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Beitragvon Cashmandt » Dienstag 30. Oktober 2007, 16:45

Wettbetrug im Tennis - Auch Clement bestätigt Offerte

Die Enthüllungen um vermeintliche Wettmanipulationen auf der Tennistour reißen nicht ab: Nach der Offenbarung des Briten Andy Murray, auf der Tour "weiß jeder", dass es Korruption gibt, hat nun auch Arnaud Clement zugegeben, ein finanzielles Angebot für eine absichtliche Niederlage bekommen zu haben.

Das erklärte der französische Profi nach seiner Erstrunden-Niederlage beim Masters-Series-Turnier in Paris. Clement betonte jedoch, er habe "nicht eine Sekunde gezögert und das Angebot abgelehnt". Näher wollte der Australian-Open-Finalist von 2001 nicht auf den Zwischenfall eingehen, weil er Konsequenzen befürchtet. "Es ist mir passiert, aber ich sage nicht, wo und unter welchen Umständen", sagte der 29 Jahre alte Clement, "so ein Angebot anzunehmen würde bedeuten, man betrügt den Sport."

"Ernsthaftes Problem"

Clements Aussage passt zu den jüngsten Meldungen, nach denen Wettbetrüger auch bei den Grand-Slam-Turnieren Manipulationsversuche unternommen haben sollen. "Wir sehen dies als ernsthaftes Problem an", bestätigte Christian Bimes, der Präsident des französischen Tennisverbandes, "wir müssen sofort handeln und genauso hart durchgreifen wie beim Doping."

Vertreter der Spielergewerkschaften ATP und WTA, des Weltverbandes ITF und der Organisatoren der Grand-Slam-Turniere haben sich bereits zusammengesetzt und denken sogar über die Gründung einer Kommission zur Bekämpfung von Korruption und Wettbetrug nach.

Kontrollen in Paris

Bei der Veranstaltung in Paris beobachtet der französische Wettanbieter Francais des Jeux (FdJ) erstmals ganz besonders intensiv die Wettaktivitäten und überwacht Wettmuster von vier nationalen Lottogesellschaften aus Schweden, Dänemark, Slowenien und der Schweiz.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Top-10-Spieler so ein Angebot annimmt, aber es ist auch schwer vorstellbar, dass Menschen zu Turnieren gehen und solche Angebote überhaupt machen", meinte Clement, der einräumte, dass Spieler in finanziellen Schwierigkeiten durchaus anfällig sein könnten für verbotene, finanzielle Verlockungen.

Dawidenko im Zwielicht

Beim ATP-Turnier im August im polnischen Sopot waren bei einem britischen Wettanbieter auf den Ausgang der Partie zwischen dem Russen Nikolaj Dawidenko und dem Argentinier Martin Vassallo Arguello auffällig hohe Summen gesetzt worden. Dawidenko, der das Spiel vorzeitig aufgegeben hatte, wies jegliche Manipulations-Verdächtigungen von sich und beteuerte stets seine Unschuld.

Beim Turnier in der vergangenen Woche in St. Petersburg wurde er von der Spielervereinigung ATP wegen mangelnden Engagements in seiner Begegnung gegen den Kroaten Marin Cilic mit einer Geldstrafe von 2.000 Dollar belegt.

http://www.n-tv.de/872888.html
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Beitragvon Ska Piter » Dienstag 30. Oktober 2007, 18:28

Also,so ein Blödsinn :eek:

Wenn das irgendwelche Spieler machen, dann nicht die TOP 10 Leute, da sie ja Millionen verdienen,und so was echt keiner nötig hat, vor allem Dawidenko nicht.
Vlt solche Spieler wie Clement oder so, die in der zweiten Reihe sitzen und nie vorne zu finden sein werden, dazu versucht er ja auch noch die Schatten auf andere abzuwerfen. :hmpf:

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Beitragvon Cashmandt » Montag 5. November 2007, 11:57

Deutsche Profis sollen in Wettskandal verwickelt sein


Auch deutsche Profis sollen in den möglichen Wettskandal im Welttennis verwickelt sein. Das behauptet laut WDR ein namentlich nicht bekannter deutscher Top-Spieler in einem Beitrag der Sendung "sport inside". Der als Insider bezeichnete Akteur wird sich am Montag freilich nicht zu erkennen geben, wie ein Sprecher der WDR-Redaktion erklärte. In dem Gespräch, als Kurzfassung am Sonntag in der ARD-Sportschau, behauptet der anonyme Zeuge, der auch an ATP-Turnieren teilgenommen haben soll, dass aktive Tennisspieler bei internationalen Turnieren in der "Players Lounge" ungehindert Tenniswetten vorgenommen hätten. Der Weltverband verbietet dies unter Androhung einer Sperre auf Lebenszeit.


Thomas Haas verlangt Namen
"Ich halte das leider sehr wohl für möglich", sagte Thomas Haas dazu, der sich allerdings nicht weiter an der Diskussion beteiligen kann und will: "Mich hat noch nie jemand angesprochen, ich hätte denjenigen auch sofort enttarnt. Nur schonungslose Offenheit kann Licht in diesen Sumpf bringen." Die deutsche Nummer forderte: "Es wird Zeit, dass endlich Namen genannt werden. Jeden Tag kommt einer daher und erzählt irgendwas: Murray, Eschauer, Llodra, Clement, jetzt schon ein Anonymus. Ich sage denen: Werdet konkret, dann kann man auch was Konkretes unternehmen. Dieses ganze Geschwätz hilft uns nicht weiter."

"Gewisse Ergebnisse erstaunen"
Es sei allerdings schon manchmal so, sagte Haas, "dass einen gewisse Ergebnisse erstaunen. Was da zum Beispiel bei den French Open 2005 für Summen auf Mariano Puerta gesetzt wurden, da habe ich manchmal gedacht, das kann doch gar nicht sein. Dann steht der Puerta plötzlich im Finale gegen Nadal und verliert zwei Wochen später glatt gegen Lars Burgsmüller. Da denkst du dir schon deinen Teil." Immer mal wieder gebe es solche Situationen, in denen spekuliert werde: "Aber bewiesen hat man bisher noch keinem was, und damit das endlich mal passiert, müssen Namen auf den Tisch."

Vermutlich weniger bekannte Tennis-Profis
Nach Angaben des deutschen Spielers, der aus Angst vor Repressalien unerkannt bleiben will, sollen die Akteure mit den Wetten ein Vielfaches ihres Preisgeldes eingenommen haben. Das lässt den Schluss zu, dass es sich vermutlich um weniger bekannte Profis handelt. Von einem seiner Landsleute will er zudem während eines Turniers gebeten worden sein, für ihn als Strohmann zu agieren und eine fünfstellige Summe auf dessen Spiel zu setzen.

Man kann dem Spieler auf dem Platz nichts nachweisen
Im Zuge dieser Wettbetrügereien würden vor allem in den entscheidenden Sätzen Aufschlagspiele absichtlich verloren oder eine hohe Zahl an Doppelfehlern produziert. Auch das hält Haas für denkbar: "Du kannst wahrscheinlich verdammt viel Kohle beim Wetten gewinnen, und wer kann einem Spieler schon eindeutig nachweisen, dass er mit Absicht im letzten Satz plötzlich einbricht oder einen Doppelfehler nach dem anderen serviert. Das geht im Tennis leider nicht."

Patrik Kühnen reagiert skeptisch
Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen reagierte verhalten und skeptisch auf die angeblichen Enthüllungen. "Ich kann mir ganz ehrlich beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein deutscher Spieler in Wettmanipulationen verwickelt ist", sagte der 41-Jährige. Dennoch sei es ein "beunruhigendes Thema, das unseren Sport ernsthaft bedroht". Fakt sei aber auch, dass es nicht einen einzigen bewiesenen Fall gebe. Kühnen: "Die ATP hat ja ihre kompromisslose Haltung in der Sache mehrfach betont. Es geht um die moralische Einstellung der Spieler, von denen hoffentlich keiner für so was seine Karriere riskiert."


140 verdächtige Matches
ATP-Präsident Etienne de Villiers hat überführten Tätern eine sofortige lebenslange Sperre angedroht. Dem WDR liegt nach eigenen Angaben eine Liste von 140 verdächtigen Matches vor, die von der Spielerorganisation ATP derzeit geprüft werde. Auf der Liste, die von einem britischen Buchmacher und intimen Kenner der Szene erstellt worden sein soll, tauchten Spiele im Zeitraum zwischen dem 22. Juli 2002 und dem 21. September 2007 auf. Laut WDR sollen auch sieben deutsche Topspieler auf der Liste stehen, zwei von ihnen hätten die betreffenden Spiele verloren. Insgesamt würden 154 Spieler und 11 Spielerinnen benannt. In der Aufstellung würden auch 17 Grand Slam Matches in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York genannt.

Aufklärung gefordert
"Die ATP muss ganz drastisch an der Aufklärung dieser Sache arbeiten", sagte Haas: "Sie haben uns zwar schon im März in Key Biscayne drakonische Strafen angedroht, aber wirklich etwas getan haben sie nicht." Haas ist die ganze Thematik jedenfalls äußerst suspekt: "Schon der Gedanke daran, absichtlich ein Match zu verlieren, macht mir Angst. Ich käme mit meinem schlechten Gewissen überhaupt nicht klar."

Bewusst einkalkulierte Niederlagen
Der Tennis-Insider benenne überdies ein internationales Match, von dem in der Tennis-Szene bekannt sei, dass es manipuliert worden ist, und bei dem hohe Summen bei internationalen Wettbüros aus dem Umfeld der Spieler gesetzt worden seien. Spiele würden abgesprochen und Aufschlagspiele absichtlich verloren. Selbst bei Grand-Slam-Turnieren gäbe es bewusst einkalkulierte Niederlagen.

http://onsport.t-online.de/c/13/28/41/10/13284110.html
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Verdacht auf Manipulation bei 26 Spielen

Beitragvon Cashmandt » Sonntag 2. Dezember 2007, 00:56

Verdacht auf Manipulation bei 26 Spielen

Europas Fußball droht ein neuer Wettskandal: Laut einer vertraulichen Liste stehen 26 Spiele in europäischen Fußball-Wettbewerben unter Manipulationsverdacht. Im Zentrum der Wettmafia stehen nach SPIEGEL-Informationen Betrüger aus Asien.

Hamburg - Dem SPIEGEL zufolge stehen auf der Uefa-Liste zwölf Qualifikationsspiele für den Uefa-Cup, acht UI-Cup-Spiele, drei Qualifikationsspiele für die Champions League, zwei Uefa-Cup-Spiele und ein Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft im kommenden Sommer.

5 der fraglichen Begegnungen fanden in der laufenden Saison statt, elf weitere wurden der Uefa von Wettüberwachern von Juli 2005 bis November 2006 gemeldet. Die überwältigende Mehrheit der Vereine, denen Manipulation unterstellt wird, kommt aus Ost- und Südosteuropa (unter anderen Bulgarien, Georgien, Serbien, Kroatien und dem Baltikum).

Die Uefa hat sich wegen des Betrugsverdachtes an die europäische Polizeibehörde Europol gewandt, weil der Verband die "Integrität unserer Wettbewerbe in Gefahr" sieht und mit den eigenen Sanktionsmöglichkeiten bei der Bekämpfung der Korruption an seine Grenzen stößt.

Laut SPIEGEL reisten Anfang November fünf Funktionäre in die Europol-Zentrale nach Den Haag und übergaben ein 96 Seiten umfassendes Dossier. Am Beispiel von vier Europapokal-Spielen aus diesem Sommer wird darin detailliert beschrieben, mit welchen Methoden Wettbetrüger die Ergebnisse manipuliert haben sollen.

Das Zentrum der Wettmafia sieht die Uefa in Asien. Anders als in Europa, wo Zocker sich häufig ausweisen müssen, die Einsätze vielerorts auf dreistellige Euro-Summen begrenzt sind und Hightech-Betriebe wie Betradar innerhalb weniger Sekunden verdächtige Quotenbewegungen feststellen und Alarm schlagen können, kennt die Wett-Szene in Fernost praktisch keine Beschränkungen. Ein Paradies für Betrüger.

Millionengewinne möglich

"Leute, die ein Spiel verschoben haben, können leicht ein bis zwei Millionen Euro pro Spiel setzen und einen Gewinn in etwa gleicher Höhe damit erzielen", heißt es in dem Dossier. "Bei bedeutenderen Turnieren kann die Summe ungleich höher sein."

Die Uefa hofft, dass Europol den Komplex Wettmanipulation im Profisport in die Octa aufnimmt, eine Bedrohungs- und Gefährdungsanalyse zur Organisierten Kriminalität. Sie wird jährlich erstellt und legt langfristig Prioritäten bei der internationalen Verbrechensbekämpfung fest. Bereits Anfang Oktober hatten Uefa-Vertreter beim Wiesbadener Bundeskriminalamt in der Abteilung Organisierte Kriminalität vorgesprochen.

Fußballwetten zur Geldwäsche

Damals ging es um einen engeren Austausch mit den Ermittlern. Die Europol-Beamten interessieren sich besonders für das Thema Geldwäsche. Es besteht kein Zweifel daran, dass Wettmanipulation der geradezu perfekte Weg ist, Einnahmen aus dem Drogenhandel, der Prostitution oder aus Waffengeschäften mühelos zu vervielfachen und ungehindert in Umlauf zu bringen.

Europas Fußball war in den den vergangenen Jahren immer wieder mit Wettbetrug konfrontiert worden. Im Sommer 2004 wurden drei italienische Fußballclubs mit Punktabzug und Geldstrafen belegt. In Deutschland mussten der Schiedsrichter Robert Hoyzer und der kroatische Wettpate Ante Sapina Ende 2005 ins Gefängnis, weil sie gemeinsam Spiele verschoben hatten. Im tschechischen Fußball wurden im Oktober dieses Jahres sieben Schiedsrichter und drei ehemalige Funktionäre verurteilt, weil sie ebenfalls Spiele manipuliert hatten. Insgesamt sind seit der Jahrtausendwende 20 Skandale offen gelegt worden.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 32,00.html
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Wenn Verlierer die Gewinner sind

Beitragvon TheFolder » Donnerstag 17. Januar 2008, 11:33

Wenn Verlierer die Gewinner sind
Wettskandale halten die Sportwelt in Atem, meist bleibt es aber nur beim Verdacht auf Spielabsprachen


Wien. Ein Gespenst geht um im Tennis-Zirkus. Zahlreiche Spieler berichten von mysteriösen Anrufen und unlauteren Angeboten. Und der Brite Andy Murray sagt sogar: "Jeder weiß, dass es passiert." Die Rede ist von Wettbetrug im Tennis, im weißen Sport, in dem es für die Top-Spieler Millionen zu verdienen gibt. Allerdings nur bei Siegen, normalerweise.

Auch die Franzosen Arnaud Clement und Michael Llodra wurden bereits von mutmaßlichen Betrügern angesprochen, ebenso die Brasilianer Flavio Saretta und Marcos Daniel sowie der Österreicher Werner Eschauer. "Es ist kein Gerücht", sagt der Niederösterreicher.

Es gibt die Aussagen einiger Tennisprofis, und es gibt einen konkreten Verdacht. Dieser richtet sich gegen den Russen Nikolaj Dawidenko, einen der besten Spieler weltweit. Im August 2007 hatte der in Österreich lebende Preisgeld-Millionär in Sopot gegen den Argentinier Martin Arguello den ersten Satz klar gewonnen. Dann gingen hohe Einsätze auf eine Niederlage des Russen ein, und tatsächlich: Dawidenko verlor den zweiten Satz und gab auf. Bewiesen ist nichts, Dawidenko dementiert jegliche Schuld.

Kurz vor Weihnachten hat dann die ATP drei italienische Spieler wegen illegaler Wetten gesperrt, darunter den Top-30-Spieler Potito Starace. Nicht wegen Betrugs. Starace hatte bei fünf Wetten insgesamt 90 Euro gesetzt, das ist Tennisspielern verboten.

Die Sensibilität der Verbände ist derzeit enorm, nicht nur im Tennis. Der Fußball wird schon seit Jahrzehnten immer wieder von Wettskandalen erschüttert. Doch bisher – soweit zumindest bekannt – waren es eher einzelne Täter, die in ihren jeweiligen Ländern Spiele geschoben haben.
Syndikate im Osten

Durch das Aufkommen der Sportwetten-Anbieter im Internet kann nun von überall für alles gewettet werden. In Asien und Südosteuropa werden große Syndikate vermutet, die systematisch Fußball- und eben auch Tennisspiele manipulieren.

Der europäische Fußball-Verband Uefa hegt nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" einen Manipulationsverdacht bei mindestens 15 Europacup-Partien in dieser Saison. Europol soll bereits ermitteln. Beweise finden sich meist nur schwer, in der Regel bleibt es bei Verdachtsmomenten.

Deutschland hat durch die Hoyzer-Affäre vor zwei Jahren den bisher schwersten Fall von Wettbetrug erlebt. Zumindest fünf Spiele, wohl aber noch deutlich mehr wurden von Schiedsrichter Robert Hoyzer manipuliert. Der eben nicht Unparteiische wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt. Außerdem läuft ein vom deutschen Fußballverband angestrebter Schadenersatzprozess, in dem es um 1,8 Millionen Euro geht. Ein Urteil wird für März erwartet.

Im vergangenen Jahr kam dann ein zweiter Betrugsskandal in Hessen ans Licht. Die meisten Spielabsprachen waren dort allerdings gescheitert. In diesem Fall, der auch seine Kreise nach Österreich zog, ist noch kein rechtskräftiges Urteil gesprochen.

In Albanien sorgte Anfang Dezember Ministerpräsident Sali Berisha für Aufregung. Nach dem Scheitern in der EM-Qualifikation bezeichnete der Politiker den Fußball-Verband als "Mafia-Organisation". Und Sportminister Ylli Pango beschuldigte den Verband, die Spiele gegen Weißrussland (2:4) und Rumänien (1:6) verkauft zu haben. Betrugsskandale gab es auch in Tschechien, der Türkei, Belgien und Italien.
Auch USA betroffen

Das Internet mit seinem breiten Wettangebot macht es Betrügern leicht, zu manipulieren. Es kann nicht nur auf Siege und Niederlagen, sondern auch auf Gelbe und Rote Karten oder auf die Anzahl der Elfmeter gesetzt werden. So braucht es nicht eine gesamte Mannschaft, häufig genügt schon ein einziger eingeweihter Spieler oder Schiedsrichter, um Wetten zu einem lukrativen Geschäft zu machen.

Auch in den USA sorgte im Vorjahr ein Wettbetrug für Aufregung. Der Basketball-Referee Tim Donaghy bekannte sich vor Gericht schuldig, zwei NBA-Partien manipuliert zu haben. Er drohte, andere Schiedsrichter zu nennen, die sich des selben Delikts schuldig gemacht hätten. Bisher blieb es bei der Drohung. Dennoch: In der NBA ist nichts mehr, wie es war.
Wissen: Sportwetten

(sir) Organisierte Sportwetten haben eine lange, über Jahrhunderte zurückgehende Tradition, vor allem in England. Dort dienten sie bei Pferderennen einerseits dazu, die Besucher zu unterhalten, andererseits finanzierte man dadurch auch die Rennen selbst. In Österreich fand 1926 erstmals ein Pferderennen statt.

Die Quoten wurden entweder durch Buchmacher zu festen Quoten angeboten oder mittels Totalisator bestimmt. Bei diesem Verfahren, das auch heute noch bei Pferderennen in Österreich üblich ist, wetten die Teilnehmer gegeneinander. Je mehr Wett ende auf einen bestimmten Ausgang setzen, desto geringer wird die Quote.

Auch beim Fußball dauerte es nicht lange, bis gewettet wurde. Ausgehend von England wurden Toto -Systeme in Europa installiert, Österreich folgte im Jahr 1949. Das Sport-Toto ist – bis heute – staatlich organisiert, Teile der Gewinne fließen an den Sport zurück.

Mittlerweile hat das Toto aber an Bedeutung verloren. Ein Hauptgrund dafür ist das Aufkommen der Fußball-Wetten von privaten Firmen zu fixen Quoten . Früher konnte man nur in speziellen Lokalen Wetten platzieren, heute gibt es eine Vielzahl von Anbietern im Internet.

Dabei werden bei dieser neuen Form gar keine fairen Wetten angeboten – zumindest im mathematischen Sinn. Denn der addierte Kehrwert der Quoten, also die Summe der Wahrscheinlichkeiten, liegt stets bei etwas mehr als 1. Was sich hinter dem Komma befindet, ist die langfristige Gewinnspanne der Unternehmen. Die meist aus Steueroasen agierenden Internet-Firmen können mit einer geringeren Gewinnspanne kalkulieren und dadurch bessere Quoten anbieten.

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... rentpage=0

Die gestiegene Konkurrenz durch das Internet führte auch zu einem breiteren Angebot. Wetten kann man mittlerweile auf fast jede Sportart – von Futsal bis Darts.

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Versteckt sich der Wettpate in Malaysia?

Beitragvon TheFolder » Sonntag 31. August 2008, 19:33

Versteckt sich der Wettpate in Malaysia?

31. August 2008, 15:01 Uhr

Das Manipulationsnetz des in Deutschland schon einmal rechtskräftig verurteilten Wettpaten William Bee Wah Lim ist ebenso undurchsichtig wie seine Biografie. Seit Januar wird er wieder mit Haftbefehl gesucht, weil er gegen die Meldeauflagen der Polizei verstoßen hat.

Akkurat geschnittenes, leicht ergrautes Haar, Nadelstreifensakko. William Bee Wah Lim sieht aus wie ein ehrenwerter Repräsentant eines fernöstlichen Elektronikkonzerns. Tatsächlich ist der kleine Mann aus Malaysia eine große Nummer im internationalen Wettgeschäft. Ein professioneller Zocker, der bereits wegen „Verabredung zum gewerbs- und bandenmäßigen Betrug“ rechtskräftig verurteilt wurde.

Das Manipulationsnetz des Wettpaten ist ebenso undurchsichtig wie seine Biografie. Als er Anfang März 2006 nach dem Hinweis eines Spielers vom Regionalligaklub Eschborn und den anschließenden Ermittlungen festgenommen wurde, konnte seine Identität nicht zweifelsfrei geklärt werden. Lim gab sich als Witwer aus, der 1989 nach Deutschland gekommen war, gelernter Tischler sei und als Koch gearbeitet hatte, bevor er ein China-Restaurant geführt habe. Tatsächlich trat er auch unter den Namen Gan Soon Hong, Teo Seg Moa oder Limin Zhu auf. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden Ermittler drei Pässe mit unterschiedlichen Staatsbürgerschaften und Geburtsdaten.

Laut „Spiegel“ hat Lim 1992 bei der Spielbank Baden-Baden ein Depot mit 1,2 Millionen D-Mark angelegt und in der Folgezeit vor allem im Casino Bad Dürkheim im großen Stil Roulette gespielt. Parallel dazu verlegte er seine Aktivitäten immer stärker auf Sportwetten. Seine Wohnungen in Mainz, Baden-Baden und Bad Dürkheim rüstete er mit Computern und Bildschirmen aus. Von hier aus platzierte Lim seine Wetten und kommunizierte mit seinen Mittelmännern in Asien.


Für die Manipulationen in der Regionalliga und in Österreich wurde Lim zu zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt, aufgrund seines Geständnisses musste er aber nur die Hälfte absitzen und kam nach Zahlung einer Kaution von 40.000 Euro frei. Seit Januar wird er wieder mit Haftbefehl gesucht, weil er gegen die Meldeauflagen der Polizei verstoßen hat. Nach Aussagen eines Komplizen soll er heute in Malaysia leben, pleite sein und an Magenbluten leiden. Wetten sollte man darauf besser nicht.

http://www.welt.de/sport/fussball/artic ... aysia.html

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Buchautor relativiert Manipulations-Behauptungen

Beitragvon TheFolder » Dienstag 2. September 2008, 08:47

Buchautor relativiert Manipulations-Behauptungen

Hamburg (dpa) - Die jüngsten Wett- und Manipulationsvorwürfe haben Fußball-Deutschland in Aufregung versetzt, doch der Auslöser der Debatte rudert zurück.

Der kanadische Buchautor Declan Hill relativierte die in Medien transportierten Behauptungen über einen möglichen neuen Wettskandal im Profi-Fußball. «Ich habe nie gesagt, Bundesliga- oder WM-Spiele seien manipuliert worden», erklärte Hill bei der Präsentation seines Buches «Sichere Siege» in Berlin. «Ich bin in diversen Medien falsch zitiert worden.»

Dessen ungeachtet hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) telefonisch Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main aufgenommen. Der Weltverband FIFA wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben. In seinem Buch beschreibt Hill den Verdacht, das Bundesliga-Spiel Hannover 96 gegen den 1. FC Kaiserslautern am 26. November 2005 (5:1) könnte manipuliert worden sein.

Der ehemalige KSC-Profi Sean Dundee bestätigte, dass er für Spielmanipulationen angeworben werden sollte. Im Sommer 2005 sei Dundee von einem Mann angesprochen worden, der sich als Fan ausgab, berichtet das ARD-Magazin «Fakt». «Der hat nur gesagt, ob ich mir vorstellen kann für Geld - 10-, 15-, 20 000 Euro - einen Elfmeter zu verschießen. Ich habe gesagt, so etwas mache ich nicht», wird Dundee in einer Pressemitteilung der ARD zitiert. Der 35 Jahre alte Profi bestätigte auch, dass zwei weitere KSC-Spieler angesprochen wurden.

Zudem schildert Hill nicht nur einen Manipulationsverdacht für das WM-Achtelfinale Brasilien gegen Ghana (3:0), sondern spricht von insgesamt vier Spielen bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, für die ein asiatischer Wettpate die Endstände vorausgesagt haben soll. «Für drei waren die Ergebnisse absolut richtig gewesen. Im vierten betrug der Unterschied nur ein Tor», schreibt Hill.

Bei den mutmaßlich manipulierten Partien soll es sich laut Aussagen von Hills Gesprächspartnern um die Spiele Ghana gegen Italien (0:2), England gegen Ecuador (1:0) und Ukraine gegen Italien (0:3) handeln. Im dem Buch, in dem es um illegale Praktiken bei Fußball-Wetten in Asien geht, habe er im Zusammenhang mit dem Bundesligaspiel Hannover gegen Kaiserslautern (5:1) lediglich über ein Gespräch mit einem Wettpaten berichtet, beteuerte Hill.

Dieser habe von einem Anruf gesprochen, dass Hannover gegen Kaiserslautern mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen werde. «Ich habe nur 20 000 Dollar gesetzt. Nicht viel», wird der Wettpate, der im Buch Lee Chin genannt wird, zitiert. «Chin ließ in keiner Weise durchblicken, wie dieses Ergebnis zustande kommen würde, ob es ein Netzwerk aus Spielern war, und wenn ja, aus welcher Mannschaft, oder ob es ein Netzwerk aus Schiedsrichtern gab», schreibt Hill.

Beim staatlichen Sportwettenanbieter Oddset sind bei den beiden Bundesliga-Spielen und beim Achtelfinale Brasilien gegen Ghana keine Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. «Wir haben alle drei Spiele rückwirkend überprüft, uns vor allem die Spielberichte und das Einsatzverhalten genau angesehen. Dabei konnten wir keine Auffälligkeiten feststellen», sagte Erwin Horak, Chef von Lotto Bayern und zuständig für das bundesweite Oddset-Angebot, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Oddset sei von den Manipulationen zwar nicht betroffen, «aber es tangiert uns natürlich als staatlicher Lotterie- und Sportwettenanbieter. Schließlich wollen wir seriöse Spiele anbieten», meinte Horak. Der asiatische Raum sei «schwer zu fassen, das ist ein kritischer Bereich», sagte der Oddset-Chef.

In Bezug auf das WM-Achtelfinale Brasilien gegen Ghana wies einer der Hauptbeschuldigten die Vorwürfe zurück. «Das ist eine Lüge! Unwahr!», sagte der ehemalige Nationaltorhüter Ghanas, Abukari Damba, der «Bild»-Zeitung. Dem «Express» sagte er: «Die Vorwürfe sind absolut haltlos. Ich war immer ein honoriger Mann. Ich bin hier nur der Verlierer in einem miesen Spiel.» Laut Hill soll Damba Kontakt zu asiatischen Wettpaten gehabt haben. Dies bestritt Damba und kündigte juristische Schritte an.

Die FIFA wollte keine Stellungnahme abgeben. Man äußere sich nicht zu Presseberichten, hieß es am Montag in der Zentrale in Zürich. Sehr wohl ist sich aber FIFA-Präsident Joseph Blatter der grundsätzlichen Brisanz der Wett-Thematik bewusst. Immer wieder hatte der Schweizer öffentlich auf die Gefahren hingewiesen. Mit dem «Early Warning System» in Zürich hat die FIFA seit einigen Jahren einen eigenen Kontrollmechanismus für die Spiele unter ihrer Regie installiert.

..........

Quelle: http://www.pipeline.de/hameln/news/arti ... &rubid=795

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Beitragvon Cashmandt » Mittwoch 3. September 2008, 22:36

hab mir das buch von diesem declan hill bestellt...bin mal gespannt... :chin:
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Kriminelle Wettmanipulationen im Sportwettenmarkt verhindern

Beitragvon TheFolder » Donnerstag 4. September 2008, 12:55

PARR: Kriminelle Wettmanipulationen im Sportwettenmarkt verhindern

Pressemitteilung vom 04.09.2008
Thema: Sport
BERLIN. Zu den Berichten über organisierte Wettmanipulation im internationalen und nationalen Fußball erklärt der sportpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Detlef PARR:

Die FDP-Bundestagsfraktion fordert eine lückenlose Aufklärung der möglichen Manipulationsversuche im Fußball. Drei Jahre nach dem Skandal um den ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyer wird erneut klar, dass wir im Sportwettenbereich dringend ein Frühwarnsystem und gesetzliche Maßnahmen zur Verhinderung organisierter Kriminalität brauchen.

Der Sport sollte die Spielbeobachtung intensivieren und zudem Bedingungen erarbeiten, die klar definieren wann und unter welchen Bedingungen direkt Beteiligte an Sportwetten teilnehmen können.

Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass ein Monopol nicht garantiert, Wettmanipulationen zu verhindern. Gerade seriöse private Wettunternehmen verfügten bereits damals über Frühwarnsysteme und Sicherheitsvorkehrungen, um kriminellen Machenschaften effektiv entgegenwirken zu können. Die FDP hält es für dringend erforderlich, dass private und staatliche Sportwettenanbieter sich endlich an einen Tisch setzen, um ihre Erfahrungen der Vergangenheit zu analysieren und die Bedingungen für einen vernünftigen Wettbewerb zu formulieren.
Dazu ist es dringend erforderlich, den Sportwettenmarkt endlich zu liberalisieren und vom Monopol Abstand zu nehmen.

Quelle: http://www.fdp-fraktion.de

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Diskussionen über Onlinewetten in Brüssel

Beitragvon TheFolder » Samstag 6. Dezember 2008, 21:15

Diskussionen über Onlinewetten in Brüssel

Die UEFA hat sich mit anderen Sportinstitutionen zusammengetan, um einen "stärkeren Schutz der Integrität des Sports und einen fairen finanziellen Ertrag aus Sportwetten" zu erreichen. Diese Forderungen sollen Eingang finden in einen Bericht des Europäischen Parlaments.

Treffen in Brüssel
Die Forderung wurde am Donnerstag bei einem Treffen in Brüssel gestellt, an dem die UEFA sowie über 20 Repräsentanten des internationalen Sports, der Sports Rights Owners Coalition - das ist die Vereinigung der Sportrechteinhaber (vertreten durch die Sportarten Basketball, Kricket, Fußball, Pferderennen, Rugby und Tennis) - sowie wichtige Entscheidungsträger der Europäischen Union anwesend waren. Für den Bericht ist Christel Schaldemose, Mitglied des Europäischen Parlaments, zuständig.

"Grenzübergreifende Bedrohung"

"Sportwetten im Internet sind ein Phänomen, das in den letzten fünf Jahren in der gesamten EU mit dem schnellen Wachsen verschiedener neuer Wettprodukte und der Möglichkeit, auf Niederlagen zu setzen, explodiert ist", hieß es am Freitag in einer UEFA-Erklärung. "Die Zunahme irregulärer Wettaktivitäten repräsentiert eine gewaltige grenzüberschreitende Bedrohung für die Sportverbände, für die öffentlichen Behörden und für die europäischen Verbraucher. Bei einem Meeting wurden das Europäische Parlament, Mitgliedsstaaten und die Kommission aufgerufen, diese Aufgabe anzugehen und auf die Agenda zu setzen, um mit allen relevanten Entscheidungsträgern darüber in einen Dialog zu treten."

Fairer Ertrag
Die Sportinstitutionen hoben hervor, dass die Anerkennung eines klaren "Rechts für Wettbewerbsorganisatoren" eine sehr positive Entwicklung für den Sport wäre. Sie gaben den französischen Sportorganisationen volle Rückendeckung für deren Bemühen, auf nationalem Niveau die Integrität des Sports zu fördern und einen fairen, finanziellen Ertrag für die Organisatoren von Wettkämpfen zu erzielen. Frankreich, das derzeit die Präsidentschaft in der Europäischen Union inne hat, befindet sich momentan im Prozess der Reformierung der nationalen Wettrichtlinien. In Brüssel wurde betont, dass die kontrollierte Öffnung, die die französische Regierung angekündigt hat, eine historische Chance eröffnet, "die Rechte der Organisatoren von Wettbewerben" anzuerkennen und ein praktisches Modell für die anderen Länder einzuführen.

Integrität und Vertrauen
"Die Integrität von Sportereignissen und das öffentliche Vertrauen in sie muss bewahrt werden, es muss den fundamentalen Glauben geben, dass alle Athleten antreten, um zu gewinnen", hieß es in dem Statement. "Organisatoren von Sportwettbewerben sollten in irgendeiner Kontrollbehörde integriert sein, und die eng mit der Entwicklung auf dem Sportwetten-Markt verbunden ist. Wettbetreiber müssen beitragen zu einem nachhaltigen, durchführbaren und finanzierten Rahmen, um die Integrität der Sportveranstaltungen zu bewahren und sie zu schützen gegen jede Form von Wettbetrug."

"Solidaritätsprinzip"
"Weil darüber hinaus die Organisatoren von Sportveranstaltungen die Rechte an ihren Ereignissen besitzen, sollte eine gesetzgebende Initiative bestätigen, dass eine kommerzielle Verwertung des Sports durch Sportwetten nur mit ihrer Einwilligung stattfinden kann und mit einer fairen finanziellen Abgabe an die Sportbewegungen verbunden ist, um wieder in Initiativen zur Sportentwicklung reinvestieren zu können. Entsprechend dem Solidaritätsprinzip zwischen Profi- und Amateursport würde die gesamte Sportbewegung von diesen zusätzlichen Einnahmen profitieren."

Quelle: uefa.com

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Neuer Wettskandal im Fußball

Beitragvon Cashmandt » Donnerstag 19. November 2009, 22:13

Bundesweit Razzien und Festnahmen - Neuer Wettskandal im Fußball

Dem internationalen Fußball droht ein neuer Manipulationsskandal, von dem auch deutsche Ligen betroffen sein sollen. Im Zuge eines Ermittlungsverfahrens gegen eine international agierende Bande sind in ganz Deutschland "eine Vielzahl von Durchsuchungen und Festnahmen" vorgenommen worden.

Der Bande werden laut Staatsanwaltschaft Bochum "fortgesetzte, gewerbsmäßige Wettbetrügereien" zur Last gelegt. Die Beschuldigten werden verdächtigt, Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Offizielle aus hochrangigen europäischen Fußball-Ligen gegen Geldzahlungen veranlasst zu haben, den Ausgang von Spielen im Sinne der Bande zu manipulieren, und diese Situation zu Wettbetrügereien ausgenutzt zu haben.

Ob auch deutsche Ligen betroffen sind, kommentierte die Behörde nicht. Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes, der sich auf eine sichere Quelle beruft, wurden in mindestens neun Top-Ligen Spiele manipuliert - auch in Deutschland. Außerdem sollen unter anderem Österreich, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Ungarn, Slowenien, die Schweiz und die Türkei betroffen sein.

Harald Stenger, Mediendirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sagte lediglich: "Die UEFA- und DFB-Frühwarnsysteme für die Überwachung des Wettmarktes haben keinerlei Erkenntnisse über Spielmanipulationen in Deutschland geliefert. Zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum können wir keinen Kommentar abgeben, da uns die Ermittlungsergebnisse bisher nicht bekannt sind."

Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" sollen Erstligaspiele in der Türkei in großem Stil manipuliert worden sein. Die Drahtzieher agierten angeblich von Deutschland aus, der Kopf der Bande soll aus Berlin stammen. Er war bereits im Bundesliga-Wettskandal um den Schiedsrichter Robert Hoyzer Ende 2004 in Erscheinung getreten......

......

Fünf Haftbefehle vollstreckt - Uefa untersucht 40 Spiele.....

http://www.n-tv.de/sport/fussball/Neuer ... 97275.html
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Neuer Wettskandal im Fußball

Beitragvon Cashmandt » Freitag 20. November 2009, 18:51

UEFA: "Größter Betrugsskandal der Geschichte" - 32 deutsche Spiele betroffen!

Der deutsche und europäische Fußball stehen vor einem neuen Wettskandal noch ungeahnten Ausmaßes. Die Staatsanwaltschaft Bochum berichtete auf einer Pressekonferenz, dass 32 Partien in Deutschland unter Verdacht stehen, manipuliert worden zu sein. Neben Spielen in anderen europäischen Länder soll auch versucht worden sein, auf zwölf Spiele der Europa League sowie drei Begegnungen in der Champions League Einfluss zu nehmen.

Um 14 Uhr traten die Verantwortlichen in Bochum vor die Kameras, um über die am Donnerstag erfolgten Durchsuchungen und Festnahmen Auskunft zu geben. Besonders die Ausführungen von Friedhelm Althans, dem Direktor der Polizei Bochums lassen die Dimensionen des neuen Wett- und Betrugsskandals erahnen.

Insgesamt stehen über 200 Spiele unter Verdacht, manipuliert worden zu sein bzw. dem Versuch einer Manipulation ausgesetzt gewesen zu sein. Alle Begegnungen fanden im Jahr 2009 statt. Von diesen 200 sollen 32 Matches in Deutschland betroffen sein.

Laut Althans handelt es sich dabei um vier Begegnungen der Zweiten Liga, drei Begegnungen der Dritten Liga, 18 Partien der Regionalligen sowie fünf Partien in den Oberligen und zwei Spiele im U19-Bereich.

alles weitere auf kicker.de http://www.kicker.de/news/fussball/intl ... offen.html :eek:
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Re: Sportwetten-News

Beitragvon Cashmandt » Samstag 21. November 2009, 14:27

DFB-Präsident Zwanziger - "Ich verstehe die ganze Aufregung nicht"

Alles halb so wild? DFB-Präsident Theo Zwanziger lässt sich durch den neuen Fußball-Wettskandal nicht aus der Ruhe bringen. Beteiligten Spielern und Vereinen droht er trotzdem mit harten Konsequenzen - und wundert sich über die Defizite des DFB-Frühwarnsystems.

das interview: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 08,00.html
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Re: Sportwetten-News

Beitragvon Cashmandt » Mittwoch 25. November 2009, 13:49

Berichte über erste Geständnisse im Wettskandal

Im Fußball-Wettskandal liegen offenbar erste Geständnisse vor. Laut Berichten von "SZ" und WDR haben drei Spieler des Regionalligisten SC Verl zugegeben, bei zwei Partien von der Wettmafia bestochen worden zu sein. Der Verein dementierte entsprechende Meldungen.

München - Neue Erkenntnisse im Fußball-Wettskandal: Die "Süddeutsche Zeitung" sowie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichten, drei Spieler des Regionalligisten SC Verl hätten eingeräumt, bei zwei Spielen der Saison 2008/2009 von der Wettmafia bestochen worden zu sein. Ein weiterer Spieler sei bei den geplanten Spielmanipulationen wieder abgesprungen und habe sich vor den beiden mutmaßlich manipulierten Regionalligapartien jeweils krankgemeldet.

Laut einer Stellungnahme des SC Verl soll dagegen kein Spieler Manipulationen im Wettskandal eingeräumt haben. "Meines Wissens nach hat nicht ein Spieler ein Geständnis abgelegt - weder bei der Staatsanwaltschaft noch bei uns", sagte der Vorsitzende Peter Mankartz. Die Staatsanwaltschaft Bochum, die dem Verdacht von manipulierten Fußballspielen nachgeht, habe sich nicht dazu geäußert.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" steht im Zentrum des Geschehens in Verl offenbar ein 34 Jahre alter Kaufmann aus dem westfälischen Lippstadt, der Ende vergangener Woche wegen Betrugsverdachts verhaftet worden sei, so die Zeitung. Der Beschuldigte habe Verler Spielern nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler mindestens 20.000 Euro dafür gezahlt, dass sie die für ihren Club sportlich bedeutungslosen Punktspiele gegen die U23-Teams von Borussia Mönchengladbach und den 1. FC Köln absichtlich verlieren. Laut den Ermittlungen setzte die Wettmafia insgesamt 41.550 Euro auf einen Kölner Sieg beim SC Verl und erzielte bei einer Quote von 2,4 einen Gewinn von rund 100.000 Euro. An die gekauften Spieler sollen 20.000 Euro geflossen sein.

Ermittlungen auch zu Partie zwischen Meuselwitz und Jena

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 57,00.html
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Wettbetrüger verschoben auch Tennis- und Basketballspiele

Beitragvon Cashmandt » Samstag 28. November 2009, 21:46

Wettbetrüger verschoben offenbar auch Tennis- und Basketballspiele

Die Betrugsversuche im internationalen Wettskandal betreffen offenbar auch andere Sportarten. Nach Informationen des SPIEGEL untersuchen die Ermittler Tennis- und Basketballspiele, darunter eine Playoff-Partie der deutschen Bundesliga. Im Fußball steigt die Zahl der betroffenen Ligen.

Hamburg - Der Wettskandal, der den europäischen Profifußball seit anderthalb Wochen erschüttert, nimmt immer größere Dimensionen an. Nach Informationen des SPIEGEL hat sich die Zahl der betroffenen Länder inzwischen von neun auf 17 erhöht.

Unterdessen sind offenbar die ersten beschuldigten Profis zu Geständnissen bereit. Ein früherer Zweitliga-Spieler will dieser Tage gegenüber der Bochumer Staatsanwaltschaft aussagen, wie Mitglieder der Wettmafia ihm ein Darlehen in sechsstelliger Höhe gewährten und ihn später zur Manipulation von Spielen gedrängt haben sollen.

Allem Anschein nach hatten der inhaftierte Wettpate Ante Sapina und seine mutmaßlichen Mittäter nicht nur den Fußball im Visier. In den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft finden sich Verdachtsmomente, wonach auch ein Frauen-Doppel im Tennis im vergangenen April im marokkanischen Fes verschoben worden sein soll. Unter Manipulationsverdacht steht dazu ein Playoff-Spiel der Basketball-Bundesliga (BBL) im Juni.

"Schon vor einigen Tagen haben wir bei der Staatsanwaltschaft Akteneinsicht beantragt. Denn der gesunde Menschenverstand hat uns gesagt, dass neben dem Fußball auch andere Sportarten betroffen sein könnten", sagte BBL-Boss Jan Pommer dem sid. "Die Akteneinsicht wurde jedoch auch uns noch nicht gewährt. Folglich fehlen uns zum Handeln jegliche Anhaltspunkte. Und wir müssen handeln, es wird dringend. Insgesamt ist die Situation bedrückend", so Pommer weiter.

-> http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 68,00.html
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Wettskandal: Zweitligist unter Verdacht

Beitragvon TheFolder » Dienstag 16. März 2010, 15:50

Wettskandal: Der Pate spricht - Zweitligist unter Verdacht

Der frühere Fußball-Zweitligist Wacker Burghausen soll angeblich in den Wett- und Manipulationsskandal verwickelt sein. Wie die ARD berichtet, sollen zwei Spiele aus der Abstiegssaison 2006/07 verschoben worden sein. Kronzeuge ist ein bulgarischer Wettpate.

Fußball-Drittligist SV Wacker Burghausen steht unter Manipulations-Verdacht. In der Saison 2006/2007 sollen die Zweitliga-Spiele bei der SpVgg Greuther Fürth und Erzgebirge Aue, die Burghausen 1:4 und 0:3 verloren hat, verschoben gewesen sein. Das berichtete die ARD. Wie ein bulgarischer Wettpate aussagte, seien vier Feldspieler mit je 10.000 Euro und der Torwart mit 15.000 Euro bestochen worden. Zugleich sollen die Spieler selbst Wetten in Höhe von 30. 000 Euro platziert haben. Wacker Burghausen stieg am Ende der Saison 2006/07 mit einem Rückstand von vier Punkten zu den Nichtabstiegsplätzen ab.

"Bis dato liegt uns von offizieller Seite, weder vom Deutschen Fußball-Bund noch von der Staatsanwaltschaft, eine Rückmeldung vor. Deshalb sehe ich der Angelegenheit gelassen entgegen", sagte Wackers Geschäftsführer Florian Hahn zu der angeblichen Verwicklung in den Wettskandal. Der beschuldigte Torwart versicherte indes an Eides statt, niemals an Spielmanipulationen beteiligt gewesen zu sein. Als einer der Hintermänner soll Ante S., der bereits in den Manipulationsskandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer verwickelt gewesen war, fungiert haben.

Weiter auf: http://www.n-tv.de/sport/fussball/Zweit ... 77533.html
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Pate Sapina setzte 20 Millionen Euro im Monat um

Beitragvon TheFolder » Montag 26. April 2010, 17:44

Pate Sapina setzte 20 Millionen Euro im Monat um

Ante Sapina zockte mit weit höherem Einsatz als gedacht. Nach Informationen des SPIEGEL gehen die Ermittler davon aus, dass der Wettpate allein im September 20 Millionen Euro mit manipulierten Sportwetten umgesetzt hat. Die Fahnder brachte er selbst auf die Spur.

Hamburg - Der inhaftierte Wettpate Ante Sapina, 34, hat nach Informationen des SPIEGEL offenbar wesentlich höhere Beträge auf manipulationsverdächtige Fußballspiele gesetzt als bislang bekannt. Dies geht aus einem Telefonat hervor, das der Deutsch-Kroate am 4. Oktober des vorigen Jahres mit einem Kompagnon namens Branko führte und das die Bochumer Kriminalpolizei abhörte.

Sapina ist einer der Hauptbeschuldigten in einem Ermittlungsverfahren der Bochumer Staatsanwaltschaft gegen eine Bande mutmaßlicher Wettbetrüger. In den aktuellen Ermittlungen geht es um den Fußball-Wettskandal 2009, in den Worten von Peter Limacher, Chef der Disziplinarabteilung der Uefa, der "mutmaßlich größte Betrugsskandal, den es im europäischen Fußball jemals gegeben hat". Verschoben wurden dabei nach bisherigen Erkenntnissen rund 200 Fußballspiele in neun europäischen Ländern.

Sapina gilt als einer der Drahtzieher des Wettskandals - wie schon vier Jahre zuvor, als er mit seinen Brüdern vom Berliner Café King aus und mit Hilfe des bestochenen Schiedsrichters Robert Hoyzer versuchte, auf Spiele Einfluss zu nehmen. Für die damaligen Wettmanipulationen wurde Sapina zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten verurteilt.

Alles noch viel schlimmer?


Seit November 2009 sitzt er wegen neuerlicher Vorwürfe wieder in Untersuchungshaft. Aufgeflogen waren die breit angelegten Wettbetrügereien, die von Amateurspielen bis zur Manipulation von Europaliga- und Champions-League-Spielen gehen könnten, durch eine von der Staatsanwaltschaft Bochum koordinierte Telefonüberwachung in Kreisen des organisierten Verbrechens. Die Auswertung der Telefonprotokolle dauert noch an - und fördert nun nach Informationen des SPIEGEL die Erkenntnis zutage, das alles noch schlimmer war als bisher gedacht.

Bei dem Telefonat, dessen Inhalt nun bekannt wird, ging es vor allem um die Modalitäten bei der Zahlung eines Bestechungsgeldes in Höhe von mindestens 60.000 Euro an einen Schiedsrichter. Sapina erwähnte darin auch, dass er bei dem asiatischen Wettanbieter SBO allein "im September über 20 Millionen Umsatz gehabt" habe. Seine Umsätze bei anderen asiatischen Wettanbietern wie der Firma IBC, so Sapina im weiteren Verlauf des Gesprächs, seien dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Weiter auf: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 86,00.html
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Der Milliarden-Poker um den Wettmarkt

Beitragvon TheFolder » Freitag 21. Mai 2010, 13:52

Sportwetten im Internet - Der Milliarden-Poker um den Wettmarkt

Auf Sportwetten im Internet zu setzen, ist verboten. 1,5 Millionen Deutsche tun es dennoch. Sie setzen Milliarden Euro um, der Staat sieht davon kaum etwas. Die Wettanbieter agieren aus Steuerparadiesen wie Gibraltar und können so Gewinnquoten bieten, die für den staatlichen Monopolisten Oddset (siehe Nachgefragt, Horak) kaum erreichbar sind. Deshalb wird derzeit wieder darüber diskutiert, ob private Sportwettenanbieter in Deutschland erlaubt werden sollten.

Schließlich sank der Umsatz von Oddset von 540 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 180 Millionen in 2009 – und das trotz des Glücksspielstaatsvertrages, der Oddset seit 2008 ein Monopol sichert. Das Geld, das Oddset fehlt, fehlt dem Breitensport, den Oddset fördert. Schätzungen zufolge nutzen nur mehr fünf Prozent der deutschen Wettbegeisterten Oddset überhaupt. 95 Prozent weichen auf die illegalen Anbieter aus dem Ausland aus.

Oddset muss aktiv Spielsucht bekämpfen

Voraussetzung für das Glücksspielmonopol von staatlicher Seite war, dass Oddset aktiv die Spielsucht bekämpfen müsse. Zwar arbeitet Oddset auf seiner Homepage offensiv gegen Spielsucht, bietet dort auch Beratung und einen Selbsttest an, viele kritisieren dennoch, dass Oddset nicht genug tue.

„Ich kann es nicht verstehen, dass Glücksspiele in Lotto- und Oddset-Annahmestellen zwischen Schultüten und Kaugummis angeboten werden“, sagt Norman Albers, Vorstand des Deutschen Buchmacherverbandes (siehe Nachgefragt). Er beruft sich auf eine Studie der Suchtpräventionsstelle Hamburg, laut der 62 Prozent der Jugendlichen ihren Erstkontakt zum Glücksspiel über Rubbellose hatten. Außerdem kritisiert Albers die Willkür bei dem, was erlaubt ist.

So ist es in Deutschland legal, bei privaten Anbietern auf Pferderennen zu wetten, nicht aber auf den Ausgang eines Fußballspiels. Es ist außerdem erlaubt, in Kasinos oder an Spielautomaten zu zocken, nicht aber im Internet. Und dies, obwohl Experten sagen, dass die Suchtgefahr bei Automaten am größten sei.

Der deutsche Sport hat sich indes für den Erhalt des staatlichen Wettmonopols ausgesprochen. Zugleich forderten der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) eine staatlich regulierte, kontrollierte Öffnung des Marktes. Sie befürworten ein Lizenzmodell, in dem die privaten Sportwettenanbieter unter staatlicher Aufsicht stehen und Geld für den Breitensport stellen sollen. Der DFB hoffe so auf 300 Millionen Euro Mehreinnahmen, sagt Norman Albers.

Am Monopol von Lotto will niemand rütteln

Das Staatsmonopol für das Lotteriewesen soll aus Sicht der Sportverbände und sogar Albers aber beibehalten und gesichert werden. Bei Lotto funktioniere das System: 500 Millionen gibt es für den Breitensport, weitere 2,8 Milliarden für andere soziale Zwecke.

Derzeit prüfen die Bundesländer den Glücksspielstaatsvertrag. Schleswig-Holstein hat sich bereits entschieden: „Wir werden einer Verlängerung des Glücksspielstaatsvertrages 2011 nicht zustimmen“, stellt Hans-Jörn Arp, CDU-Landtagsabgeordneter in Schleswig-Holstein, klar. Wenn 95 Prozent am Staat vorbeigingen, könne sich der nicht wegducken.

Obwohl das Monopol aus deutscher und europäischer Sicht legal ist, geht die Tendenz dahin, dass eine Teilliberalisierung des Sportwettenmarktes kommen wird. Neben Schleswig-Holstein hat jetzt auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (siehe Nachgefragt) signalisiert, dass er sich eine teilweise Liberalisierung durchaus vorstellen kann. Überhaupt haben sich auf der vergangenen Sportministerkonferenz nur Bremen, Saarland und Sachsen-Anhalt „unbedingt“ dafür ausgesprochen, das Monopol zu erhalten.

Der Staatsvertrag zum Wettmonopol läuft Ende 2011 aus und muss 2010 evaluiert werden. Experten der Länder beraten seit Donnerstag über die künftige Ausgestaltung des Glücksspiels. Ziel sei die Formulierung eines neuen Gesetzes, sagte der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Martin Stadelmaier. Niko Steeb

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/Hom ... ,4289.html
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Fußball ist beliebtestes Thema bei Internet-Sportwetten

Beitragvon TheFolder » Mittwoch 9. Juni 2010, 12:36

Fußball ist beliebtestes Thema bei Internet-Sportwetten

Fußball ist das beliebteste Thema bei Internet-Sportwetten. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. 94 Prozent der Teilnehmer von Sport-Glücksspielen im Internet wetten auf Fußballthemen. Mit Abstand am beliebtesten ist die Bundesliga: 90 Prozent der sportbegeisterten Online-Tipper wetten hier. Fast jeder zweite Sportwetten-Teilnehmer im Web (43 Prozent) setzt auf Großereignisse wie Welt- und Europameisterschaften. „Für viele Sportwetten-Fans ist die Fußball-WM 2010 im Netz ein Mega-Thema“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Formel 1 und Tennisturniere folgen erst mit großem Abstand: Lediglich 15 und 11 Prozent der Sportwetten-Teilnehmer im Web setzen auf diese Themen. Beim klassischen Wettthema Pferderennen sind es sogar nur 6 Prozent. Insgesamt zwei Millionen Deutsche nehmen an Online-Glücksspielen und -Wetten teil, darunter 1,7 Millionen Männer und 0,3 Millionen Frauen. „Internet-Lotto ist bei Frauen etwas populärer, während Poker und Sportwetten stärker von Männern genutzt werden“, erklärt BITKOM-Präsident Scheer. So nehmen 64 Prozent aller Online-Spielerinnen an Lotto-Angeboten teil – gegenüber 57 Prozent der männlichen Teilnehmer. 28 Prozent der männlichen Web-Glücksspieler beteiligen sich an Poker-Runden, aber nur 9 Prozent der Frauen. Ähnlich sieht der Geschlechter-Unterschied bei Sportwetten aus – 23 gegenüber 8 Prozent.

Bei der Auswahl eines Glücksspiel-Anbieters achten die Nutzer vor allem auf Seriosität und strenge Sicherheitsmaßnahmen. 97 Prozent nennen Seriosität als wichtiges oder sehr wichtiges Kriterium. 96 Prozent sagen das für die Sicherheitsmaßnahmen, etwa bei Ein- und Auszahlungen. Eine einfache Bedienung (91 Prozent) und die Bekanntheit von Anbietern (88 Prozent) sind ebenfalls Pluspunkte. Erst dann folgen die Gewinn-Quoten (71 Prozent). „Online-Glücksspieler sind in der Mehrheit offensichtlich keine Hasardeure mit Dollarzeichen in den Augen“, so Scheer.

Vor diesem Hintergrund plädiert BITKOM für eine Modernisierung des Glücksspielrechts. Der geltende Glücksspiel-Staatsvertrag untersagt es offiziell, deutschen Internet-Nutzern Lotto und Sportwetten anzubieten. Dennoch sind die Angebote populär, häufig stammen sie aus anderen Ländern. „Deutsche Kunden wandern durch das Verbot zu Anbietern aus dem Ausland ab“, so Prof. Scheer. Vier von zehn Online-Glücksspielern (39 Prozent) würden bei einer vollständigen Durchsetzung des Verbots ausländische Angebote nutzen. „Es besteht ein klares Bedürfnis vieler Glücksspielkunden nach Online-Angeboten. Es hat sich gezeigt, dass die Nutzer das Verbot deutscher Anbieter nicht akzeptieren und umgehen.“

BITKOM fordert die Bundesländer auf, sich bei der aktuellen Überprüfung des Glücksspiel-Staatsvertrags für eine staatliche Lizenzierung aller Sportwetten-Anbieter im Web zu entscheiden. Scheer: „Wir müssen dafür sorgen, dass für staatliche und private Anbieter gleich hohe Anforderungen gelten.“ So ließen sich auch Schutzvorkehrungen besser garantieren. „Private Anbieter sind ebenso wie staatliche in der Lage, Spielsucht, Manipulationen und Betrug vorzubeugen.“ Bislang vergäben die Länder aus rein finanziellen Interessen die Chance auf einen staatlich regulierten privaten Markt. „Hier wird ein Monopol aus der Vorkriegszeit zementiert. Das vernichtet Arbeitsplätze bei Online-Unternehmen in Deutschland.“

Zur Methodik: Die Erhebung ist repräsentativ für alle Deutschen ab 18 Jahren. Es wurden mehr als 1.000 Online-Glücksspieler befragt.

Quelle: http://www.yoome.de/news.194914.html
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Herr Nishimura und der letzte Einwurf

Beitragvon TheFolder » Dienstag 15. Juni 2010, 08:14

Fußballwetten - Herr Nishimura und der letzte Einwurf

Bei der Fußball-WM wird auf alles und jeden gewettet. Aber: Wer mittippt, macht sich strafbar. Das kümmert allerdings die wenigsten: Das verbotene Glücksspiel boomt.
Von FOCUS-Online-Autor Manuel Heckmair

Seit Freitag haben Fußballexperten und Internetzocker wieder Hochkonjunktur: Wenn Australiens Torwart Marc Schwarzer in der zweiten Halbzeit des Spiels gegen Deutschland als Erstes den Ball festhält, bringt das 18,50 Euro bei zehn Euro Einsatz. Der letzte Einwurf des Turniers ist insgesamt Nummer 2900? Auch das bringt Geld. Wer zehn Euro eingesetzt hat, gewinnt 31,10 Euro. Richtig lukrativ wird es aber erst, wenn Japans Schiedsrichter Yuichi Nishimura das Endspiel dieser Weltmeisterschaft pfeift. Der Gewinn: 670 Euro bei zehn Euro Einsatz.

All diese Wetten haben zwei Dinge gemeinsam. Man kann sie im Internet abschließen, bei privaten Anbietern wie bwin. Und: Sie sind illegal. Wer mitbietet, könnte wegen Beteiligung an unerlaubtem Glücksspiel bestraft werden. Darauf stehen bis zu sechs Monate Haft.

So richtig scheint das aber niemanden zu kümmern. Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man sich die Umsätze der privaten Sportwetten ansieht: Ein riesiger Markt ist dort entstanden, im vergangenen Jahr haben die Deutschen rund 7,8 Milliarden Euro bei Wetten eingesetzt. Der Umsatz hat sich seit 2005 mehr als verdoppelt. 94 Prozent des Umsatzes entfallen auf die privaten Anbieter. Branchenprimus bwin feiert einen Jubelrekord nach dem anderen: Während der WM rechnet das Unternehmen mit doppelt so vielen Kunden wie sonst – bis zu 220 000 am Tag.

Der Staat hat das Nachsehen

Der große Verlierer auf dem Wettmarkt: der staatliche Anbieter Oddset. Auf ihn entfallen nur noch ein paar Krümel des großen Wettkuchens, nämlich klägliche drei Prozent des Umsatzes.

Warum will keiner mit dem Staat um Geld wetten? Da gibt es drei Probleme:

Die Quoten
Je höher die Gewinnquoten, desto höher auch die Chance, abhängig vom Glücksspiel zu werden, sagt man in Deutschland. Deshalb muss Oddset den Großteil seiner Einnahmen abgeben, statt sie auszuzahlen. Die Quoten bei den privaten Anbietern sind um Längen besser – auch, weil sie weder Steuern noch Abgaben an den deutschen Staat zahlen. Bwin zum Beispiel hat seinen Sitz in Gibraltar und führt dort gerade einmal 0,5 Prozent vom Bruttoertrag ab – Oddset hingegen überlässt dem deutschen Fiskus bis zu 45 Prozent des Spieleinkommens.


Weiter auf: http://www.focus.de/finanzen/news/tid-1 ... 17924.html
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