-Karten-Kombination nur aus den Gemeinschaftskarten und keine Ihrer Pocket-Karten gebildet wird, wird das "Playing the Board" genannt.

Boat: Full House oder Full Boat (Drilling und Pärchen).

Bot: Software-Programm das selbständig so Poker spielt, wie man es ihm beigebracht hat oder sich automatisch an den Gegner anpasst.

Bottom Pair: Ein Paar, das mit der niedrigsten Karte auf dem Board gebildet wurde.

Bounty: Kopfgeld- oder Knockout-Prämie, die bei bestimmten Turnieren auf alle Spieler oder Pros ausgesetzt wird.

Bracelet: Goldenes Armband, das man für große Turniersiege bekommt. WSOP Bracelets haben den größten Prestigefaktor.

Break Even:Spieler die allgemein weder Gewinne noch Verluste machen oder in der aktuellen Session breakeven sind bzw. "plusminus" spielen.

Brick and Mortar: Landbasierte "echte" Casinos und Spielbanken.

Bring-In: Pflichteinsatz bei Stud-Games.

Broke (gehen): Die gesamte Bankroll verlieren.

Broadway: Die größtmögliche Straße von Zehn bis Ass.

Bubble: Das Spiel auf der Bubble, wenn noch ein Platz ausscheiden muss damit alle anderen ins Geld (ITM) kommen.

Bubble Boy: Der Spieler der das Unglück hat auf der Bubble auszuscheiden.

Bubble Play: Das Spiel eines aggressiven Spielers der die Angst der anderen ausnutzt und auch mit schwachen Händen raist oder all-in geht.

Buddy Poker: Absichtlich softes Spiel zwischen Freunden oder Bekannten..

Bully: Spieler der durch seine aggressive Spielweise versucht zu dominieren oder es tatsächlich auch tut.

Burn Card: Die oberste Karte vom Deck, die aus Gründen der Sicherheit vor dem Flop, Turn und River "geburnt" d.h. weggelegt wird.

Bust: Das Ausscheiden im Turnier, man geht "busto".

Button: Der Spieler "in Position" bzw. mit der besten Position am Tisch, weil er nach dem Flop als letztes dran ist. Die Dealer-Position ist durch den Button - eine Scheibe mit einem "D" in der Mitte - gekennzeichnet. Der Spieler, der direkt links vom Dealer sitzt, setzt den Small Blind und der nächste Spieler den Big Blind.

Buy-In: Die Höhe des Stacks, den man an einen Cashgame-Tisch bringt oder in Turnieren die Bezeichnung für die Teilnahmegebühr. Jeder Cashgame-Tisch hat ein Minimum und ein Maximum Buy-in. Gewöhnlich ist das Minimum das 10fache des Big Blind-Betrags und das Maximum das 100fache.

C

Call: Den Einsatz (Bet) oder eine Erhöhung (Raise) eines Spielers mitgehen (callen) oder bezahlt.

Call a Raise Cold: Eine Erhöhung mitgehen, ohne dass man vorher in der Wettrunde einen Einsatz gebracht hat.

Caller: Ein Spieler der den Einsatz oder eine bereits gemachte Erhöhung mitgeht.

Calling Station: Ein passiver und looser Spieler, der nie erhöht, aber immer mitgeht um alle Karten bis zum River zu sehen.

Cap: Der Akt, die letzte erlaubte Erhöhung in der Setzrunde zu machen. Bei einem “Capped Pot" wurde die maximale Anzahl der Erhöhungen oder eine vorgeschriebene Potgröße erreicht. Beim Fixed Limit gibt es 4 Erhöhungen bis zum Cap. Es gibt auch No Limit-Tische deren Potgröße bzw. Maximalverlust eines Spieler mit einem Cap versehen ist.

Card Count: Der Dealer in einem Live Pokergame zählt zwischenzeitlich sicherheitshalber des öfteren mal die Karten im aktuellen Deck.

Caribbean Stud: Einfache Pokervariante bei der man gegen das Casino spielt, auch Tropical Stud genannt.

Case X: Die allerletzte im Deck verbliebene Karte die eine Hand überraschenderweise noch vollendet (Bad Beat).

Cash Out: Bei einem Anbieter einen Teil oder die ganze Bankroll auszahlen.

Cashback: Anteil des erzeugten Rakes den man als Spieler in einem VIP-Programm zurückbekommt.

Cashgame: Das klassische Pokerformat und Spiel um Echtgeld. 

Chase: Ein Chaser läuft immer Karten hinterher indem er viel callt und so seine Draws oder Hits "chased".

Checken: Im Spiel bleiben, aber nicht wetten oder erhöhen. Das Checken ermöglicht Ihnen, ohne zusätzliches Risiko oder weiteren Einsatz  im Spiel zu bleiben. Sie dürfen nur checken, wenn Sie der erste Spieler in einer Wettrunde sind oder alle vorangegangenen Spieler gecheckt haben.

Check-raise: Der Akt, erst zu checken um dann den erhofften Einsatz eines Mitspieler in der gleichen Wettrunde zu erhöhen.

Chip 'n a chair: Ausdruck eines Comebacks mit sehr wenigen Chips in einem Turnier. Man braucht theoretisch nur "einen Chip und einen Stuhl" um zu gewinnen.

Chipleader: Spieler mit den momentan meisten Chips in einem Turnier.

Chips: Poker-Chips, die dazu genutzt werden, Einsätze abzugeben. In Turnieren die Menge der Chips die ein Spieler momentan hat.

Chop: Den Pot choppen oder splitten, d.h. teilen.

Close the Betting: Wenn ein Spieler mitgeht und nach ihm kein weiterer Spieler eine Aktion machen kann ("Cap").

Clubs (Kreuz): Eine der Spielfarben.

Coffeehousing: Spieler der eher für Kaffeeklatsch als für Pokeraction sorgt.

Coinflip: Münzwurf-Situation mit 50/50-Chance, z.B. Overcards gegen Pocket Pair.

Cold Call: Eine Erhöhung mitgehen, ohne dass man vorher in der Wettrunde einen Einsatz gebracht hat.

Cold Cards: "Kalte" Karten erhalten, d.h. permanent schlechte Starhände bekommen.

Collusion (Play): Spieler die zusammen spielen und Informationen austauschen (z.B. per Messenger oder Skype).

Community Cards: Die fünf Karten, die aufgedeckt in der Mitte des Tisches liegen. Auch bekannt als Flop, Turn und River ("Board").

Connected / Connector: Zwei Hole Cards die direkt miteinander verbunden sind, z.B. Neun und Zehn. Dagegen wäre z.B. Acht und Zehn mit einer Lücke ein "Gap Connector".

Continuation Bet: Conti Bet des Preflop-Raisers nach dem Flop.

Counterfeited: Eine Karte, die zwar Ihr Blatt verbessert hat, aber Ihrem Gegenspieler ein noch besseres Blatt gegeben hat.

Cowboys: Gängiger Kosename für Pocket Könige, auch Kings genannt.

Crying Call: Mitgehen, wenn Sie das Gefühl haben nur eine sehr kleine Chance zu haben den Pot zu gewinnen, wohingegen die Pot Odds aber einen Call zulassen oder dazu verpflichten.

Cut-off (CO): Spieler der rechts vom Button sitzt (2. beste Position).

D

Dead Blind: Eine Strafe (Penalty) im Cashgame, wenn die Blinds von Ihnen zu erbringen wären, während Sie aber ausgesetzt haben.

Dead Mans Hand: Kosename für die Starthand A8.

Dead Money: Die Chips oder der Stack von schlechten oder unerfahrenen Spielern.

Deal It Twice: Übereinkunft zwischen zwei Spielern, bei der zumeist der Turn und River zweimal gedealt wird oder bei All-in ggf. auch zweimal das ganze Board.

Dealer: Der Spieler, der an dem Platz sitzt, an dem (virtuell) die Karten ausgegeben werden (auch Button genannt). Die Dealer-Position ist durch den Button - eine grüne Scheibe mit einem "D" oder "B" in der Mitte - gekennzeichnet. Im Live Poker gibt der (echte) Dealer jede Runde die Karten aus und der Dealer-Button wandert im Uhrzeigersinn umher.

Dealers Choice: Pokervariante bei der der Spieler auf dem Button die zu spielende Variante bestimmt.

Deck: Das Kartenspiel oder Deck besteht aus 52 Karten.

Deep Stack: Im Cashgame mehr als 100 Blinds "deep" sein oder im Turnier weit über dem Average Stack liegen, auch Big Stack genannt.

Deuces (Zwei): 2er, Ducks, Quack Quack, Small Aces, Dewey Duck, Dewey

Diamonds (Karo): Eine der Spielfarben.

Double Belly Buster (Straight Draw): Ein verdeckter Straight-Draw mit zwei Gutshots, d.h. zwei Karten können eine Straße bilden. Sie halten z.B. QT, während der Flop AJ8 kommt - nun fehlt Ihnen K oder 9 zur Vollendung der Belly Buster Straight.

Dominated: Spielerisch dominiert werden oder mit einem besseren Kicker eine gegnerische Hand dominieren, z.B. AQ gegen AJ.

Donk(ey): Ein Fish bzw.Esel und unüberlegt handelnder Pokerspieler, der zumeist auf sein Kartenglück hofft.

Door Card: Die erste Karte des Flop die beim "Öffnen" zu sehen ist.

Double Suited: Bezeichnung für eine Omaha-Hand, bei der man je zwei Karten von der selben Farbe hat.

Doyle Brunson: Die Pokerlegende die Texas Hold'em zur Popularität und zum Durchbruch verholfen hat.

Drawing Hand: Eine unvollständige Hand, der noch eine Karte fehlt um Sie zum besten Blatt zu machen oder zumindest eine Chance auf den Pot zu haben, in der Regel der Underdog.

Drawing Dead: Wenn man eine Drawing Hand hat, aber trotzdem keine Chance hat sie zu der besten Hand am Tisch zu machen, z.B. ein K-Flush wenn der Gegner bereits ein A-Flush hat.

E

Early Position (EP): An einem 10er-Tisch sind die ersten 4 Sitze links neben dem Button die “Early Position".

Edge: Bezeichnung für den Vorteil den ein Spieler generell, gegenüber einem Spieler, an einem Tisch oder auf einem Limit hat.

Einsatz: Die Mindesteinsätze (auch Limit oder Geldlimit genannt) für einen Tisch werden gewöhnlich mit zwei Zahlen angezeigt, z.B $0.50/1.00 oder $2/$4 - die bei No Limit-Spielen die Höhe der "Blinds" und im Fixed-Limit die "Bets" darstellen. Der Einsatz zeigt an, wie finanzkräftig der Tisch ist als auch wie schnell und hoch der Pot steigen kann. Je nach Pokerseite werden bei Pot oder No Limit-Spielen auch die gleichen Beträge angezeigt (z.B. $5/$5), wobei der Big Blind hier dann $5 beträgt.

EPT: European Poker Tour.

Erhöhen (Raise): Mit allen vorangegangenen Wetten dieser Runde mitgehen und Ihre Wette über diesen Betrag erhöhen, so dass andere Spieler entweder ablegen, mitgehen oder weiter erhöhen müssen.

Erwartungswert (Expected Value/EV): Eine mathematischer Begriff der in % oder $/€ einen langfristig wahrscheinlichen Wert wiedergibt, den man erhält wenn man ewig "jene" Entscheidung trifft. Beim Münzwurf wäre der EV z.B. 50% und wenn immer $10 im Pot wären, hätte man somit einen EV von $5 bei jedem Wurf.

Ewallet: Online Zahlungsanbieter zum schnellen Ein- und Auscashen sowie Geldtransfer, die beliebtesten sind Neteller und Moneybookers.

Exploit: Schwächen eines Gegner aufdecken (exploiten) und ausnutzen.

Exposed Card: Eine versehentlich aufgedeckte Karte, die offengelegt für alle sichtbar bleibt.

F

Favorite: Die Hand, die die größte Chance hat zu gewinnen. Wichtig ist dabei, dass Sie manchmal auch der “Favorit” sein können, ohne im Moment die beste Hand zu haben - z.B. ist ein open-ended Straight Flush-Draw der “Favorite” über ein Paar.

Face Cards: Jede Bild-Karte inkl. 10.

Face Up Card: Offene Karte die für alle Spieler sichtbar ist.

Family Pot: Sehr viele Spieler haben preflop gecallt und einen Family Pot kreiert.

Fee: Hausanteil oder Gebühr bei Turnieren (meistens 10%).

Fifth Street: Die River-Karte.

Final Table: Finaltisch eines MTTs.

First In: Der Spieler, der zuerst Chips in den Pot legt (meistens First In-Raise).

Fish: Ein schwacher Spieler der regelmäßig Geld verliert. Meistens sind es Spieler, die mit grenzwertigen Händen bis zum River mitgehen oder ein All-in am Flop mit wenigen Outs callen. Wenn Lady Luck ihm zur Seite steht könnte er auch mal viel Geld gewinnen, was dann "Fish & Chips" genannt wird.

Fixed Limit: Pokervariante mit "fixierten" Einsätzen und Erhöhungen (max. 4), wobei preflop und am Flop einfach (Small Bets) und am Turn und River das Doppelte (Big Bets) gesetzt werden kann.

Flop: Die ersten drei der fünf Gemeinschaftskarten (welche auf dem Tisch direkt nach der ersten Wettrunde "gefloppt" werden) werden Flop genannt, womit auch direkt die zweite Wettrunde eröffnet ist.

Flopped Hand: Ein Spieler floppt eine fertige Hand, z.B. eine Straight oder ein Full House.

Flush (Draw): Fünf beliebige Karten einer Farbe. Bei zwei gleichfarbigen Startkarten und zwei passenden Karten im Flop hat man einen Flush-Draw. Das selbe gilt für drei gleichfarbige Karten auf dem Deck, während Sie nur eine passende Karte in den Hole Cards haben. Ein Indiz für die Spielerstärke in Live Poker Games kann der falsche Ausdruck "Flash" sein.

Fluss (River): Der Fluss ist die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte auf dem Tisch und eröffnet die letzte Wettrunde. Auch als "Fünfte Straße" (Fifth Street) genannt.

Fold: Das Blatt ablegen, wenn Sie an der Reihe sind. Sie haben sich dazu entschlossen, keine Wette abzugeben, um in der Runde zu bleiben und folden Ihre Hand.

Fold Equity: Die Wahrscheinlichkeit mit der ein Gegner seine Hand wegwirft, wenn man selbst setzt oder raist.

Fold & Show: Die Hand folden aber trotzdem seine (starke) Hand zeigen, um dem Gegner z.B. Respekt zu zeigen.

Forced Bet: Allgemein für einen erzwungenen Pflichteinsatz. 

Four-of-a-Kind: Ein Vierling oder auch "Poker" genannt. Mit einem Vierling ist es je nach Online Pokeranbieter möglich einen Bad Beat Jackpot zu gewinnen, wenn Sie z.B. gegen einen Straight Flush Draw verlieren.

Fourth Street: Die Turn-Karte.

Free Card: Eine Karte, die man zu sehen bekommt, ohne dass man vorher Geld in den Pot legen musste um z.B. einen Gutshot zu vollenden.

Freeroll: Turnier ohne Buy-in, wobei man trotzdem echtes Geld gewinnen kann.

Freeze-Out: Ein Turnier bei dem keine Rebuys erlaubt sind und die Gesamtmenge an Chips bzw. Buy-ins mit Spielanfang feststeht.

Full Table: Ein Spiel mit neun oder zehn Spielern am Tisch.

Flop: Die ersten drei Karten des Boards oder Bezeichnung der Setzrunde, nachdem die dreiKarten gleichzeitig aufgedeckt wurden.

G

Gambler: Eher eine negativ behaftete Bezeichnung für leichtfertige Spieler, übersetzt Zocker.

Gap Concept: Turnierkonzept von Sklansky, das besagt dass man eine bessere Hand braucht um zu callen als zu raisen und somit zwischen diesen Händen eine Lücke (Gap) besteht.

Gap Connector: Zwei Hole Cards die durch eine Lücke  miteinander verbunden sind, z.B. Acht und Zehn.

Garantiert-Turnier: MTT mit einem vom Anbieter garantierten Preispool.

Gemeinschaftskarten (Community Cards): Die fünf Karten die aufgedeckt in der Mitte des Tisches liegen. Auch bekannt als Flop, Turn und River.

Grand: Im Spierlerjargon Kosename für $1.000.

Grinder: Guter Spieler der regelmäßig gewinnt und stetig seine Bankroll aufbaut bzw. einen Teil seines Lebensunterhalts mit Poker verdient.

Gutshot: Ein Draw zu einer Strasse (Bauchschuß), wobei nur eine Karte (also meistens 4 Outs) die Straße vollendet.

H

Half Hacked: Nach Gewinnen der Hand dem Gegner eine Karte zeigen um ihn zu verwirren.

Halten: Mit einem vorangegangenen Einsatz mitgehen und nicht erhöhen, auch callen genannt.

Hand by Hand: Spielphase in einem Turnier bei der Hand für Hand gespielt wird, d.h. an alle Tischen muss gewartet werden bis die aktuellen Hand überall zu Ende gespielt wurde, meistens vor dem Geld, der Bubble oder dem Final Table.

Hausanteil (Rake): Der Hausanteil oder Rake in einem Pot. Der Anbieter erhebt eine Gebühr (meistens um 5%), um den Spielern sichere, faire und regulierte Pokerspiele anbieten zu können.

Hearts (Herz): Eine der Spielfarben.

Hi/Lo: Bezeichnung für Split Pot-Spiele, bei denen sich die beste High und Low Hand den Pot teilen.

High Card X: Ein paarloses Blatt auf der Hand haben, z.B. High Card Jack.

High Jack (HJ): Spieler der rechts vom Cutoff sitzt (3.beste Position).

Heads-Up (HU): Ein Spiel gegen nur einen Spieler. Beim HU ist der Button auch immer der Small Blind, somit preflop als erstes und postflop als letztes gefragt.

High Cards: Jede Karte, die Höher als 9 ist.

High Roller: Pokerspieler der um sehr hohe Einsätze spielt.

High Stakes: Poker mit sehr hohen Einsätzen.

Home Game: Eine heimische Pokerpartie unter Freunden.

HOSE: Mixed Game mit Limit Hold'em, Omaha Hi/Lo, 7-Card-Stud und 7-Card Stud Eight or better (Hi/Lo). An einem Turnier-Finaltisch wird dann trotzdem oft No Limit Hold'em gespielt.

HORSE: Mixed Game mit Limit Hold'em, Omaha Hi/Lo, Razz, 7-Card-Stud und 7-Card Stud Eight or better (Hi/Lo). An einem Turnier-Finaltisch wird dann trotzdem oft No Limit Hold'em gespielt.

Hot Seat: Eine Position am Tisch dessen Spieler ständig gewinnt, weil er immer gut den Flop oder das Board trifft.

Hourly Rate: Wert dem man pro Stunde in $/€, Blinds oder BigBets erwirtschaftet.

I

Idiot End: Das (untere) "Idiotenende" einer Straße, zB. auf dem Board 4567K die 3 haben während andere die 8 oder gar 89 haben.

Implied Odds: Die Beziehung zwischen der aktuellen Potgröße, der Karten- oder Spielkonstellation und den zukünftigen Einsätzen, die Sie von den anderen Spielern im weiteren Verlauf noch erwarten können, falls Sie Ihre Drawing Hand vollenden.

Induce a Bluff: Die eigene Hand schwach spielen, um so einen Bluff oder erhöhtes Setzen des Gegners zu provozieren (auch "Trapping" genannt).

Induce a Call: Die eigene Hand schwach spielen, um so den Gegner zu einem “Crying Call” zu verleiten.

Induce a Raise: Durch eine bestimmte Einsatzhöhe oder vorheriges Setzverhalten einen Raise beim Gegner provozieren.

Information Bet: Verhältnismäig kleiner Einsatz um zu testen oder rauszufinden was der Gegner hat, auch Test Bet genannt.

Inside Straight (Draw): Ein Straight-Draw bei dem noch eine Karte "im Inneren" zur Vollendung fehlt, z.B. bei 87 als Startkarten und 952 im Flop wartet man nur auf die 6 und hat somit 4 Outs.

Investment: Bei Turnieren ein Investment in einen Spieler tätigen ("staken") oder in eine Cashgame-Hand eines Spieler "investieren" bzw. eine Sidebet platzieren.

Isolation: Einen Gegner bewusst isolieren, um gegen ihn Heads-up zu spielen.

ITM: In einem Turnier "in the money" oder "im Geld" sein, d.h. etwas Geld bereits sicher haben und oft zumindest das Buy-in raushaben.

J

Jam: Ein spiel- und setzfreudige Pokerpartie wird auch Jam genannt.

K

Käse(blatt): Sehr schlechte Starthand, z.b. 83, auch "Junk" oder "Trash" genannt.

Keyhand: Schlüsselhand in einem Turnier die die Wende oder den Durchbruch gebracht hat.

Kicker: Beikarte oder die zweite Karte in Ihrer Hand, die noch kein Paar gebildet hat. Wenn Sie z.B. mit Ass und König ein Ass-Paar bilden, ist der König der stärkste Kicker und Sie gewinnen z.b. gegen AQ und AQ wäre dann "kicked out".

Knock Heads: Zwei Streithähne die immer wieder tough um den Pot kämpfen.

Knockout: Das Ausscheiden aus einem Turnier oder die Kopfgeld- bzw. Bounty-Prämie, die bei bestimmten Turnieren auf alle Spieler oder Pros ausgesetzt wird.

KJ: Bezeichnung für den Hausanteil oder Rake in Hinterhof-Pokerbuden, der zumeist 5% beträgt aber kein Cap hat, d.h. bei €300 im Pot werden auch €15 rausgenommen.

L

Ladies: Gängiger Kosename für Pocket Damen, auch Queens genannt.

Lady Luck: Bezeichnung für den Glücksfaktor im Poker.

LAG: Ein loose-aggressiver Spieler.

Late Position (LP): An einem 10er-Tisch sind es die letzten beiden Spieler. Diese werden auch “Cut-off” und “Button” genannt.

Late Registration: Späte Registrierung bei Turniere, manchmal bis zu einer Stunde nach Turnierbeginn (meistens unsinnig, weil der Average Stack schon zu hoch ist).

Leak: Ein fehleranfälliges Spiel bzw. das individuelle "Leck" des Gegners ausnutzen.

Lead: Als erster Spieler setzen, man macht eine Lead Out Bet.

Light: Leichtfertig callen oder raisen. Ein Spieler macht z.B. einen Light All-in Preflop-Call mit A9.

Limit Poker: Ein Pokerspiel mit einem fixen Limit-Betrag, die Spieler können je nach Wettrunde festgelegte Beträge setzen. Wenn Sie an der Reihe sind, dürfen Sie nur einen Betrag wetten oder erhöhen, der gleich dem Minimum für diese Runde ist.

Limits: Im Poker gibt es drei grundsätzliche Limit-Arten: Limit, Pot Limit und No Limit. Beim Limit Poker gibt es ein fixes Limit, um das Sie wetten oder erhöhen können. Bei Pot Limit Spielen  können Sie maximal um den Pot-Betrag erhöhen. Bei No Limit Spielen Limit können Sie um jeden Betrag erhöhen, der Ihnen in Form von Chips oder Geld am Tisch zur Verfügung steht - also jederzeit "all-in" gehen.

Limp (in): Preflop als Erster (First in) nur callen und nicht erhöhen. Viele Spieler limpen z.B. mit Suited Connectors.

Limp Raise: Preflop nur limpen und auf einen Raise mit einem erneuten Raise antworten (typischerweise mit AA oder KK).

Live One: Ein schlechter Spieler, auch Fisch genannt.

Lone Opponent: Wenn nur ein Mitspieler mit um den Pot spielt, (der zuvor womöglich "isoliert" wurde).

Longhanded: Tische mit mehr als 8 Spielern.

Loose: Ein Spieler der allgemein viele und auch schlechtere Hände spielt (>35%). Ein Spiel oder Tisch ist loose, wenn viele Spieler den Flop sehen (>30% Flopquote). Eine "Loose Goose" spielt über 50% seiner Hände.

Lowball: Allgemeine Bezeichnung für Pokervarianten bei denen das niedrigste Blatt gewinnt. Es gibt 3 Varianten A-5, 2-7 und A-6, die in unterschiedlichen Spielen gewissen Regeln unterworfen sind, z.B. ob Flushs oder Straights mitzählen. Bei Hi/Lo-Splitgames ist die 8 meistens die Low Qualifier-Hürde.

Luckbox: Abwertende Bezeichnung für einen Glückspilz, der des öfteren mal einen Suckout landet und Bad Beats verteilt.

M

M: M-Konzept von Harrington für Turniere, das als Gradmesser fungiert indem die Anzahl der eigenen Chips durch die "Fix-Kosten" pro Runde (Small Blind + Big Blind + x mal Antes) geteilt wird. Bei einem M unter 5 ist es  oft ratsam nur noch Push or Fold zu spielen.

Maniac: Ein aggressiver und unberechenbarer Spieler, der ständig erhöht und auch die meisten seiner Starthände spielt.

Middle Pair: Ein gebildetes Paar zwischen kleinster und höchster Board-Karte oder allgemein Pocket 66-99 als Starthand.

Middle Position (MP): An einem 10er-Tisch sind die Plätze 5, 6 und 7 die “Middle Position”.

Milk the Game/Table: Das Melken oder konstante Gewinnen an einem schwachen Tisch.

Min Bet: Den kleinstmöglichen Einsatz in Höhe des Big Blinds machen.

Minimum Buyin: Kleinstmögliche Menge an den Tisch gebrachtes Geld.

Mindset: Zum Poker Mindset gehören bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten, die einen guten Pokerspieler ausmachen, z.B. Disziplin, Geduld, Mut oder Positive Thinking.

Misclick: Versehentlicher Mausklick mit ungewollter Aktion, häufig beim Multi-Tabling.

Misdeal: Der Dealer hat einen schwerwiegenden Fehler gemacht (z.B. Spieler ausgelassen) oder versehentlich zwei Karten exposed, dann wird ein Misdeal annonciert und die Karten werden neu ausgegeben.

Mixed Game: Turnier- oder Cashgame-Format bei dem jede Runde eine andere Pokervariante gespielt wird, die bekanntesten Mixed Games sind HORSE und HOSE.

Monster (Hand):Eine momentan meilenweit vorne liegende Hand, ab Set aufwärts. Gegen LAGs kann auch Top-Pair ein Monster sein.

Muck: Mit „Muck“ können Sie es ablehnen am Ende der Runde Ihre Karten zu zeigen, mucken bedeutet auch allgemein folden. Wenn z.B. beim Showdown ein besseres Blatt aufgedeckt wird, haben Sie die Möglichkeit den Muck zu wählen. Sollten Sie allerdings den Showdown gegen einen oder mehrere Spieler gewinnen, müssen Sie die Karten zeigen.

Multi Tabling: Das Spielen von mehreren Tischen gleichzeitig.

MTT: Multi Table-Turnier, das zu einer bestimmten Uhrzeit stattfindet und mit vielen 100 oder 1000 Spielern beginnt.

N

Nits: Spieler die berechenbar spielen nennt man Nits oder Nieten. Ein Spiel kann auch recht "nitty" sein, d.h. hinter großen Bets verstecken sich auch immer sehr gute Hände und vice versa.

No Limit Poker: Texas Hold'em No Limit, alle Spieler können in jeder Setzrunde jeden Betrag vom Mindesteinsatz bis hin zum gesamten Chipstapel setzen. Während einer Wettrunde kann der Spieler aber keine zusätzlichen Chips oder Geld an den Tisch bringen. 

Near Nuts: Fast oder beinahe die bestmöglichste Hand haben, d.h. es sind mit hoher Wahrscheinllichkeit nicht die Case Nuts unterwegs.

Nuts: Die bestmögliche Hand in einer Setzrunde (Nuts können auch zur 2nd Nuts werden).

O

Offsuit: Starthand mit verschienden Farben, manchmal abgekürzt mit "off" oder "o", z.B. AJo.

Odds: Die Chance oder Wahrscheinlichkeit dass ein Ereignis eintrifft, Odds wird auch oft anstatt Pot Odds verwendet.

Omaha: Populäre Hold'em-Variante mit vier Pocket Cards, wobei genau zwei davon zur Bildung einer Pokerhand verwendet werden müssen.

Open-Ended Straight Draw (OESD): Ein Straight-Draw, der durch zwei Karten (8 Outs) zur Straße gemacht werden kann. Z.B. bei 76 als Startkarten und A54 im Flop - es fehlt nur noch eine 8 oder 3 zur Straight (auch "OESD" genannt).

Open Seat: Freier Platz in einem Cashgame oder auch Turnier. Dagegen bezeichnet "Seat Open" das Ausscheiden aus einem Turnier oder Aufstehen in einem Cashgame.

Orbit: Ein Orbit bezeichnet das Wandern des Dealer-Buttons einmal im Kreis, kann für Blind Erhöhungen relevant sein wenn keine Blind Zeit gestellt wird.

Out of Position (OOP): Bezeichnung bzw. Abkürzung

Out(s): Eine Karte, die Ihre Hand zur wahrscheinlich besten Hand am Tisch machen wird oder sie wesentlich verbessern wird. 

Outside Straight Draw: Siehe Open-Ended Straight.

Overbet: Überdimensionale Bet bzw. größer als der momentan Pot.

Overcard: Eine Karte, deren Wertigkeit höher ist als die der höchsten Karte auf dem Board. Overcards könnten preflop z.B. auch gegen Pocket Pairs antreten.

Overlay: Überschuß bei Garantiert-Turnieren, den der Anbieter draufbezahlt weil sich weniger Spieler angemeldet haben bzw. nicht genug Rebuys&Addons getätigt wurden als für den Garantiert-Preispool erforderlich.

Overplay: Eine Hand "überspielen", also übermäßig aggressiv setzen oder zu hohe Bets mit einer marginalen Hand callen.

Overpair: Ein Pocket-Pair, das einen größeren Wert hat als die höchste Karte auf dem Board. Z.B. TT als Startkarten und 953 im Flop.

P

Passive: Ein Spieler ist passive, wenn er fast nur callt und selten raist (dann hat er ein Monster).

Par Hand: Eine fertige Hand bei Draw Poker-Games bekommen, in Community Games das Pedant zu Flopped Hand.

Payout: Auszahlungsstruktur in Turnieren

Picasso Flop/Board: Flop oder Board, das nur aus Bildkarten besteht.

Piece of Cheese: siehe Käseblatt, eine sehr schlechte Hand.

Playmoney: Spielgeld.

Play the board: Das Board spielen, weil keine der Hole Cards eine bessere 5-Karten-Hand als das Board erzeugt.

PL: Abkürzung für Pot-Limit.

PLO: Abkürzung für Pot Limit Omaha.

PLO8: Abkürzung für Pot Limit Omaha High/Low (bzw. "Eight or better").

Pocket-Karten: Die verdeckt an den Spieler verteilten Karten, die nur der Spieler einsehen kann. Diese werden auch als  "Hole Cards", "Pocket-Cards", Startkarten oder Starthand bezeichnet.

Pocket Pair: Sie besitzen bereits ein Paar in den Hole Cards, also 22 bis AA.

Pocket Rockets: Gängier Kosename für Pocket Asse.

Pokerrunde: Ist das abgeschlossene Pokerspiel vom Austeilen der Karten bis zum evtl. auftretenden Showdown bis der Dealerbutton einen Platz weiterzieht.

Position: Die Reihenfolge in der Sie agieren müssen: Sie sind in Early Position wenn Sie früh agieren müssen und in Late Position, wenn Sie später agieren können (hier haben Sie Position).

Post-Flop: Alle Setzrunden die nach dem Flop gespielt werden.

Post Oak Bluff: Kleine Bet in Relation zur Potgröße, um den Pot so zu stehlen (Lockangebot vortäuschen).

Pot: Alle Chips die von den Spielern in der gesamten Runde bisher gesetzt wurden.

Pot Bet: Einen Einsatz abgeben der gleich der aktuellen Summe im Pot ist.

Pot Committed: Ein Spieler ist Pot Committed, wenn er bereits so viel Geld gesetzt hat das ein Aussteigen keinen Sinn mehr machen würde, selbst wenn er gar keine oder nur sehr geringe Gewinnchancen hat. Man kann einen Gegner auch Pot Committed machen, indem man ihn am Flop oder Turn trappt.

Pot Equity: Der langfristig erwartete Anteil am Pot, den man in einer bestimmten Situation gewinnt - wobei man aber zumeist den ganzen, den halben oder gar nichts von Pot gewinnt und somit nur durch eine große Sample Size aussagekräftig ist.

Pot Limit Poker (PL): Bei Pot Limit Poker können die Spieler in einer Runde jeden Betrag vom Mindesteinsatz bis hin zur aktuellen Potgröße setzen oder maximal "um den Pot" erhöhen (raise the pot).

Pot Odds: Das Verhältnis zwischen der aktuellen Summe im Pot und der aktuellen Wette (Pot/Einsatz). Im Pot befinden sich z.B. $50, der Einsatz beträgt $5 und die Pot-Odds sind somit 50/5=10.

Pot Sweetner: Kleine Bet oder kleinen Raise machen um den Pot anzufüttern.

Preflop: Die erste Setzrunde, wenn die Spieler ihre beiden Pocket-Cards erhalten und noch kein Flop aufgedeckt wurde.

Pro: Poker-Profi, der seinen Lebensunterhalt durch Poker finanziert.

Progressive Jackpot: Ein Bad Beat oder Royal Flush Jackpot der progressiv ansteigt, je mehr Spieler an den entsprechenden Tischen spielen und in den Jackpot einzahlen.

Prop: Abkürzung für Proposition Player, der vom Casino oder Pokerraum stündlich bezahlt wird um ein Spiel ins Laufen zu bringen oder am Laufen zu halten.

Protector Bet: Schützender Einsatz um nachfolgenden Spielern keine Möglichkeit zum Setzen oder Bluffen zu geben.

Push(en): Andere Bezeichnung für all-in gehen.

Push or Fold: Spielweise bei der man nur noch all-in geht oder foldet, meistens die richtige Strategie für Shortstacks.

Q

Quads: Vierling, der nur durch einen Straight Flush geschlagen wird.

(Ge)Quartert: Ein Spieler wird bei einem High/Low-Spiel "gequartert", wenn er eine der Pothälften nochmals teilen muss und somit nur ein Viertel des Gesamtpots gewinnt.

R

Rabbit Hunt(ing): Die Turn und River sehen (wollen), wenn das Spiel bereits am Flop entschieden wurde.

Race for Chips: Mit einem "Race for Chips" werden die kleinen Jetonwerte der Spieler, die nach einer Limit-Erhöhung nicht mehr zum Spiel benötigt werden, bis auf die nicht wechselbare Spitze (Odd-Chips) gegen größere Jetonwerte getauscht. Anschließend platziert jeder Spieler seine Odd-Chips vor sich auf dem Tisch. Pro Odd-Chip teilt der Croupier jedem Spieler jeweils eine offene Karte aus beginnend mit dem Ersten zu seiner Linken – wobei jeder zunächst alle seine Karten erhält, bevor der nächste Spieler bedient wird. Der Spieler mit der High-Card by Suite (die höchste Karte ist das Pik Ass) erhält sämtliche Odd-Chips der Spieler seines Tisches zugesprochen.

Rag: Karten kleiner als 9, der Flop 236 wäre z.B. ein Rag-Flop.

Rags to Riches: Rags in den Blinds spielen und dann im Rag-Flop ein Monster treffen.

Railbird: Zuschauer die an der Absperrung (Rail) stehen nennt man Railbirds.

Rainbow: Ein Flop mit drei verschiedenen Farben.

Raise: Mit allen vorangegangenen Wetten dieser Runde mitgehen und Ihre Wette über diesen Betrag erhöhen, so dass andere Spieler entweder ablegen, mitgehen oder weiter erhöhen müssen.

Raiser: Der Spieler der preflop als erstes geraist hat.

Rake: Der Hausanteil oder Rake des Pots in Cashgames. Der Anbieter erhebt eine Gebühr (meistens um 5%), um den Spielern sichere, faire und regulierte Pokerspiele anbieten zu können.

Rakeback: Anteil des erzeugten Rakes den man als Spieler zurückbekommt (Alternative: siehe "Cashback").

Razz: Die Low-Variante von 7-Card-Stud.

Re-Draw: Am Flop noch vorne liegen, aber am Turn plötzlich hinten sein und gleichzeig einen Re-Draw bekommen.

Re-Raise: Eine bereits erfolgte Erhöhung raisen (3bet). Ein Spieler erhöht preflop auf $2 und Sie machen einen Reraise auf $6, antwortet er mit einem weiteren Raise wäre das eine 4bet (beim Fixed Limit der Cap Raise).

Rebuy: Bei einem Rebuy bringt der Spieler weitere Chips an den Tisch. Meistens tritt ein Rebuy ein, wenn ein Spieler alle seine Chips verloren hat, die er ursprünglich am Tisch hatte.

Reload: Andere Bezeichnung fürs "Nachladen" beim Cashgame wenn man zuvor den ganzen Stack verloren hat. 

Reload Bonus: Angebot für existierende Spieler neues Geld einzuzahlen und darauf einen Abspiel-Bonus zu erhalten.

Rep(pen): Gute Spieler können jegliches Blatt "reppen", d.h. repräsentieren ohne es auf der Hand haben zu müssen.

Ring Game: Andere Bezeichnung für einen Cashgame-Tisch.

River: Der Fluss ist die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte auf dem Tisch und eröffnet die letzte Setzrunde, auch als "Fünfte Straße" (Fifth Street) bekannt.

Riverboat: Ein Full House das mit der letzten Karte kommt.

Rock: Ein solider Spieler der sehr wenig Hände spielt, wenig blufft und gezielt setzt.

ROI: Return On Investment, der prozentuale Gewinn gemessen am Buy-in bei Turnieren.

Rope a dope:  siehe Slow Play.

Rounder: siehe Grinder.

Royal (Straight) Flush: Ein Broadway A bis T in einer Farbe und bestmögliche Pokerhand. Bei Royal Flush Jackpot bzw. Bonus-Tischen ist der Pik/Spade Royal Flush oft der wertvollste gemäß der Farbreihenfolge.

Running Pair: Wenn die Turn- und Riverkarte zusammen ein Paar bilden.

Runner-Runner: Es werden zwei Karten in Folge benötigt um noch zu gewinnen, z.B. bei 66 gegen 77 auf einem Board 782 braucht man entweder 6 und 6, 5 und 4 oder 9 und T um über ein Runner-Runner das bessere Blatt zu bilden.

S

Sandbagging: siehe Slow Play oder Rope a dope, eine Hand absichtlich langsam spielen oder Schwäche vortäuschen.

Sample Size: Datenmenge mit (möglichst großer) Anzahl von gespielten Händen.

Scare Card: Eine Karte, die wahrscheinlich für Sie oder den Gegner gefährlich sein könnte und auch zum Bluffen einladen könnte. Die Scare Card schlechthin ist ein Ass auf dem River.

Scared Money: Spieler die auf zu hohen oder unkomfortablen Limits pokern spielen mit Scared Money, weil sie Angst haben alles zu verlieren was das Pech förmlich anzieht.

Scoop: Bei High/Low-Spielen den Pot "scoopen", indem man beide Pothälften gewinnt.

Shallow Stack: Spieler mit wenigen Chips sind Shallow Stacks oder shortstacked.

Shill: Shill Player oder Hausspieler, der mit dem Geld vom Casino oder Pokerraum auch für selbiges spielt und gleichzeig das Spiel am Laufen hält.

Seat Open: Das Ausscheiden aus einem Turnier oder Aufstehen in einem Cashgame, was vom Dealer lautstark annonciert wird damit der Floorman die Tischplanung bzw. das Seating regeln kann.

Semi-bluff: Wenn Sie setzen oder erhöhen, ohne im Moment das beste Blatt zu haben, aber eine gute Chance sehen mit der nächsten Karte die beste Hand zu bekommen (Drawing Hand).

Session: Die aktuelle oder letzte Pokersitzung, man hat z.B. eine lange Session gespielt.

Set: Ein Drilling (Monsterhand), wobei man mit einem Pocket-Pair eine Karte auf dem Board getroffen hat. Halten Sie nur eine Karte und das Paar befindet sich auf dem Board, haben Sie lediglich "Trips" - wobei der Kicker (also die Beikarte) dann oft eine Rolle spielen kann.

Setzrunde: Bei einer Setz- oder Wettrunde erfolgt die Abgabe von Einsätzen im Uhrzeigersinn, angefangen beim Spieler im Small Blind - preflop ist es der UTG-Spieler. Sollte es Einsätze, Erhöhungen oder weitere Erhöhungen geben, dann kann die Runde auch mehrmals um den Tisch gehen bevor die nächste Karte aufgedeckt wird. Beim Texas Hold'em Poker gibt es vier Wettrunden. Diese erfolgen nach: Austeilung der Pocket-Karten (Pre-Flop), dem Flop, dem Turn und dem River.

Shark: Ein sehr guter Spieler, meistens mit tight aggressiver oder semi-loose aggressiver Spielweise.

Sheriff: Einen aggressiven Spieler mit einer marginalen Hand runtercallen und den Sheriff (für den gesamten Tisch) spielen, um ihn oder sein Spiel zu kontrollieren.

Ship(pen): All-in gehen.

Shorthanded: Tische an denen nur wenige (3-6) Spieler spielen.

Short Stack(ed): Spieler mit wenigen Chips am Tisch, meistens kleiner als das 10fache des aktuellen Big Blinds. Der Spieler mit den wenigsten Chips ist der Short Stack am Tisch.

Show one, show all: Regel die besagt dass man seine Karten allen anderen Spielern am Tisch zeigen muss, wenn ein Spieler die Karten bereits gesehen hat.

Showdown: Nach der letzten Wettrunde müssen alle Spieler, die sich noch im Spiel befinden, ihre Karten aufdecken. So wird festgestellt wer der Gewinner ist.

Sick: Abfällige Bemerkung über ein "krankes" Spiel (sick game), eine unmögliche Kartenfolge oder einen Bad Beat.

Side Bet: Eine private Nebenwette über den Ausgang eines beliebigen Ereignisses, sei es in einer Hand am Pokertisch oder außerhalb.

Side Pot: Sind ein oder mehrere Spieler all-in gegangen und die verbleibenden Spieler geben weitere Wetten in den Pot, dann wird ein Side Pot generiert. Diesen Pot können die Spieler die zuvor All-In gegangen sind nicht gewinnen. Es kann auch mehrere Side Pots geben, wenn mehrere Spieler in verschiedenen Runden all-in gegangen sind.

Sign-up Bonus: Ersteinzahlungsbonus für Neukunden.

Sit'n Go (SNG): 1-Tisch-Turnier das stattfindet sobald z.B. 6 oder 10 Spieler Platz genommen haben. Es gibt auch Mult-Tisch SNGs die stattfinden, wenn sich z.B. erst 180 Spieler angemeldet haben.

Skill: Allgemeine Bezeichnung für spielstarken Pokerspieler, der viel Skill hat, siehe auch Edge.

Slowplay: Checken oder nur Callen obwohl man eine sehr starke Hand bzw. die Nuts hat, um in den späteren Wettrunden mehr Geld zu gewinnen oder Bluffs zu provozieren (Trapping oder Slowrolling).

Slowroll: siehe Slowplay.

Small Bet: Die Höhe des Einsatz in den ersten beiden Wettrunden.

Small Blind (SB): Der Grundeinsatz, den der Spieler direkt links neben dem Button erbringen muss, bevor seine Karten ausgeteilt werden. Der Small Blind ist in der Regel (nicht immer) die Hälfte des Mindesteinsatzes. Gleichzeitig bezeichnet Small Blind auch die Sitzposition eines Spielers.

Snap (Call): Ohne zu überleugen (aber aus Überzeugung) callen, weil man die Nuts oder "mit Sicherheit" eine bessere Hand als der Gegner hat.

SN: "Supernova" VIP-Status auf PokerStars.

SNE: "Supernova Elite" VIP-Status auf PokerStars.

Spades (Pik): Eine der Spielfarben.

Sell: Eine Hand zum bestmöglichen Preis "verkaufen" um so den Gewinn zu maximieren.

Soul Reader: Guter Spieler mit unglaublichen Reads.

Split Pot: Haben mehrere Spieler beim Showdown ein gleichwertiges Blatt, dann wird der Pot zwischen den Spielern aufgeteilt - bei High/Low-Spielen sind Split Pots dagegen die Regel.

SSS: Super Short Stack-Strategie, bei der man sich nur mit dem Minimum (10-20 Blinds) einkauft, dann nur Push or Fold spielt und manchmal auch direkt wieder den Tisch verlässt. SSS-Spieler sind meist eher lästig und sogar verhasst, weil Sie kein richtiges Poker spielen.

Stack: Anzahl der Chips oder Menge des Geldes am Tisch.

Stacken: Das Buy-in für einen Spieler bezahlen und ihn "stacken".

Stake: Höhe der Einsätze bzw. des Tisch-Limits (Table Stake) oder einen Stake (Anteil) an einem Turnier-Spieler kaufen.

Steal: Eine Pre-Flop Erhöhung mit dem Ziel die Blinds zu stehlen. In späteren Runden, eine Erhöhung mit dem Ziel den Pot zu stehlen.

Steaming: Siehe Tilt, wütend sein und übermäßig aggressiv spielen.

Stone Cold Air: Ein eiskaltes Nichts auf der Hand haben (und den Pot trotzdem gewinnen).

Stone Cold Nuts: Die eiskalten Nuts auf der Hand haben..

Stone Killer: Gefürchteter Top-Player, der durch seine tighte und aggressive Spielweise seine Gewinne maximiert.

Straddle: Der UTG Spieler in Cashgames hat manchmal die Möglichkeit zu straddeln, d.h. sich mit einen Einsatz in Höhe des doppelten Big Blinds dessen Position zu erkaufen. Oft in Home Games oder in Casinos praktiziert um Spiele actionreicher zu machen oder Image aufzubauen.

Straight Draw: Drawing Hand mit einer Karte (4 Outs) zu einer Straße.

Straight Flush: Straße in einer Farbe, wobei der beste Straight Flush der Royal Flush ist.

String Bet: Falsche Setzweise im Live Poker, bei der ein Spieler keine Aktion mündlich annonciert und eine unbestimmte Anzahl Chips nacheinander aus der Hand bzw. hinter die Betting Line fällen lässt. Der Dealer (insofern regelkonform agierend) zwingt den Spieler dann zu einer Min Bet oder zu einem Call.

Suckout: Verlieren wenn man preflop oder am Flop vorne liegt, Bad Beat kassieren

Suit: Einer der vier Spielfarben.

Suited: Zwei Hole Cards, die die selbe Farbe besitzen.

Suited Connector: Zwei Hole Cards, die die selbe Farbe besitzen und verbunden sind, z.B. Herz Sechs und Herz Sieben (abgekürzt 67s oder genauer 6h7h).

Swing: Bankroll vermehrt oder schmählert sich extrem, entweder Up- oder Down-Swing.

T

Table Captain: Ein aggressiver Spieler der sich für den Besten am Tisch hält (aber es nicht unbedingt ist).

TAG: Ein tight-aggressiver Spieler.

Tap: Checken oder tap the table (auf den Tisch klopfen), beim Live Poker auch als Anerkennung für eine gute Hand oder beim Abschied verwendet (Pokeretiquette)

Tell: Ein Spieler hat einen Tell, wenn er bei einer bestimmten Art von Hand immer das selbe "macht" und sein Blatt damit verrät. Bei Pokeranfängern im Live Poker ist ein Händezittern z.B. meistens eine Monster Hand, aber auch die Augen, Körperhaltung oder Setzgrößen können z.B. Tells sein.

Test Bet: Verhältnismäig kleiner Einsatz um zu testen oder rauszufinden was der Gegner hat, auch Information Bet genannt.

Texas Dolly: Kosename für die legendäre Starthand T2 von Doyle Brunson.

Three of a Kind: Allgemein für Drilling (genauer: Set oder Trips).

Tight: Ein Spieler der preflop allgemein wenige Hände spielt (15-25%). Bei einem tighten Spiel bzw. Tisch sehen nur wenige Spieler den Flop (<30%).

Tilt: Ein Spieler der übermäßig loose aggressiv spielt und ausrastet, weil er wegen vorangegangener Spielgeschehnisse wütend ist und nun "tiltet".

Tip: Trinkgeld in Casinos und Spielbanken, das dem Dealer (die oft nur von Tips leben) freiwillig bei einer gewonnen Hand gegeben wird, zumeist 1-2% des Pots.

Tischgeld: Stündliches Einsammeln von "Tischgeld" bei Live Pokertischen, was dann den Rake bzw. den Hausanteil am Pot ersetzt.

TOC: Tournament of Champions.

Token: Gutschein oder Ticket für ein Turnier,

Top Pair: Ein Paar bei dem eine Ihrer Pocket-Cards die höchste Karte auf dem Board trifft.

Top-Top (TPTK): Top-Pair mit Top-Kicker haben, z.B. mit A9 auf einem 953 Board.

Trap (Hand): Eine Falle stellen, z.B. durch Slow Play (Checken oder Callen) um später volle Auszahlung zu erhalten.

Trash (Hand): Müllhand, sehr schlechtes Startblatt.

Trips: Ein Drilling bei dem eine der Pocket-Cards ein Paar auf dem Board trifft (kein Set!).

Turn: Der Turn ist die vierte Gemeinschaftskarte auf dem Tisch und eröffnet die vierte Setzrunde, auch als "Vierte Straße" (Fourth Street) bekannt.

Two Pair: Zwei Pärchen.

U

UIGEA: Unlawful Internet Gambling Enforcement Act, Erläuterung siehe hier.

Underpair: Ein Pocket-Pair, das einen kleineren Wert hat als die niedrigste Karte auf dem Board - z.B. 33 als Startkarten und Q74 im Flop.

Underraise: Raise der kleiner als das Minimum ist (Spieler ist dann all-in) und somit anderen Spieler keinen Re-Raise ermöglicht.

Under the Gun (UTG): Spieler der preflop als erstes agieren muss (Spieler links neben dem Big Blind). Ein Spieler ist UTG+X wenn er X Positionen links vom UTG sitzt.

Unsuited: Offsuite, nicht von einer Farbe.

V

Value Bet: Ein strategisch und monetär vorteilhafter Einsatz, um mit marginalen oder mittelmäßigen Händen noch eine angemessene Auszahlung zu erhalten.

Varianz: Abweichung vom Erwartungswert bzw. Expected Value. Mit einer hohen Anzahl gespielter Hände (Sample Size) wird die Varianz "geglättet" und dem Erwartungswert angepasst. Durch aktives Bankroll Management wird die Varianz im Zaun gehalten um nicht broke zu gehen.

W

Währungskurs: Meistens ist dabei der aktuelle EUR/USD- oder EUR/GBP-Kurs an der Forex gemeint, zu dem momentan jene Devisen-Paare getauscht werden können. Ab einer bestimmten Bankroll könnten sich sog. Hedge-Geschäfte lohnen, bei denen Teile der Bankroll gegen Währungsschwankungen abgesichert werden, man spricht dann von Forex Trading oder allgemein Hedging.

Wertigkeit: Gibt den Wert einer Karte / eines Blatts in Relation zu den anderen Karten / Blättern wieder (z.B. ein Ass ist höher als ein Bube).

Wheel: Kleinstmögliche Straße von A bis 5, auch Bike oder Bicycle genannt.

Wild Card: Bei Kartenspielen ist der Joker eine Wild Card, bei Headsup-Turnieren kann man durch eine Wild Card kampflos eine Runde weiterkommen.

Winning Hand: Die Hand die nach dem River den Pot gewonnen hat.

Winning Player: Bezeichnung für einen guten Spieler oder Shark, der stetig gewinnt und sein Limit schlägt bzw. aufsteigen könnte.

Wired Pair: Ein beliebiges Pocket Pair.

WCOOP: World Championship Of Online Poker.

WPT: Die World Poker Tour ist einer der größten Pokerturniere der Welt.

Wrap Draw: Bezeichnung für eine starke Multi Drawing Hand bei PLO (oder PLO8), z.B. Flush Draw, Straight Draw und Full House Draw gleichzeitig (Im Omaha ist ein Set oder 2Pair nur ein Draw).

WSOP: Die World Series Of Poker ist das größte und prestigeträchtigste Pokerturnier der Welt. 

X

X-High: X steht für eine Karte die das High bildet, man hat also noch nicht mal ein Paar, z.B. King High.

Y

Yard: Im Spierlerjargon Kosename für $100.

Z

Z-Game: Spielttisch im Casino mit den kleinsten Einsätzen.

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