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Letzte Aktualisierung: 26.01.2011
Die Badugi Spielregeln sind vielleicht für den ein oder anderen Spieler etwas ungewöhnlich, generell hat Badugi aber schon eine Menge Spaß zu bieten. Die Pokervariante Badugi kommt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und ist eine Form des Draw Poker, die z.B. auch online bei PokerStars gespielt werden kann. Wie bei den anderen Lowball-Varianten gewinnt auch beim Badugi das niedrigste Blatt. Die Rangfolge der Blätter ist hier allerdings gänzlich anders als bei den meisten anderen bekannten Pokerspielen: Die besten Blätter sind diejenigen ohne Paare und mit vier möglichst niedrigen Karten von jeweils anderer Farbe – bekannt als Badugi. Das bestmögliche Blatt bzw. Badugi ist 4-3-2-A („rainbow“).
Wie bei Texas Hold‘em müssen zwei Spieler in einer Runde die Pflichteinsätze bringen, die sogenannten Blinds. Der Spieler links vom Dealer setzt den Small Blind, der Spieler einen Platz weiter den Big Blind. Badugi wird entweder in der Fixed Limit- oder actionreichen Pot Limit-Variante gespielt.
Jeder Spieler erhält zunächst vier verdeckte Karten als Starthand, dann folgen drei Tausch- und Setzrunden. In der ersten Runde kann jeder Spieler seine Hand zunächst folden, callen oder raisen. Die Spieler die dann noch dabei sind, haben jetzt die Gelegenheit zum sogenannten ersten „Draw“, wobei keine oder bis zu vier Karten getauscht werden können.
Bei der PokerStars Software wird hierzu einfach auf die Karten, die man tauschen möchte und anschließend auf den Button „Abwerfen“ geklickt. Nach dem Draw folgt eine weitere Setzrunde. Anschließend erfolgt die dritte und letzte Tausch- und Setzrunde. Wenn bis zu diesem Zeitpunkt noch zwei oder mehr Spieler in der Hand sind, kommt es zum Showdown und der Spieler mit dem niedrigsten Blatt gewinnt den Pot.
Badugi-Blätter werden immer nach ihrer höchsten Karte gewertet, dabei zählen Asse immer als 1, also als niedrigste Karte, Straights werden ignoriert. Ein Spieler, der 9-8-4-3 in verschiedenen Farben hält (sog. „Nine-Badugi“), verliert z.B. gegen einen Gegner der 8-7-3-2 („Eight-Badugi“) in ebenfalls verschiedenen Farben hat. Haben beide Gegner die gleiche höchste Karte, dann zählt die nächst höhere Karte usw. Kommt es zum Showdown und keiner der Spieler hat einen Badugi auf der Hand, dann gewinnt derjenige Spieler den Pot, der das beste Blatt aus drei oder zwei Karten bilden kann.
So würde z.B. Herz 6 - Karo 4 - Pik 3 - Herz Ass (zweimal Herz, das höchste Herz wird ignoriert, sodass 4-3-A-x übrig bleibt) als "Three Card Four" gegen jedes Badugi verlieren. Allerdings würden dieselben Karten gegen Herz 7- Karo 5 - Karo 4 - Pik 3 als "Three Card Seven" gewinnen: das höchste Karo wird ignoriert, also 7-4-3-x - ein Drei-Karten-Blatt mit 7 als höchster Karte.
Beim Badugi spielen die Auswahl der Starthände, die Pot Odds während einer Setzrunde und die Position (vor allem in der Variante Pot Limit) wichtige Rollen in der Spielstrategie. Als Spieler der als Letzter am Zug ist, hat man die Chance die meisten Infos über die eventuellen Blätter der Gegner zu sammeln und die Potgröße zu kontrollieren. Hierbei ist besonders auf die Anzahl der abgeworfenen Karten der Gegenspieler und die Betting Action zu achten. Falls ein Gegner z.B. zunächst gecallt und drei Karten getauscht hat (looser Spieler) kann man davon ausgehen, dass er auf keiner starken Hand sitzt. Tauscht jemand jedoch z.B. nach dem zweiten Draw keine Karte mehr, hat er in der Regel bereits ein Badugi-Blatt. Beim letzten Draw könnte der Gegner allerdings auch „Stand Pat“ stehen um einen Bluff zu versuchen.
Es ist allgemein empfehlenswert Badugi „tight aggressive“ zu spielen, d.h. den Pot nur mit soliden Starthänden betreten und dann die Kontrolle unter Berücksichtigung der Pot Odds und Gegner (loose/tight und passive/aggressive) sowie dessen Anzahl zu übernehmen. Als gute Starthand zählt zunächst jedes fertige Badugi, das sie bereits vor dem ersten Draw raisen können bzw. sollten. Weiterhin sind 4 Karten unter 7 eine sehr gute Starthand und jede 3-Card-Hand mit höchster Karte 8 ebenfalls gut spielbar.. Bei loosen oder schwachen Gegnern kann man das Glück auch mit guten 2-Card-Händen mit 5 als höchster Karte herausfordern – das soll jedoch lediglich eine Faustformel und Starthilfe sein. Um ein Gefühl für das Spiel zu bekommen, sollten Sie zunächst die Badugi-Tische bei Poker Stars beobachten und die Starthände bzw. Spielweisen der Winning Player studieren. Danach können Sie an den Playmoney- oder Low Limit-Tischen Ihre ersten Erfahrungen mit Badugi sammeln und den Spaß finden, den dieses Spiel zweifelsohne bieten kann..
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