Bankroll Hedging

Wie umgehe ich Währungsverluste beim Pokern?

Letzte Aktualisierung: 14.02.2011

Beim Pokern dreht sich letzten Endes alles um die Bankroll, ist sie groß genug für das gespielte oder angestrebte Limit und vor allem wächst sie angemessen schnell und stetig durch Ihr solides Spiel? Was viele Spieler jedoch oft außen vorlassen ist der mögliche signifikante Einfluss von Währungsschwankungen auf die Poker Bankroll. An der Börse kann man durch sog. Hedging sein Depot vor derartigen Risiken absichern, diese Praxis bietet sich bei höheren involvierten Beträgen auch beim Pokern an und wird Bankroll Hedging genannt.

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel das Thema detailliert beleuchten und später auch einen international etablierten sowie Einsteiger-freundlichen Forex-Anbieter vorstellen, mit dem Sie Ihre Poker Bankroll oder zumindest den größten Teil davon hedgen, also vor Währungsschwankungen schützen können.

Auf den Pokerseiten dominieren meistens die USD-Tische, wobei man bei einem Multi Currency-Angebot als Faustformel davon ausgehen kann, dass 50% der Hände auf USD und der Rest verteilt auf EUR und GBP-Tischen gespielt wird. Weiterhin wird die gesamte Poker Bankroll meistens von Moneybookers oder Neteller aus in USD oder EUR verwaltet. Das sind alles Faktoren, die eine Rolle beim Bankroll Hedging spielen und auch fürs Hedging sprechen.

Innerhalb nur eines Jahres schwankte der EUR/USD-Kurs um 25 Cent, sowohl nach unten als auch nach oben (siehe Abbildung), das würde runde 20% Volatilität auf die eigene Bankroll bedeuten. Über einen 5-Jahreszeitraum betrachtet waren die Schwankungen sogar noch weit größer, hier sind bis zu 35% zu beobachten gewesen. So wären aus einer Einzahlung von z.B. 1.000 EUR ganz ohne eigenes Zutun im schlechtesten Fall nur noch 650 EUR geworden, falls Sie auf USD-Tischen inkl. Cashback bzw. Rakeback breakeven gespielt hätten.

Bankroll Hedging 1

Die wenigsten Spieler machen sich über solche Währungsschwankungen Gedanken, obwohl man sich ansonsten z.B. gewissenhaft den Themen Bankroll Management und Cashback- oder Rakeback-Berechnung hingibt und bei Turnieren um jeden Prozentpunkt ROI kämpft.

Glücklicherweise hat der gewiefte Spieler einige Optionen das doch beträchtliche Währungsrisiko so gut wie auszuschalten. Es gibt z.B. Pokerräume die wahlweise sowohl USD-Konten als auch EUR-Konten anbieten oder man die Möglichkeit hat beliebige Beträge zum aktuellen Kurs in EUR oder USD „umzuschichten“ (z.B. bei PokerStars).

Dies ist jedoch eher die Ausnahme als die Regel, von daher muss für die anderen Pokerseiten eine andere Lösung her, die den Namen FOREX (Foreign Exchange Market) zu Deutsch Devisenmarkt trägt. Genau wie Unternehmen hat auch der Privatmann die Möglichkeit sich gegen Währungsschwankungen abzusichern, indem er einfach eine entsprechende Gegenposition an der FOREX eingeht, man spricht wie bereits erwähnt vom sogenannten Hedge.

Beispiel: Sie haben bei Everest Poker eine Bankroll von glatt 2.000 USD. Würde nun der USD-Kurs um 10% fallen, was ohne weiteres möglich ist wie wir gesehen haben, sinkt Ihre Bankroll auf 1.800 USD, Sie verlieren also nur aufgrund von Währungsschwankungen 200 USD. Um diesen Verlust zu verhindern hätte man die 2.000 USD, die ja in Ihrem Besitz gewesen sind, gegen EUR verkaufen müssen.

Die Rechnung hierzu bei einem fiktiven EUR/USD-Kurs von 1,30 sieht wie folgt aus: Angenommen Sie besitzen auf einem Pokerkonto 2.000 USD, das wären rund 1.538 EUR. Um Ihre Bankroll abzusichern eröffnen Sie nun ein Forexkonto und verkaufen dort Ihre 2.000 USD gegen EUR, man spricht auch von „short“ gehen (das Gegenteil wäre „long“ gehen). Auf dem Forexkonto haben sie nun also 1.538 EUR. Nehmen wir an der EUR-Kurs steigt nun auf 1,40. Was ist nun passiert? Ihr Pokerkonto in USD ist auf umgerechnet 1.428 EUR gefallen, war einem Verlust von 90 EUR entspricht. Auf dem Forexkonto schließen Sie nun aber Ihre Position, sprich Sie kaufen die 2.000 USD wieder zurück, die Sie bei 1,30 verkauft bzw. geshortet haben. 2.000 USD kosten Sie nun aber nur noch 1.428 EUR, es bleiben Ihnen also noch genau die 90 EUR übrig, die Ihnen aufgrund der Währungsschwankung auf Ihrem Pokerkonto fehlen. Einfach gesagt: Sie haben 90 EUR Gewinn auf dem Forexkonto erzielt und damit den Währungsverlust auf dem Pokerkonto ausgeglichen. Genau so würde sich die Sache natürlich im Falle eines EUR-Verfalls auswirken, nur unter umgekehrten Vorzeichen.

Vielleicht denkt sich der ein oder andere Spieler jetzt, dass man fürs Hedging nochmal den gleichen Betrag seiner Bankroll (also in unserem obigen Beispiel nochmal 2.000 USD) auf das Forexkonto einzahlen muss – mitnichten! Die meisten Forexanbieter bieten Hebelgeschäfte an was sich so in der Branche etabliert hat, d.h. man muss nur einen Bruchteil des normal erforderlichen Kapitals als Sicherheit auf dem Forexkonto hinterlegen. Ein nicht unüblicher Hebel von 100:1 bedeutet zum Beispiel, dass nur ein Hundertstel der Summe erforderlich ist die normalerweise benötigt wird, man kann so mit 1 EUR z.B. 100 EUR „bewegen“ oder hedgen.

Diese potentiell wählbaren Hebel-Raten und auch die Gebühren, zumeist in Form des sog. Spreads, sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Ein sog. PIP ist die letzte Nachkommastelle eines Währungspärchens und die Anzahl PIPs zwischen Nachfrage- und Angebots-Preis sind dann der Spread oder die Gebühren wodurch der Forexanbieter sein Geld verdient, z.B. 6 PIPs Spread beim EUR/USD-Kurs von 1,3628 (Geldkurs) zu 1,3634 (Briefkurs).

Auf jeden Fall sollten Sie sich die Zeit nehmen, die mit dem Hebel verbundenen Risiken zu verstehen und ggf. entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können. Es gibt zum einen die sog. Margin (Hinterlegungssumme), eine Geldeinzahlung die Sie als Sicherheit tätigen müssen um mögliche zukünftige Verluste kompensieren zu können. Zum anderen gibt es den sog. Leverage (gehebelte Fremdfinanzierung), wobei Sie quasi ein kurzfristiges Darlehen von Ihrem Forexbroker bekommen, für das jedoch im negativen Szenario weitere Sicherheiten benötigt werden. An der Börse spricht man dann vom sog. Margin Call und der Broker verlangt einen Geldnachschuss um die aktuelle Long- oder Short-Position aufrecht erhalten zu können.

Vorsicht! Beachten Sie also, dass Sie mit einem größeren Hebel und somit einer höheren Kaufkraft nicht nur Ihre Profite, sondern gleichzeitig auch Ihre Verluste stark ausweiten können!

Falls Sie z.B. nur Bargeld in Höhe von 25 USD als Margin hinterlegt haben und mit einem Leverage von 400:1 handeln wollen, könnten Sie bis zu 10.000 USD (= ein Mini Lot, ein Standard Lot wäre 100.000 USD) an Währungen kaufen, da Sie lediglich 0,25% des Kaufpreises als Kreditsicherheit hinterlegen müssen. Aufgrund dessen können Sie sich sicherlich vorstellen, warum man an Finanzmärkten von Zeit zu Zeit von platzenden Spekulationsblasen spricht. Bewegt sich der Kurs im obigen Beispiel nun aber in die „falsche“ Richtung, können 25 USD schneller verloren sein als man die nächste Hand spielen kann.

Soll die eigene Bankroll also vor Währungsverlusten geschützt werden, sind auf jeden Fall ein geringer bzw. angemessener Hebel und genug Polster an Kapital zu empfehlen. Eine 1.000 USD Bankroll könnte man z.B. mit 100 USD und einem Hebel von 1:10 hedgen, hier würde genügend Spielraum bestehen um kurzfristige Kursschwankungen ggf. auszugleichen oder die hinterlegte Margin ggf. anzupassen.

Wir hoffen das heikle Thema Bankroll Hedging und die damit verbundenen Risiken ausreichend beleuchtet und erläutert zu haben, wobei dieser Artikel natürlich keine Aufforderung sein soll mit spekulativem Forex-Trading zu beginnen! Je größer Ihrer Poker Bankroll ist, desto eher lohnt sich auf jeden Fall das leicht gehebelte Hedging.

Nachfolgend möchten wir Ihnen nun einen international etablierten und Einsteiger-freundlichen Forexanbieter vorstellen, mit dem Sie in deutscher Sprache und niedrigen Gebühren Ihre Poker Bankroll gegen Währungsschwankungen absichern können, es handelt sich dabei um „eToro“.

Bankroll Hedging: etoro

etoro

Homepage: www.etoro.de

Der Forex-Broker eToro firmiert seit 2006 in Europa unter dem Dach der Retail FX Ltd., welche im Bereich Risk Management seit über 10 Jahren tätig und in 40 Ländern zugelassen ist. Das international ausgerichtete Unternehmen hat seinen Sitz auf Zypern, unterliegt dort der Bundesbörsenaufsichtsbehörde und gleichzeitig auch allen anderen europäischen Finanzmarktaufsichten. Die Dienste von eToro werden zurzeit in 12 europäischen Ländern angeboten, in den USA und Australien bestehen Angebote über Tochterunternehmen.

Durch die benutzerfreundliche Oberfläche und die grafischen Darstellungsmöglichkeiten der eigenen Handelsaktivitäten ist eToro hervorragend für Einsteiger und Anfänger geeignet. Dazu kommen Punkte wie ein kostenloses Trainingskonto und die äußerst geringe Erstinvestition für das Echtgeldkonto, man kann bereits mit 50 EUR loslegen. Selbstverständlich fallen außer der äußerst günstigen Handelsspanne keine weiteren Gebühren an, das EUR/USD-Paar kann ab 2 PIPs Spread gehandelt werden. Der Hebel (Leverage) reicht von 1:5 bis 1:400 und ist frei wählbar. Während der Handelszeiten steht Ihnen auch ein Livechat von Montag bis Freitag zwischen 06:00 und 22:00 GMT zur Verfügung. Bei eToro gibt es keinen Dealing-Desk, d.h. die Trading Orders werden vollautomatisch online ausgeführt. Weitere anfängerfreundliche Faktoren sind kostenlose Devisenhandels-Kurse, Live Charts mit Indikatoren, Live Wirtschaftsnachrichten, persönliche Ansprechpartner, individuelle Schulungen, Videotutorien, Trainingsforen, Mobile Trading, drei verschiedene Loyalitäts-Level, Zugang zum Privatchat der Händler und kostenlose Teilnahme an Handels-Wettbewerben. Ein besseres Angebot von einem etablierten Forex-Broker werden Sie zurzeit wahrscheinlich nicht finden können!

Auf den nachfolgenden zwei Abbildungen können Sie einen Eindruck von dem gewinnen, was Sie beim WebTrader von eToro erwarten können.

Bankroll Hedging 2

Bankroll Hedging 3

Wenn Sie sich jetzt bei eToro anmelden erhalten Sie einen Ersteinzahlungsbonus zwischen $25 pauschal und 10% bis $8.000, der sich nach der Höhe Ihrer allerersten Einlage richtet. Der Bonus wird nur einmal pro Konto, Person, Haus oder Umgebung bzw. Computer gutgeschrieben.

Ersteinzahlungsbonus:

Ihre EinlageIhr Bonus
$100-$399$25
$400-$999$100
$1.000-$4.999 $250
$5.000-$9.999$500
$10.000-$19.999$1.000
$20,000 und mehr 10% (bis $8.000)

Sie können Ihr Konto entweder per Kreditkarte (VISA, MasterCard, Diners Club) oder via Sofortüberweisung, PayPal, Neteller, Moneybookers, Western Union oder MoneyGram aufladen. Auszahlungen erfolgen zumeist nach dem Prinzip FirstIn-FirstOut und können bis zu 5 Tage dauern sowie je nach Betrag 5, 10 oder $25 kosten.

Der Kundenservice von eToro gilt als vorbildlich, von Montag bis Freitag steht er den Händlern zwischen 6:00 und 22:00 GMT im LiveChat zur Verfügung und deutsche Kunden können zum Normaltarif die Hotline 0221-37050002 anrufen. Weiterhin gibt es auch ein Email-Kontaktformular.

Durch kontinuierliches Forex Trading (Anzahl Lots pro Quartal und Gesamteinzahlungshöhe) können Sie längerfristig eine von drei möglichen Loyalitäts-Stufen (Silber, Gold und VIP) erreichen und dadurch Reload Boni sowie spezifische Kundenvorteile erhalten

Abschließend sei noch erwähnt, dass der Devisenmarkt immer von Sonntag 22:00 bis Freitag 21:00 GMT geöffnet ist, d.h. nur am Wochenende ist Ihre Poker Bankroll vor dem Einfluss von Währungsschwankungen geschützt. Bedenken Sie: Je größer Ihre Poker Bankroll, desto eher lohnt sich ein Forexkonto und aktives Bankroll Hedging! Selbstverständlich sollten Sie anfänglich nur mit dem kostenlosen Trainingskonto üben und auch den Starter- bzw. User-Guide von eToro studiert haben, bevor Sie dann Ihre ersten realen Hedge-Trades tätigen. Wir wünschen Ihnen nun viel Erfolg bei eToro und dem Hedgen Ihrer Poker Bankroll!

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