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Poker Forum - Poker in den Medien : Allgemeines - 2

Poker in den Medien

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"TV Total Pokernacht"

Beitragvon TheFolder » Montag 10. November 2008, 02:51

"TV Total Pokernacht" - Raabs Runde der Dilettanten

Von Christoph Schäfer

Pokern ist in, Promis sind es sowieso, doch beides zusammen funktioniert nicht: Bei der "TV Total Pokernacht" hat die Runde um Stefan Raab jegliche Spielintelligenz vermissen lassen. Vor allem ein Möchtegern-Zocker blamierte sich bis auf die Knochen.

Poker-Moderator Oliver Welke trifft den Nagel auf den Kopf: "Seit der Finanzkrise gilt Pokern als vergleichbar sichere Geldanlage", sinniert er zu Beginn der Sendung. Was Welke nicht erwähnt: Das gilt nur, wenn man gegen die Promis von Stefan Raab spielt.

Die meisten von ihnen beteuern in der zehnten "TV Total Pokernacht" noch vor dem Start des Turniers ihre Ahnungslosigkeit. In professionellen Kreisen würde dies sofort als Signal zum Angriff verstanden, doch Raabs Gäste kümmert das offenbar wenig. So bekennt Schauspieler Moritz Bleibtreu, lediglich "ab und an zu pokern". Elton räumt ein, dass er in den letzten Wochen "viel üben" musste. Und TV-Köchin Sarah Wiener will ihr mangelndes Glück gar "mit Ehrgeiz" ausbügeln - eine der wenigen Tugenden, die am Pokertisch nicht weiterhelfen.

Etwas mehr Spielsicherheit traut sich lediglich Rapper Sido zu, der auch privat gerne mal am Pokertisch sitzt. Die größten Siegchancen räumen die Moderatoren jedoch Barry ein, einem Berliner Sprinkleranlagen-Bauer, der sich in zwei Internet-Turnieren gegen Tausende Mitspieler durchsetzen musste, um an Raabs Promi-Turnier teilnehmen zu dürfen.

Lerneffekt gleich null
Gespielt wird bei Stefan Raab traditionell in der Variante "Texas Hold'em no Limit", der mit Abstand populärsten Pokerart in Deutschland. Zwei kurze Einspielfilme erklären zu Beginn noch einmal die Regeln und die Rangfolge der Pokerblätter, doch zumindest bei den Promis bleibt der erhoffte Lerneffekt weitgehend aus.

Gesamter Artikel: TV Total Pokernacht

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Beitragvon TheFolder » Donnerstag 15. Januar 2009, 09:53

Croupier und Spieler: Zu Gast am Pokertisch

Michael Soukup, 25, studiert Jura und verdient seinen Unterhalt als Croupier in den Casinos des Dreiländerecks. Sein Berufsziel: Floorman. Sebastian, 30, pokert im Internet und verdient sein Geld in Nachtschichten. Sein Berufsziel: ungewiss. Zwei Lebensentwürfe aus der Welt der Glücksspielprofis.

Der Offline-Croupier

Das erste Mal, als Michael Soukup mit Karten hantierte, war er 18 Jahre alt. Er qualifizierte sich für die Sendung „Donnschtig-Jass“ im Schweizer Fernsehen. Dort jasste Michael „Differenzler“ und gewann ein paar Hundert Franken.

Inzwischen hat er die Seite gewechselt. Der 25-Jährige spielt nicht mehr, er lässt spielen. Keinen Differenzler, sondern die Pokervariante Texas Hold’ Em. Er arbeitet als Croupier in den Casinos des Dreiländerecks und finanziert sich auf diese Art das Jurastudium.

........

Der Online-Spieler

Sebastian, 30, ist auch Jurastudent, zumindest auf dem Papier. Denn den Großteil seiner Zeit verbringt der Freiburger in einem Online-Casino. „Momentan spiele ich an sechs Tischen gleichzeitig“, sagt er. Nebenbei läuft ein Trackingprogramm, das die Bewegungen der anderen Spiele aufzeichnet. 2004 hat er zum ersten Mal im Internet gepokert, seit eineinhalb Jahren verdient er damit seinen Lebensunterhalt.

.........

Ganzer Artikel: Zu Gast am Pokertisch
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Aus für GIGA TV

Beitragvon TheFolder » Sonntag 15. Februar 2009, 22:14

Aus für GIGA TV

Wenn die Bosse sagen, es geht nicht mehr, dann kann auch das kleine Team der GIGA Pokernight nichts machen. Mit Ende März stellt GIGA TV den Sendebetrieb ein. Der zu Premiere gehörende Gaming Sender fällt offenbar dem Sparprogramm zum Opfer.

Am Wochenende hätten Konstantin Bücherl und Daniel Drescher zu Gast bei Svenja Ahmann und Toni Glöckle sein sollen. Doch leider werden auch diese Sendungen nicht mehr aufgezeichnet werden. Denn ab sofort laufen auf GIGA TV nur noch Wiederholungen. Mit Ende März 2009 soll der Sendebetrieb eingestellt werden, im Mai wird dann auch die Webseite giga.de nicht mehr erreichbar sein.

Premiere will sich auf das Kerngeschäft Pay-TV konzentrieren. Dass man dabei einen der vielleicht innovativsten Sender mit einer immens großen Community opfert, dürfte die Bosse von Premiere nicht interessieren. Nicht nur die Pokernight, das komplette Konzept von GIGA war auf interaktives Fernsehen ausgerichtet und vor allem beim jungen Publikum sehr gut angekommen.

Schade um GIGA TV und schade um die Pokernight. Dem TV-Poker Fan bleiben damit nur noch die großen Produktionen, die auf DSF und Eurosport zu sehen sind.


Quelle: Pokerfirma.de
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Beitragvon Pokergin » Sonntag 15. Februar 2009, 22:21

war sowiso nur hirnfreies gequassel dort ... mir wird das nich fehlen !

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Beitragvon Teute78 » Montag 16. Februar 2009, 14:13

Immer schade wenn so kleine Spartensender sterben müssen, weil die Chefetage sagt, sie seien unprofitabel. Hab immer gerne nebenbei den Livestream gesehen, also nicht nur Pokernight. Das sogar eher selten.

Werde WOW vermissen. :D Boah, ich vernerde...
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Beitragvon Maxtasy » Montag 16. Februar 2009, 14:15

Boah, ich vernerde...


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Sandra Naujoks - Poker wird nie ein Spiel für Frauen sein

Beitragvon TheFolder » Freitag 8. Mai 2009, 20:46

Spiegel Interview mit Sandra Naujoks:

Sandra Naujoks hat alles, was unser neuer Pokerkolumnist Lasse König gern hätte: Erfolg, Können, Geld. Also beschloss Deutschlands unerfahrenster Spieler, die Kartenkönigin zu besuchen. Ein Gespräch über Armbänder, Las Vegas und die Frage, ob Frauen besser pokern.

Berlin, Hauptbahnhof. Die Austernbar hat sich hinter viel Glas versteckt, ein edler Schuppen mit After-Work-Partys, DJs und weiß beblusten Kellnerinnen. Die Sonne auf der Terrasse hat sich verzogen, vielleicht mag sie den Hauptbahnhof nicht, wo Berlin so wenig Berlin ist wie nirgendwo sonst. Eigentlich wollten wir uns im Prenzlauer Berg treffen, in ihrem Stammcafé, aber Sandra Naujoks, Pokerprofi, Europameisterin, Aufsteigerin und Wohltäterin ist plötzlich ein bisschen berühmt geworden. Und viele Menschen kommen mit dem Zug zu ihr.

Sie sitzt draußen auf der Terrasse, schwarze Haare, schwarze Bluse, schwarze Hose, schwarze Stiefel, Frau Naujoks ist sie noch für ein paar Minuten, bis sie mir das Du anbieten wird. Mir, Lasse König, dem personifizierten Nichts, in der Theorie ein guter Pokerspieler, aber ohne praktische Erfahrung. Ein Fisch, der in der nächsten Woche sein erstes Mal am Pokertisch sitzen wird - und irgendwann ein Hai sein will.

Ich komme mir jetzt lächerlich vor, weil ich Jogi Löw auch nicht fragen würde, wie man ganz schnell Nationalspieler wird.
Sandra Naujoks guckt skeptisch. Dann steckt sie sich eine Zigarre an. Havanna, mit Bossner-Hölzern. Mustert mich. Verdammt. Ich bin hier, um Sicherheit zu bekommen, letzte Tipps. Und jetzt schaut sie mich an wie einen Aushilfskellner. Aber vielleicht blufft sie ja nur.

Lasse König: Ich habe anderthalb Jahre viele Bücher über Poker gelesen, aber noch nie gespielt. Kann ein Theoretiker ein guter Pokerspieler sein?

Theoretisch ja, sagt Sandra und grinst.

Sandra: Aber das meinst du doch nicht ernst?

Lasse: Doch.

Ich grinse nicht.

Sandra: Theoretisches Wissen ist ja schön und auch wichtig, aber ein guter Pokerspieler wirst du nur, indem du Erfahrung sammelst. Ich war Pokernomade, bin mehr als ein Jahr lang von einem Liveturnier zum anderen gezogen. Ich habe jede Literatur zu diesem Thema verschlungen, ich lese auch heute die aktuellen Bücher. Im Internet habe ich mir Turniere angesehen und tue das auch heute noch. Damals, um mir bei den Profis was abzuschauen. Heute, um die Konkurrenz zu studieren.

Lasse: "Damals" - hört sich an wie ein Bericht aus dem Pleistozän.

Sandra: Das stimmt. Ich spiele ja gerade mal seit anderthalb Jahren Livepoker...


Erster Teil des gesamten Interviews: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,622648,00.html
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Re: Poker in den Medien

Beitragvon TheFolder » Montag 11. Mai 2009, 17:10

Der 2. Teil des Interviews aus dem Spiegel:

POKERSTAR SANDRA NAUJOKS - "Ich bin keine Rampensau"

Sie ist erfolgreich wie wenige - er will einfach nur dabei sein bei Turnieren: Im Gespräch mit Lasse König, dem neuen Poker-Kolumnisten von SPIEGEL ONLINE, verrät Profispielerin Sandra Naujoks, wie sie zum Pokern kam, was ihr Geld bedeutet und warum sie in Kambodscha eine Schule baut.

Lasse König ist Deutschlands unerfahrenster Pokerspieler. Genaugenommen ist er überhaupt noch kein Pokerspieler, denn er hat mehr als ein Jahr lang nur Bücher gelesen - aber nie am Tisch gesessen. Vor seinem ersten Turnier hat sich Lasse mit Sandra Naujoks, Deutschlands aktuell erfolgreichster Kartenfrau getroffen, um sich die letzten Tipps zu holen. Wenn Sie den ersten Teil des Interviews verpasst haben, klicken Sie hier.

Lasse: Hast du jemals Freunde vernachlässigt wegen deines Berufs?

Sandra: Ich hatte nie einen wirklich großen Freundeskreis, ich bin ja immer weggezogen. Dessau, Magdeburg, Stuttgart, und irgendwie lässt du immer Freunde zurück. In Berlin wird es genauso sein, wenn ich nach Wien gehe. Die Zeit für Freunde ist weniger geworden.

Lasse: Wann hast du deinen festen Job gekündigt?


Sandra: Relativ schnell. Ich hatte danach zwar nicht viel Geld, aber der Tag war frei für Poker. Und vermisst habe ich den Agenturjob auch nicht. Ich musste jeden Morgen aus dem Haus, 40 Minuten durch Berlin, zehn Stunden Arbeit, dann wieder 40 Minuten zurück. Poker dagegen war toll, eine Herausforderung, und ich musste es nicht allen recht machen.

Es läuft ganz gut bisher, denke ich. Sie hat mit offenen Karten gespielt (glaube ich), ich auch (glaubt sie). Sandra ist mittlerweile tiefenentspannt, ich habe den dritten Espresso getrunken und bin das Gegenteil. Gute Voraussetzungen für DAS heikle Thema. Geld. Bei Geld wird's immer dann schwierig, wenn sich zwei Menschen gegenüber sitzen, von denen einer viel hat und der andere keins. Aber ich muss ja vorbereitet sein, weil sich das bald ändern soll (bei mir!!!, die Red.).

Das ganze Interview: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,622753,00.html
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Re: Poker in den Medien

Beitragvon TheFolder » Freitag 10. Juli 2009, 21:51

FLUSH HOUR - Totaler Kontrollverlust

Sich einmal wie Gotthilf Fischer bei der Love Parade fühlen? Lasse König hat es erlebt, allerdings ohne das Grinsen. Unser Kolumnist machte Bekanntschaft mit dem gefährlichsten Zustand, den es für Pokerspieler gibt. Dagegen ist selbst die Schweinegrippe harmlos.

Es geht bergab. Schwarze Piste, schlecht eingestellte Bindung, keine Stöcke, keine Fangnetze. Ich bin nicht zu stoppen, und diesmal ist das überhaupt nicht positiv gemeint. Ich fühle mich gerade wie ein Skifahrer, der verzweifelt darüber grübelt, wie er zum Halten kommen kann.

Das Gute ist: Ich stehe gar nicht auf Carver-Ski und rase in Richtung Krankenhaus. Es geht nicht um meine körperliche Unversehrtheit. Was mich runterzieht ist nur ein im Poker normaler Downswing, ein Abwärtstrend. Aber Selbstzweifel können genauso wehtun wie ein gebrochenes Bein. Und das ist noch lange nicht alles.

Ich scheide seit zwei Wochen bei Turnieren so regelmäßig aus, dass es eigentlich lächerlich ist. Spiele ich tight, fressen mich die Blinds auf. Spiele ich aggressiv, treffe ich keinen Flop. Bekomme ich mal Asse, verliere ich gegen Könige. Bekomme ich Könige, verliere ich gegen Asse. Das alles habe ich schon erlebt. Aber in der Niederlagenserie habe ich auch erstmals die Bekanntschaft mit etwas viel Schlimmerem gemacht: Dem Tilt.

Der Tilt ist die Schweinegrippe der Pokerspieler. Er kommt unerwartet, lautlos. Keiner will ihn haben, alle warnen vor ihm. Der Vorteil der Schweinegrippe: Es gibt Tamiflu dagegen.

Ich traf den Tilt in meiner privaten Pokerrunde. Im Nachhinein glaube ich, dass hier auch die Niederlagenserie ihren Anfang nahm. Schuld wäre demnach der Killer. Ausgerechnet der Killer, dessen Pokerskills sich immer noch auf böses Gucken und falsches Setzen reduzieren. Er musste kurz vor jenem Abend irgendwo gelesen haben, dass man auch mit fiesen Worten was erreichen kann. Trash Talk hieß seither seine dritte Fähigkeit, und er war gewillt, sie an mir auszuprobieren.

Killer: Na, Lasse, heute ein schwarzes Hemd an? Wird auch deine Beerdigung.

Lasse: Deine Wohnung sieht tatsächlich wie ein Friedhof aus.

Ich versuchte ruhig zu bleiben, aber es ging nicht. Es dauerte nicht lange, da fasste etwas in mir den Entschluss, dass ICH den Killer aus dem Turnier befördern würde. Ich konzentrierte mich nur noch auf ihn, seine dünnen Arme, die Sonnenbrille vom Aldi-Grabbeltisch. Lächerlich. Dann hielt ich Asse in den Händen.

Killers Stack war zu diesem Zeitpunkt schon von 1500 auf 700 Chips geschrumpft, meiner war mehr als dreimal so groß. Aus zehn Spielern waren acht geworden, die Blinds lagen bei 50 und 100. Ich raiste Under the Gun auf 300, alle stiegen aus, nur der Killer callte aus dem Cut off. Er grinste mich grenzdebil an, ich schaute durch ihn hindurch.

Fortsetzung auf: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,634781,00.html
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STUDENTENJOB POKERN

Beitragvon TheFolder » Sonntag 12. Juli 2009, 05:06

STUDENTENJOB POKERN - "Auf dem River call ich doch nicht"

Von Ellen Kollender

Sie wollen ganz schnell ans große Geld: Vor allem Studenten erliegen beim Poker der Illusion, dass sich das Glückspiel mit Logik beherrschen lässt. Der Grad zwischen einem gelegentlichen Kartenspiel um kleine Beträge und der Geldvernichtung mit Suchtpotential ist schmal.

Florian Walter* ist ein "Shark", jedenfalls wäre er gern einer. Der "Shark" nährt sich von den kleinen Fischen, den schlechten, unerfahrenen Mitspielern.

Zweimal in der Woche trifft sich Haifisch Florian, Student der Philosophie und Chemie, mit seinen Kommilitonen im Keller eines Hamburger Wohnheims zum Pokern. Dort probiert er seine Psychotricks. Zum Beispiel: voraussagen, welche Karten sie auf der Hand halten. Gelingt dies, flößt es seinen Kombattanten Respekt ein. Manchmal reicht auch ein höhnischer Blick und ein hoher Spieleinsatz als Zeichen des Selbstbewusstseins, dann steigen die Ängstlichen aus - "Fold" heißt das in der Pokersprache.

Manchmal zocken die Studenten die ganze Nacht. Was sie dann so sagen, verstehen nur Eingeweihte.

"Auf dem River call ich doch nicht!"

"Was, wenn ich ein Full House habe?"

"Ach, du bluffst doch nur. Ich hab einen Drilling."

Karten fliegen über den Tisch, Einsätze werden verdoppelt, Chips wechseln in Sekundenschnelle den Besitzer.

Ganzer Artikel: http://www.spiegel.de/unispiegel/wunder ... 00,00.html
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Re: Poker in den Medien

Beitragvon Maxtasy » Sonntag 12. Juli 2009, 06:09

sowas lächerliches :look:
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Re: Poker in den Medien

Beitragvon Cashmandt » Sonntag 12. Juli 2009, 06:11

presse halt.... :lol:
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Chris Moneymaker - Der Millionen-Bluff

Beitragvon TheFolder » Montag 13. Juli 2009, 16:48

Chris Moneymaker - Der Millionen-Bluff

Von Alex Westhoff
13. Juli 2009
Leicht gebeugt schlurft Chris Moneymaker durch die Hotellobby, drei Schokoriegel und eine Dose Cola in den Händen. "Ich fühle mich, als ob ich gestern sechs Bier zu viel hatte", ruft er einem Vorbeigehenden zu. "Ich auch", antwortet der und lässt sich auf das nächstbeste Sofa plumpsen. Es war kein guter Tag für Moneymaker gestern im Casino des Monte Carlo Bay Hotel & Resort. Wie so oft in der letzten Zeit. Er habe wieder zu viele "bad beats" kassiert am Spieltisch, sagt er. Er ist früh ausgeschieden im großen Turnier der European Poker Tour. Die Reise vom heimischen Nashville, Tennessee, ins Fürstentum am Mittelmeer war umsonst.

"Noch schlimmer ist es aber, wenn du dich unter die letzten 100 von ehemals 6000 Spielern kämpfst und dann trotzdem leer ausgehst oder nur ein paar läppische Dollar mitnehmen kannst", tröstet er sich schmunzelnd. Mit Zeigefinger und Daumen nestelt er unentwegt an dem Sponsorenlogo seines abwrackreifen T-Shirts herum. In Moneymakers Job ist das Scheitern ein ständiger Begleiter: Poker schafft viele Verlierer auf der ganzen Linie, einige, die etwas Geld verdienen, und wenige, die es damit zu Reichtum bringen.

Das nächste große Ding

"Ich brauche mal wieder so ein richtig großes Ding", sagt der amerikanische Poker-Profi. Die Geschichte seines ersten und bislang letzten großen Dings hat einen ganzen Geschäftszweig revolutioniert, eine ganze millionenschwere Industrie befeuert. Und dazu dieser Name: Moneymaker - der tatsächlich kein Künstlername ist! Seine Vorfahren sind deutschstämmig und sollen angeblich Gold- und Silbermünzen hergestellt haben. "Würde ich John Smith heißen, wäre ich bestimmt nicht so bekannt geworden."

Dieser Tag im Mai 2003, als Moneymaker berühmt wurde, war eine Zeitenwende in der Pokerwelt. Man spricht von "vor Moneymaker" und "nach Moneymaker" und vom "Moneymaker-Effekt". In Las Vegas beim Hauptereignis der World Series of Poker räumte dieser unscheinbare, etwas füllige und um die Nase ein bisschen blasse Typ auf einen Schlag 2,5 Millionen Dollar ab. Der Coup des damaligen Buchhalters einer kleinen Restaurantkette war die Initialzündung des anhaltenden Pokerbooms, vor allem im Internet. Mit nur 39 Dollar Einsatz hatte Moneymaker sich online qualifiziert. Die Pokerweisheit "one hand can change it all" hat der Dreiunddreißigjährige nachhaltig mit Leben gefüllt.

Vom kleinen Fisch zum Hai

"Ich habe es doch vorgemacht", sagt Moneymaker. "Jeder kann es schaffen. Man muss es halt mal versuchen." Das tun sie seit Jahren, jene Glücksritter, die es ihm gleichtun und spielend reich werden wollen. Seine Botschaft zieht immer noch. Über 100.000 Leute zocken auf großen Pokerportalen mitunter gleichzeitig an virtuellen Spieltischen. Die Branche lebt davon, dass so viele den Moneymaker machen wollen. Und das System ist denkbar einfach: Das Geld der vielen kleinen "Fische" landet über kurz oder lang in den Händen und Taschen der "Haie", den professionellen Spielern. Die von Sponsoren alimentierten Zocker bekommen die Reisekosten zu den Turnieren in aller Welt freilich bezahlt, genau wie die Teilnahmegebühren von bis 10.000 Dollar. Sie müssen nicht "scared money", wie es heißt, aufs Spiel setzen wie so viele ihrer Gegner, die in den Kategorien Monatsmiete, Tankfüllung oder Wochenendeinkauf denken, wenn sie Chips im Wert Tausender Dollar zur Tischmitte schieben.

Chris Moneymaker hat in jenem Mai 2003 die Seiten gewechselt, ist vom Fisch zum Hai geworden. Er, der schon als Kind mit anderen um Geld oder Gegenstände Karten gespielt haben soll. Später habe er ab und an mit ein paar Kumpels im Keller die Karten ausgepackt, erzählt er. Irgendwann habe er dann auch angefangen, online zu spielen. Black Jack war eigentlich seine größere Leidenschaft gewesen bis dahin. Das Geld für den Flug nach und das Hotel in Las Vegas hat er sich von seinem Vater und einem Freund geliehen.

Ganzer Artikel auf: http://www.faz.net/s/Rub2309A3DB4F3C447 ... ntent.html
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Der Million-Dollar-Junge

Beitragvon TheFolder » Samstag 25. Juli 2009, 02:31

Der Million-Dollar-Junge

Von Lasse König

Ist Schlauheit eine Stärke der Engländer? Wohl kaum, das bestätigt sogar das britische Parlament. Stephen Chidwick ist eine Ausnahme. Er pokerte sich schon als Jugendlicher zu viel Geld. Außerdem qualifizierte er sich mehr als 60 Mal für die WSOP. Auch ohne Teilnahme wurde Chidwick reich.

Es gibt sie also auch in England, die schlauen Kinder. England hat ja eher den Ruf einer Intelligenz-Diaspora, die Pisa-Studie sieht es genauso. 2006 waren die Briten die einzige Nation, die es fertigbrachte, bei den 15-Jährigen in den Kategorien Lesen und Mathe mal eben ins untere Mittelfeld durchgereicht zu werden.

Wer ein bisschen im Netz surft findet sogar Statistiken, die manifestieren, dass 75 Prozent der Briten nicht richtig Rechnen können. Beim Schreiben und Lesen sollen es 50 Prozent sein! Abgesehen davon, dass es verblüffender Weise nur die Hälfte ist - haben wir das nicht schon immer gewusst? Doch allerspätestens seit David Beckhams Tattoo-Experiment.

Also, schlaue Kinder in England.

Stephen Chidwick war vor ein paar Jahren so ein kluger Jugendlicher, jetzt ist er zwanzig und hat jede Menge Geld. Was hat er angestellt? Richtig, er hat gepokert. Seine Geschichte ähnelt der meinen verblüffend, mit einem kleinen Unterschied: stevie444 ist heute einer der erfolgreichsten Online-Spieler weltweit, ich wäre es gern. Stattdessen sitze ich vor dem Computer und schreibe über stevie444, während er vor dem Computer sitzt und sich die Taschen vollmacht. Es ist so ungerecht.

Ganzer Artikel: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,634789,00.html
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Full Tilt und NBC präsentieren neue Poker-Show: "Face the Ac

Beitragvon TheFolder » Dienstag 28. Juli 2009, 23:00

Full Tilt und NBC präsentieren neue Poker-Show: "Face the Ace"

Für alle Freunde der gepflegten Fernsehunterhaltung und Poker gibt es eine neue Show von NBC und Full Tilt. Sie heißt “Face the Ace” und ein Spieler kann in jeder Sendung gegen vier Full Tilt-Pros antreten. Die Show wird von Sopranos-Star Steve Schirripa gehostet.

Face_the_Ace

Die vier Pros sitzen hinter undurchsichtigen Türen und der Qualifikant sucht sich eine aus, natürlich ohne zu wissen, mit wem er es zu tun hat. Ein bisschen wie bei Geh aufs Ganze mit Jörg Dräger aber ohne Zonk.

Zu den Stars, die bei der Show mitmachen werden, gehören Patrik Antonius, Andy Bloch, Allen Cunningham, Chris Ferguson, Phil Gordon, Gus Hansen, Jennifer Harman, Phil Ivey, John Juanda, Howard Lederer, Erick Lindgren, Mike Matusow, Huck Seed, Erik Seidel und Gavin Smith.

Bei dem Staraufgebot können einem die Qualifikanten schon ein bisschen leid tun. Man stelle sich vor, hinter den Türen sitzen Phil Ivey, Patrik Antonius, John Juanda und Gus Hansen…

Besiegt der Qualifikant einen der Pros, gewinnt er 40.000 Dollar. Er kann jedoch auch weitermachen und noch eine Tür öffnen. Gewinnt er hier wieder, gibt es 200.000 Dollar. Für den dritten Sieg gibt es eine Million. Verliert er in irgendeiner Runde gegen einen Pro, geht er mit leeren Händen nach Hause. Trostpreise gibt es bei Face the Ace nicht.

.....

Auf Full Tilt kann man sich ständig für die Show qualifizieren.

Hier die Sendetermine:
August 1st, 2009 – 9:00pm ET
August 8th, 2009 – 9:00pm ET
September 12th, 2009 – 2:00pm ET
October 31st, 2009 – 3:30pm ET
November 14th, 2009 – 3:00pm ET
December 12th, 2009 – 3:00pm ET
January 2nd, 2010 – 2:30pm ET

Quelle: http://www.pokerolymp.de/articles/show/ ... ce+the+Ace
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Re: Poker in den Medien

Beitragvon TheFolder » Freitag 14. August 2009, 21:39

FLUSH HOUR - Nur Bares ist Wahres

Die Finanzkrise schärft die Sinne für unwirtschaftliche Engagements. Lasse König hat deshalb eine Aversion gegen Turniere entwickelt und sich an einen Spruch der Oma erinnert - am Horizont türmen sich schon die Sachpreise. Wenn nur die Dealer nicht wären.

Ich suche ja seit Jahren nach einem Tattoomotiv, finde aber keines. Mittlerweile glaube ich, dass das eigentlich gar nicht so schlecht ist. Spätestens 2015 werden Nicht-Tätowierte die neuen Bosch-Kühlschränke sein. Kult. Weil es nur noch wenige gibt und sie einfach gut aussehen. Vielleicht tragen sie Tattoofreie auch in Sänften durch die Gegend oder schreiben über uns.

Ändern kann meine Einstellung nur noch etwas Ausgefallenes. Ein Ass auf dem Unterarm geht nicht mehr, Kai Havaii von Extrabreit hat das ja schon gemacht, damit er immer ein Ass im Ärmel hat. Ich denke eher an ein Zitat, das ich bisher als Post-it zu Hause am Rechner hängen habe. Es ist ein Spruch von meiner Oma. "Nur Bares ist Wahres." Deutsch klingt er vielleicht ein bisschen oberflächlich, außerdem könnten sie mich später als Kapitalistenschwein verfolgen, wenn es die Linke mal an die Macht schafft.

Ganzer Artikel: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,642081,00.html
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Re: Poker in den Medien

Beitragvon TheFolder » Freitag 21. August 2009, 21:18

Flush Hour - Am Ende kackt die Ente

Für Politiker ist es die Zeit des Wahlkampfs, für Diskuswerfer Robert Harting der letzte Versuch - Pokerspieler sagen "Bubble" zu ihr. Ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase erlebte Lasse König seine brutalste Turnier-Niederlage, und der Spruch eines TV-Kommentators wurde grausame Wirklichkeit.

Auch negative PR ist positiv, hat irgendjemand mal gesagt. Und Recht hat er. Sie funktioniert sogar viel besser - weil Kritik authentischer wirkt als Lob. Wenn ich an dieser Stelle beispielsweise das St.-Pauli-Buch des Kollegen Mike Glindmeier in der Luft zerreißen würde, wäre Glindmeier mir nicht böse. Im Gegenteil: Die vielen latenten Kritikerhasser würden es dann erst Recht kaufen - und natürlich einige von denen, die vorher noch nie was von dem Buch gehört haben. Ich finde das Buch übrigens großartig.

Bei Büchern und CDs funktioniert diese Art der PR wunderbar. Bei Rucola eher nicht. Es heißt, der Rucola-Markt sei zusammengebrochen, nachdem in einer Packung ein Stängel des Gemeinen Greiskrauts entdeckt worden war.

Vielleicht ist er sogar bei der FDP!


Aber Häme ist fehl am Platz, ich bin ja selbst auch schon auf diese Negativ-PR reingefallen. Der Leser Herbert N. aus Goslar schrieb mir vor wenigen Wochen, er hoffe, es sei nun endlich "Schluss mit dem Pokerscheiß". Ich hab ihn triumphierend zitiert, mit Worten vernichtet und mich erst später darüber geärgert. Weil sie ihn in seiner Stadt wegen seines Coups nun womöglich feiern und zum Bürgermeister wählen. Vielleicht ist er sogar bei der FDP! Oder Informatiker! Das alles wollte ich nicht.

Und deshalb bin ich nun vorsichtig.


Ich werde in diesem Text die Stadt nicht nennen, in der ich diese so unglaubliche wie schmerzhafte Niederlage einstecken musste. Ich schreibe stattdessen von einer Pleite "in einem Casino irgendwo in Deutschland", weil jede Namensnennung dieser Stadt nur Aufmerksamkeit verschaffte, die sie aufgrund ihrer abgrundtiefen Hässlichkeit einfach nicht verdient. Ich wünschte, sie wäre so schön wie diese hier.

Ganzer Artikel: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,643898,00.html
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Re: Poker in den Medien

Beitragvon TheFolder » Donnerstag 3. September 2009, 16:27

Auf einen Kaffee - Poker - Spaß und Nervenkitzel

Jens Meyer-Odewald fragt spontan Menschen, was sie gerade bewegt, lädt sie auf einen Kaffee ein und lässt sie erzählen. Heute: Autor Udo Gartenbach

Kaninchenrücken, Kräuter und Süßkartoffeln für das Püree sind rasch in guter Qualität gefunden - in Eppendorf kein Problem. Nachdem also das Abendessen geklärt ist, lässt sich Udo Gartenbach an der Hegestraße entspannt auf einen Kaffee nieder. "Ein famoser Wochenstart", seufzt der freiberufliche Autor und lehnt sich zurück. Kreatives Kochen ist seine Passion, ein erlesener Rotwein eine andere.

Und die dritte Leidenschaft, von Ehefrau und Sohn mal abgesehen, ist der Grund, warum es am kommenden Wochenende mit Gartenbachs Ruhe vorbei ist: Bei der Poker Million Euro Challenge in den Messehallen greift der ausgebuffte Hobbyspieler selbst zu den Karten. Einziges Problem: An den Tischen werden 3899 Rivalen sitzen - darunter die weltbesten Profis aus den USA.

"In New York wurde ich vom Pokerbazillus infiziert", sagt der gebürtige Kölner. Seitdem sei die Faszination kontinuierlich gewachsen. "Dabei geht's mir nicht um Geld", fährt Gartenbach fort, "sondern um Spaß und Nervenkitzel." Immerhin zieren schon ein paar Pokale das Wohnzimmer in Eimsbüttel.

Inbrünstig philosophiert er über die Reize dieses Spiels, doch sorgt der Blick auf die Uhr für ein jähes Ende: "Ich muss los - Flugkarten kaufen." Anlass ist überraschender Familienzuwachs: über drei Ecken hat Familie Gartenbach einen Mischlingshund erworben. Und der muss vom Bergbauernhof in Tirol abgeholt werden. "Aber erst nach dem Pokern", ruft er und eilt davon.

Erschienen auf: http://www.abendblatt.de/hamburg/articl ... itzel.html
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Re: Poker in den Medien

Beitragvon TheFolder » Montag 7. September 2009, 17:49

Poker: Texas-Hold’em in den Messehallen
Casino Royale: Die Pleite kam nach 53 Minuten


Abendblatt-Reporter Jens Meyer-Odewald versuchte sich im neuen Volkssport - und scheiterte schnell.

Schon die ersten beiden Karten sind eine Frechheit: Karo fünf und Pik sieben. So ist der große Coup bei der "FullTiltPoker.net Million Euro Challenge" nicht zu schaffen. Benedikt, der Dealer, kassiert den grauen 1000-Euro-Chip. Das nächste Blatt, immerhin ein Drilling, geht ebenso baden: Der Milchbubi gegenüber blufft besser, sackt für seine läppische Dame ein paar Tausender ein. Das Zockerleben ist ungerecht, erkennt der Novize im Nu.

Die einzige Dame am Zehnertisch muss zuerst passen: Als "All in!" gefordert wird, sprich Einsatz des ganzen Kapitals, geht sie furchtlos mit - und bankrott. Schon wieder hat der Milchbubi zugeschlagen. Der Typ mit dem roten Gesicht zwei Plätze weiter küsst ein winziges Glücksschweinchen. Sein glatzköpfiger Nebenmann führt murmelnd Selbstgespräche, ein anderer sinniert mit geschlossenen Augen.

Da es in der riesigen Halle konzentriert zur Sache geht, hat er relative Ruhe. Im letzten von drei Durchgängen à 1300 Spieler, Heats genannt, steht das Weiterkommen auf dem Spiel. Männer sind in der Mehrzahl, die meisten unter 30, Leute von nebenan. Viele tragen Baseballkappen, einige Sonnenbrillen. Auf keinen Fall spiegelnd, das ist wichtig. Alle eint der Traum vom "Big Deal".

Derweil sich die Geldberge bei den meisten Kollegen lichten, behält der Nachbar zur Rechten Humor. "Mehr riskieren", flüstert er aufmunternd. Der Hobbyspieler ist mit seinem Sohn aus Bochum angereist. Beide hatten sich zuvor neben mehr als 50 000 Rivalen in Internetturnieren qualifiziert. Online wie auch an den 130 Tischen in der Messe geht es nur um Spielgeld. Nur die am Ende ausgelobte Million ist echt.

.....

Ganzer Artikel: http://www.abendblatt.de/hamburg/articl ... nuten.html
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Flush Hour - Spiel des Lebens

Beitragvon TheFolder » Montag 21. September 2009, 16:41

Flush Hour - Spiel des Lebens

Ist Poker Sport? Die Frage ist mindestens so alt wie Helmut Schmidt, aber nicht annähernd so klug. Denn wie kann man so lange nach einer Antwort suchen, die ohnehin feststeht? Natürlich ist Poker Sport, weiß Lasse König. Fußballer, Schwimmer und Läufer sollten sich warm anziehen.

Immer, wenn ich früher Bewerbungen geschrieben habe, stand ich vor einer Entscheidung: Soll ich Latein beim Punkt Fremdsprachen erwähnen oder lieber erst im Vorstellungsgespräch - dann, wenn nach zwei Kaffee und der ersten Sympathie kumpelhaft über Dinge gesprochen wird, die man in seinem Leben vielleicht anders gemacht hätte?

Ich weiß mittlerweile auch nicht mehr, warum es mir so peinlich war, die Sprache nicht zu erwähnen, nur weil sie tot ist. Latein hat Charme, auch wenn er morbide ist (morbidus=krank). Außerdem ist es mit Latein wie mit der Zeitung: Beide mögen nicht mehr aktuell sein, sie haben aber immer noch einen hohen Nutzwert. Dank Latein konnte ich beim Jurastudium immerhin zwei Semester überleben. Dank Latein habe ich schnell Italienisch gelernt. Dank Latein war das Philosophische Quartett für mich eine Talkrunde wie früher Hans Meiser.

Disportare heißt übrigens "sich zerstreuen" oder "auseinander tragen". Womit wir auch schon beim Poker wären.

Einer der ersten Leserbriefe zu dieser Kolumne war kein sehr netter, gesendet von einer Nina aus München. Sie beschwerte sich überhaupt nicht, dass es jetzt eine Pokerkolumne bei SPIEGEL ONLINE gebe. Ihre Kritik war die Einordnung. "Warum bitte läuft das in der Rubrik Sport?", ätzte Nina. Ja, wo denn sonst, antwortete ich.

Mud Wrestling: 93.200 Suchergebnisse

Und da war sie wieder, die Diskussion: Ist Poker Sport? Ständig flammt sie neu auf, was bei Diskussionen noch nie ein Zeichen für Qualität war (man erinnere sich nur an die sogenannte "Killerspielverbotsdiskussion"). Eine Antwort hat noch niemand gefunden. Poker und Sport ergeben zusammen 34.000.000 Suchergebnisse bei Google. Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, weil doch Mud Wrestling und Sport nur 93.200 ergeben? Und hat nicht Franck Ribéry letztens mit einem Angebot von Real Madrid gepokert?

Weiter gehts hier -> http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,649673,00.html
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