Neuigkeiten aus der Glücksspielbranche
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Neuigkeiten aus der Glücksspielbranche
Malaysias Casino-König ist tot
Lim Goh Tong stampfte in den 60er Jahren im malaysischen Dschungel das erfolgreichste Casino der Welt aus dem Boden und gehörte laut "Forbes" zu den Reichsten der Welt
Kuala Lumpur - Der legendäre malaysische "Casino-König" Lim Goh Tong ist am Dienstag im Alter von 90 Jahren gestorben. Ein Sprecher seiner Firma Genting Group teilte in Kuala Lumpur mit, der Multimilliardär sei in der Früh aus dem Leben geschieden. Am Abend werde es eine Erklärung dazu geben.
Lim hatte in den 60er Jahren einen Hügel im malaysischen Dschungel in das erfolgreichste Casino der Welt verwandelt. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs seine Gruppe stetig und umfasst heute zahlreiche Firmen, die an der Börse von Kuala Lumpur, Singapur und Hongkong notiert sind.
Lim nahm auf der Liste der reichsten Menschen des Magazins "Forbes" im Jahr 2007 den 204. Platz ein. Das Vermögen seiner Familie wird auf 4,2 Milliarden Dollar (2,96 Mrd. Euro) geschätzt. (APA/AFP)
Quelle: http://derstandard.at
Lim Goh Tong stampfte in den 60er Jahren im malaysischen Dschungel das erfolgreichste Casino der Welt aus dem Boden und gehörte laut "Forbes" zu den Reichsten der Welt
Kuala Lumpur - Der legendäre malaysische "Casino-König" Lim Goh Tong ist am Dienstag im Alter von 90 Jahren gestorben. Ein Sprecher seiner Firma Genting Group teilte in Kuala Lumpur mit, der Multimilliardär sei in der Früh aus dem Leben geschieden. Am Abend werde es eine Erklärung dazu geben.
Lim hatte in den 60er Jahren einen Hügel im malaysischen Dschungel in das erfolgreichste Casino der Welt verwandelt. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs seine Gruppe stetig und umfasst heute zahlreiche Firmen, die an der Börse von Kuala Lumpur, Singapur und Hongkong notiert sind.
Lim nahm auf der Liste der reichsten Menschen des Magazins "Forbes" im Jahr 2007 den 204. Platz ein. Das Vermögen seiner Familie wird auf 4,2 Milliarden Dollar (2,96 Mrd. Euro) geschätzt. (APA/AFP)
Quelle: http://derstandard.at
Vorbestrafter darf Lotto-Gewinn nicht behalten
Vorbestrafter darf Lotto-Gewinn nicht behalten
Er kann einem richtig leid tun: Timothy Elliott aus dem US-Bundesstaat Massachusetts hat eine Million Dollar im Lotto gewonnen und darf den Gewinn aller Vorrausicht nach nicht behalten, weil er vor einem Jahr wegen einem unbewaffneten Banküberfall verurteilt wurde.
Elliott bekannte sich im Oktober 2006 schuldig und wurde mit fünf Jahren auf Bewährung bestraft. Der geistig etwas zurückgebliebene 50-Jährige musste sich in psychiatrische Behandlung begeben. Bei dem "Banküberfall", den er ohne Waffe ausführen wollte, hatte er nichts erbeutet.
In seinen Bewährungsauflagen heißt es, dass ihm fortan "jegliches Glücksspiel untersagt" sei. Den Gewinn aus einer Kaufhaus-Lotterie von einer Million Dollar, die ihm zu 50.000-Dollar-Beträgen in 20 Jahren ausbezahlt werden sollte, will ihm jetzt ein Gericht in Massachusetts streitig machen. Mitte Dezember soll es eine Anhörung geben. Den ersten Scheck konnte sich Elliott gerade noch abholen.
In Massachussets werden die Namen von Lottogewinnern automatisch mit Schuldnerlisten und der Polizeidatenbank abgeglichen. Wenn jemand mit Zahlungen oder Steuern im Rückstand ist, wird der Gewinn gepfändet. In Timothy Elliots Fall stehen die Gerichte allerdings vor einem Problem: Da der Mann wegen seiner Vorstrafe beim Abgleich auffiel und niemandem Geld schuldet, müsste der Richter bei einer entsprechenden Entscheidung festlegen, was mit dem Geld passiert.
http://www.krone.at/index.php?http%3A// ... 006/hxcms/
Er kann einem richtig leid tun: Timothy Elliott aus dem US-Bundesstaat Massachusetts hat eine Million Dollar im Lotto gewonnen und darf den Gewinn aller Vorrausicht nach nicht behalten, weil er vor einem Jahr wegen einem unbewaffneten Banküberfall verurteilt wurde.
Elliott bekannte sich im Oktober 2006 schuldig und wurde mit fünf Jahren auf Bewährung bestraft. Der geistig etwas zurückgebliebene 50-Jährige musste sich in psychiatrische Behandlung begeben. Bei dem "Banküberfall", den er ohne Waffe ausführen wollte, hatte er nichts erbeutet.
In seinen Bewährungsauflagen heißt es, dass ihm fortan "jegliches Glücksspiel untersagt" sei. Den Gewinn aus einer Kaufhaus-Lotterie von einer Million Dollar, die ihm zu 50.000-Dollar-Beträgen in 20 Jahren ausbezahlt werden sollte, will ihm jetzt ein Gericht in Massachusetts streitig machen. Mitte Dezember soll es eine Anhörung geben. Den ersten Scheck konnte sich Elliott gerade noch abholen.
In Massachussets werden die Namen von Lottogewinnern automatisch mit Schuldnerlisten und der Polizeidatenbank abgeglichen. Wenn jemand mit Zahlungen oder Steuern im Rückstand ist, wird der Gewinn gepfändet. In Timothy Elliots Fall stehen die Gerichte allerdings vor einem Problem: Da der Mann wegen seiner Vorstrafe beim Abgleich auffiel und niemandem Geld schuldet, müsste der Richter bei einer entsprechenden Entscheidung festlegen, was mit dem Geld passiert.
http://www.krone.at/index.php?http%3A// ... 006/hxcms/
Durchsuchung beim Spielautomatenhersteller Gauselmann
Durchsuchung beim Spielautomatenhersteller Gauselmann
Deutschlands größtes Spielautomaten-Imperium, die Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp, ist erneut in das Visier der Justiz der geraten. Mehr als 20 Fahnder der Bielefelder Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität durchsuchten Geschäftsräume der Gauselmann-Gruppe in Nordrhein-Westfalen, wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag berichtete. Es bestehe der Verdacht des illegalen Glücksspiels mit manipulierten Automaten. Die Geräte sollen vom Spielhallenpersonal oder via Internet steuerbar gewesen sein, so dass Gewinne gezielt ausgeschüttet werden konnten.
Aktuelle Nachrichten - Espelkamp (ddp.djn). Deutschlands größtes Spielautomaten-Imperium, die Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp, ist erneut in das Visier der Justiz der geraten. Mehr als 20 Fahnder der Bielefelder Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität durchsuchten Geschäftsräume der Gauselmann-Gruppe in Nordrhein-Westfalen, wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag berichtete.
Es bestehe der Verdacht des illegalen Glücksspiels mit manipulierten Automaten. Die Geräte sollen vom Spielhallenpersonal oder via Internet steuerbar gewesen sein, so dass Gewinne gezielt ausgeschüttet werden konnten.
Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte auf ddp-Anfrage die Durchsuchung. Nach seinen Angaben handelt es sich um die inzwischen dritte Auflage eines Ermittlungsverfahrens. Das Unternehmen gehe davon aus, dass sich die Vorwürfe als unbegründet erweisen.
2006 hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg den Tatbestand des illegalen Glücksspiels in Gauselmann-Spielotheken als gegeben angesehen, das Verfahren aber gegen Zahlung einer Geldbuße und weitere Auflagen eingestellt.
ddp/map/mbr
http://www.ad-hoc-news.de/Marktberichte/14971102
Deutschlands größtes Spielautomaten-Imperium, die Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp, ist erneut in das Visier der Justiz der geraten. Mehr als 20 Fahnder der Bielefelder Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität durchsuchten Geschäftsräume der Gauselmann-Gruppe in Nordrhein-Westfalen, wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag berichtete. Es bestehe der Verdacht des illegalen Glücksspiels mit manipulierten Automaten. Die Geräte sollen vom Spielhallenpersonal oder via Internet steuerbar gewesen sein, so dass Gewinne gezielt ausgeschüttet werden konnten.
Aktuelle Nachrichten - Espelkamp (ddp.djn). Deutschlands größtes Spielautomaten-Imperium, die Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp, ist erneut in das Visier der Justiz der geraten. Mehr als 20 Fahnder der Bielefelder Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität durchsuchten Geschäftsräume der Gauselmann-Gruppe in Nordrhein-Westfalen, wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag berichtete.
Es bestehe der Verdacht des illegalen Glücksspiels mit manipulierten Automaten. Die Geräte sollen vom Spielhallenpersonal oder via Internet steuerbar gewesen sein, so dass Gewinne gezielt ausgeschüttet werden konnten.
Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte auf ddp-Anfrage die Durchsuchung. Nach seinen Angaben handelt es sich um die inzwischen dritte Auflage eines Ermittlungsverfahrens. Das Unternehmen gehe davon aus, dass sich die Vorwürfe als unbegründet erweisen.
2006 hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg den Tatbestand des illegalen Glücksspiels in Gauselmann-Spielotheken als gegeben angesehen, das Verfahren aber gegen Zahlung einer Geldbuße und weitere Auflagen eingestellt.
ddp/map/mbr
http://www.ad-hoc-news.de/Marktberichte/14971102
Großfeuer in Casino-Hotel eingedämmt
Großfeuer in Casino-Hotel eingedämmt
Der Brand im Casino-Hotel "Monte Carlo" in Las Vegas konnte eingedämmt werden. Von mehreren tausend Hotelgästen wurde niemand verletzt.
Glück in Las Vegas: Bei einem Großfeuer in einem Casino-Hotel der Spielerstadt im US-Bundesstaat Nevada wurde keiner der mehreren tausend Hotelgäste verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr gelang es einem Löschtrupp am Freitag nur eineinhalb Stunden nach Ausbruch des Brandes in den oberen Stockwerken des Hotels, die Flammen gänzlich einzudämmen.
Fernsehbilder zeigten über dem Luxushotel am berühmten Strip in Las Vegas dichten Rauch, der aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen war. Löschtrupps kämpften auf dem Dach des Gebäudes gegen die Flammen.
Das Gebäude und das daneben liegende Hotel "Bellagio" wurden evakuiert. Nach ersten Angaben des US-Nachrichtensenders CNN waren aber auch noch Menschen in dem Komplex eingeschlossen. Die Feuerwehr bestätigte diese Berichte allerdings nicht. Nach Angaben der Behörden wurde das Hotel komplett evakuiert.
Das Monte Carlo hat 32 Stockwerke mit über 3000 Zimmern, darunter zweihundert Penthousewohnungen in den oberen Etagen. Über 3000 Menschen arbeiten in dem Gebäude.
Das 32-stöckige Monte Carlo Resort ist eines der großen Casino Hotels entlang des als "The Strip" bekannten Las Vegas Boulevard. Das 1996 eröffnete 3000-Zimmer-Hotel liegt am südlichen Ende der Vergnügungsmeile. Die Dekoration lehnt sich an europäische Vorbilder an: Das Hotel soll auch Touristen mit schmalem Reisebudget die "europäische Eleganz" vermitteln.
Beim schwersten Hotelbrand in der Geschichte der Casinostadt im November 1980 kamen im MGM Grand Hotel 84 Menschen ums Leben. Mehr als 700 Gäste wurden damals verletzt. Las Vegas zählte im vergangenen Jahr über 40 Millionen Besucher.
Die Casinostadt mit dem 7,2 Kilometer langen Vergnügungs-Strip lockt vor allem mit Glücksspiel, Unterhaltungsshows und ausgefallenen Themenhotels. Die Stadt in der Wüste ist auch Ausgangspunkt für Ausflüge zum Grand Canyon National Park und zum Tal des Todes.
(dpa/jkr)
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/982/154583/
Hotelbrand auf dem Las Vegas Strip: Das Dachgeschoss des Casino Hotels Monte Carlo steht in Flammen.
Foto: AP
Der Brand im Casino-Hotel "Monte Carlo" in Las Vegas konnte eingedämmt werden. Von mehreren tausend Hotelgästen wurde niemand verletzt.
Glück in Las Vegas: Bei einem Großfeuer in einem Casino-Hotel der Spielerstadt im US-Bundesstaat Nevada wurde keiner der mehreren tausend Hotelgäste verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr gelang es einem Löschtrupp am Freitag nur eineinhalb Stunden nach Ausbruch des Brandes in den oberen Stockwerken des Hotels, die Flammen gänzlich einzudämmen.
Fernsehbilder zeigten über dem Luxushotel am berühmten Strip in Las Vegas dichten Rauch, der aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen war. Löschtrupps kämpften auf dem Dach des Gebäudes gegen die Flammen.
Das Gebäude und das daneben liegende Hotel "Bellagio" wurden evakuiert. Nach ersten Angaben des US-Nachrichtensenders CNN waren aber auch noch Menschen in dem Komplex eingeschlossen. Die Feuerwehr bestätigte diese Berichte allerdings nicht. Nach Angaben der Behörden wurde das Hotel komplett evakuiert.
Das Monte Carlo hat 32 Stockwerke mit über 3000 Zimmern, darunter zweihundert Penthousewohnungen in den oberen Etagen. Über 3000 Menschen arbeiten in dem Gebäude.
Das 32-stöckige Monte Carlo Resort ist eines der großen Casino Hotels entlang des als "The Strip" bekannten Las Vegas Boulevard. Das 1996 eröffnete 3000-Zimmer-Hotel liegt am südlichen Ende der Vergnügungsmeile. Die Dekoration lehnt sich an europäische Vorbilder an: Das Hotel soll auch Touristen mit schmalem Reisebudget die "europäische Eleganz" vermitteln.
Beim schwersten Hotelbrand in der Geschichte der Casinostadt im November 1980 kamen im MGM Grand Hotel 84 Menschen ums Leben. Mehr als 700 Gäste wurden damals verletzt. Las Vegas zählte im vergangenen Jahr über 40 Millionen Besucher.
Die Casinostadt mit dem 7,2 Kilometer langen Vergnügungs-Strip lockt vor allem mit Glücksspiel, Unterhaltungsshows und ausgefallenen Themenhotels. Die Stadt in der Wüste ist auch Ausgangspunkt für Ausflüge zum Grand Canyon National Park und zum Tal des Todes.
(dpa/jkr)
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/982/154583/
Hotelbrand auf dem Las Vegas Strip: Das Dachgeschoss des Casino Hotels Monte Carlo steht in Flammen.
Foto: AP
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Airbus erwägt fliegende Kasinos
Airbus erwägt fliegende Kasinos
von Raphael Minder (Hongkong)
Airbus prüft Kundenwünsche, sein Passagierflugzeug A380 als fliegendes Kasino anbieten. Man sei von potenziellen Käufern aus Asien auf diese Möglichkeit angesprochen worden, ließ der europäische Flugzeugbauer verlauten.
"Gespräche finden statt, nicht nur mit Kasinobetreibern", sagte Airbus-Manager François Chazelle, der die für VIP-Jets zuständige Abteilung leitet. Sollte bald eine feste Bestellung eingehen, könnte der erste A380 zwischen 2012 und 2017 als erstes komplett eingerichtetes fliegendes Kasino starten. Die Wartezeit für Airbus-Firmenjets beträgt derzeit fünf Jahre.
"Glücksspiel ist natürlich ein Wachstumsgeschäft in Asien, und dieses Interesse reflektiert die Ereignisse in Macau und Singapur", erklärte Chazelle. Macau hat Las Vegas als weltgrößte Glücksspielmetropole inzwischen abgelöst, Singapur will 2009 sein erstes Kasino eröffnen. "Die Idee von einem fliegenden Kasino ist schon früher erwähnt worden, aber jetzt scheint sie deutlich konkreter zu sein."
In weiten Teilen Asiens unterliegt das Glücksspiel strengen Auflagen oder ist sogar völlig verboten, beispielsweise in Thailand und China. Seit langem umgehen Firmen jedoch die Einschränkungen, indem sie etwa schwimmende Kasinos in den internationalen Gewässern vor Hongkong parken.
Die Gesetzeslücke sei natürlich ein Faktor, der hier eine Rolle spiele, sagte Chazelle, aber: "Ich denke, es geht mehr um den Reiz, eine derart außergewöhnliche Aktivität anbieten zu können." Der A380 sei das erste Flugzeug, das groß genug sei, einen vollständigen Kasinobetrieb zu bieten. "Wenn das vorher gegangen wäre, wäre es schon passiert. Da bin ich mir sicher", sagte Chazelle.
Flugverbindung zwischen Las Vegas und Macau
Der amerikanische Kasinobetreiber Sands plant aktuellen Medienberichten zufolge, eine eigene Flugverbindung zwischen seinen "Venetian"-Kasinos in Las Vegas und Macau anzubieten. Zwei Privatjets sollen dabei zum Einsatz kommen, die Passagiere können während des Flugs Baccara spielen. Wer als Kunde für einen Kasino-A380 infrage käme und ob Sands dazu gehöre, wollte Chazelle nicht sagen.
Man wisse nicht, ob einer der sechs lizenzierten Betreiber über den Kauf eines fliegenden Kasinos verhandele, sagten Behördenvertreter in Macau. Ein Kasinobetreiber sagte, die Regierung würde bei Glücksspiel in der Luft aller Wahrscheinlichkeit nach Bedenken haben, weil es nicht reguliert und nicht besteuert sei.
Sollten fliegende Kasinos in Asien starten, würden die Regierungen wahrscheinlich mit neuen Bestimmungen darauf reagieren, sagte Daniel Lehnberg von Asia Pacific Poker Tour. Der Trend gehe jedoch ganz eindeutig dahin, Verbote zu lockern und Glücksspiel in einem regulierten Umfeld zu genehmigen, so der Manager weiter. "Viele Länder wie Vietnam, Kambodscha und Taiwan haben gesehen, wie enorm viel Umsatz in Macau eingefahren wird", sagte Lehnberg. "Jeder will ein Stück vom Kuchen abhaben."
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie ... 17416.html
von Raphael Minder (Hongkong)
Airbus prüft Kundenwünsche, sein Passagierflugzeug A380 als fliegendes Kasino anbieten. Man sei von potenziellen Käufern aus Asien auf diese Möglichkeit angesprochen worden, ließ der europäische Flugzeugbauer verlauten.
"Gespräche finden statt, nicht nur mit Kasinobetreibern", sagte Airbus-Manager François Chazelle, der die für VIP-Jets zuständige Abteilung leitet. Sollte bald eine feste Bestellung eingehen, könnte der erste A380 zwischen 2012 und 2017 als erstes komplett eingerichtetes fliegendes Kasino starten. Die Wartezeit für Airbus-Firmenjets beträgt derzeit fünf Jahre.
"Glücksspiel ist natürlich ein Wachstumsgeschäft in Asien, und dieses Interesse reflektiert die Ereignisse in Macau und Singapur", erklärte Chazelle. Macau hat Las Vegas als weltgrößte Glücksspielmetropole inzwischen abgelöst, Singapur will 2009 sein erstes Kasino eröffnen. "Die Idee von einem fliegenden Kasino ist schon früher erwähnt worden, aber jetzt scheint sie deutlich konkreter zu sein."
In weiten Teilen Asiens unterliegt das Glücksspiel strengen Auflagen oder ist sogar völlig verboten, beispielsweise in Thailand und China. Seit langem umgehen Firmen jedoch die Einschränkungen, indem sie etwa schwimmende Kasinos in den internationalen Gewässern vor Hongkong parken.
Die Gesetzeslücke sei natürlich ein Faktor, der hier eine Rolle spiele, sagte Chazelle, aber: "Ich denke, es geht mehr um den Reiz, eine derart außergewöhnliche Aktivität anbieten zu können." Der A380 sei das erste Flugzeug, das groß genug sei, einen vollständigen Kasinobetrieb zu bieten. "Wenn das vorher gegangen wäre, wäre es schon passiert. Da bin ich mir sicher", sagte Chazelle.
Flugverbindung zwischen Las Vegas und Macau
Der amerikanische Kasinobetreiber Sands plant aktuellen Medienberichten zufolge, eine eigene Flugverbindung zwischen seinen "Venetian"-Kasinos in Las Vegas und Macau anzubieten. Zwei Privatjets sollen dabei zum Einsatz kommen, die Passagiere können während des Flugs Baccara spielen. Wer als Kunde für einen Kasino-A380 infrage käme und ob Sands dazu gehöre, wollte Chazelle nicht sagen.
Man wisse nicht, ob einer der sechs lizenzierten Betreiber über den Kauf eines fliegenden Kasinos verhandele, sagten Behördenvertreter in Macau. Ein Kasinobetreiber sagte, die Regierung würde bei Glücksspiel in der Luft aller Wahrscheinlichkeit nach Bedenken haben, weil es nicht reguliert und nicht besteuert sei.
Sollten fliegende Kasinos in Asien starten, würden die Regierungen wahrscheinlich mit neuen Bestimmungen darauf reagieren, sagte Daniel Lehnberg von Asia Pacific Poker Tour. Der Trend gehe jedoch ganz eindeutig dahin, Verbote zu lockern und Glücksspiel in einem regulierten Umfeld zu genehmigen, so der Manager weiter. "Viele Länder wie Vietnam, Kambodscha und Taiwan haben gesehen, wie enorm viel Umsatz in Macau eingefahren wird", sagte Lehnberg. "Jeder will ein Stück vom Kuchen abhaben."
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie ... 17416.html
Online Gaming Worth €5 Billion In Europe
Online Gaming Worth €5 Billion In Europe
PUBLISHED: Friday Feb 15, 2008 (1 day ago)
EU Estimates Size of European Online Gaming Market
The Kuwait News Agency yesterday reported British MEP Arlene McCarthy, chair of the European Parliament's Internal Market and Consumer Protection Committee (IMCO), as saying there were 3.3 million regular online gamblers in Europe gambling €5 billion.
The report said the IMCO hosted a hearing on the consumer and internal market aspects of online gambling and sports betting on Thursday. McCarthy is reported to have reiterated that while EU Member States have the right to set their own laws on gambling, no member state has the right to set hypocritical laws that discriminate in favour of domestic and government-owned operators.
http://europe.cardplayer.com/poker-news ... -in-europe
PUBLISHED: Friday Feb 15, 2008 (1 day ago)
EU Estimates Size of European Online Gaming Market
The Kuwait News Agency yesterday reported British MEP Arlene McCarthy, chair of the European Parliament's Internal Market and Consumer Protection Committee (IMCO), as saying there were 3.3 million regular online gamblers in Europe gambling €5 billion.
The report said the IMCO hosted a hearing on the consumer and internal market aspects of online gambling and sports betting on Thursday. McCarthy is reported to have reiterated that while EU Member States have the right to set their own laws on gambling, no member state has the right to set hypocritical laws that discriminate in favour of domestic and government-owned operators.
http://europe.cardplayer.com/poker-news ... -in-europe
Südafrika will Onlinespiele legalisieren
Südafrika will Onlinespiele legalisieren
Die südafrikanische Regierung steht kurz vor der Realisierung eines Gesetzes, das Onlinespiele legalisieren wird. Momentan sind derartige Internetangebote am Kap noch strikt untersagt, und zwar vor allem deshalb - so die offizielle Begründung - weil noch kein System existiert, das es der Industrie erlaubt, den Kunden optimal zu schützen.
Laut Themba Marasha, Chef des südafrikanischen "National Gambling Board", gibt es für Onlinezocker im Augenblick keinerlei Möglichkeiten, ihre Rechte gegen Onlineanbieter einzuklagen, "falls etwas schiefgehen sollte". Außerdem könnte nach der momentanen Rechtslage ein Spieler schnurstracks ins Gefängnis wandern, wenn er seine Ansprüche gegen einen Onlineanbieter publik machen würde.
Der aktuelle Gesetzesentwurf würde in dieser Hinsicht mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Laut Marasha würde die Regelung sämtliche Problematiken optimal abdecken: Websites könnten lizensiert werden, zugleich könnte südafrikanischen Spielern garantiert werden, dass sie in einem "gesicherten Umfeld" aktiv werden könnten. Überdies wolle man mit der neuen Regelung einen strikten Jugendschutz gewährleisten.
In Handels- und Industrieministerium in Kapstadt hegt man ebenfalls die starke Hoffnung, dass das Gesetz möglichst bald die Gremien passiert: Ein wichtiger Bestandteil der Regelung ist nämlich auch die korrekte Besteuerung der Anbieter, die voraussichtlich zusammengenommen jährlich eine zweistellige Millionensumme in die südafrikanische Staatskasse zahlen müssen. Allerdings zieht sich das Gesetzgebungsverfahren bereits seit einem Jahr hin. Beobachter rechnen nun allerdings mit einer sehr zeitnahen Umsetzung, da der Entwurf in Kürze der Nationalversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden soll.
http://www.isa-guide.de/articles/20221_ ... ieren.html
Die südafrikanische Regierung steht kurz vor der Realisierung eines Gesetzes, das Onlinespiele legalisieren wird. Momentan sind derartige Internetangebote am Kap noch strikt untersagt, und zwar vor allem deshalb - so die offizielle Begründung - weil noch kein System existiert, das es der Industrie erlaubt, den Kunden optimal zu schützen.
Laut Themba Marasha, Chef des südafrikanischen "National Gambling Board", gibt es für Onlinezocker im Augenblick keinerlei Möglichkeiten, ihre Rechte gegen Onlineanbieter einzuklagen, "falls etwas schiefgehen sollte". Außerdem könnte nach der momentanen Rechtslage ein Spieler schnurstracks ins Gefängnis wandern, wenn er seine Ansprüche gegen einen Onlineanbieter publik machen würde.
Der aktuelle Gesetzesentwurf würde in dieser Hinsicht mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Laut Marasha würde die Regelung sämtliche Problematiken optimal abdecken: Websites könnten lizensiert werden, zugleich könnte südafrikanischen Spielern garantiert werden, dass sie in einem "gesicherten Umfeld" aktiv werden könnten. Überdies wolle man mit der neuen Regelung einen strikten Jugendschutz gewährleisten.
In Handels- und Industrieministerium in Kapstadt hegt man ebenfalls die starke Hoffnung, dass das Gesetz möglichst bald die Gremien passiert: Ein wichtiger Bestandteil der Regelung ist nämlich auch die korrekte Besteuerung der Anbieter, die voraussichtlich zusammengenommen jährlich eine zweistellige Millionensumme in die südafrikanische Staatskasse zahlen müssen. Allerdings zieht sich das Gesetzgebungsverfahren bereits seit einem Jahr hin. Beobachter rechnen nun allerdings mit einer sehr zeitnahen Umsetzung, da der Entwurf in Kürze der Nationalversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden soll.
http://www.isa-guide.de/articles/20221_ ... ieren.html
EGBA-Expertenbericht für Öffnung des Online-Wettmarktes in F
EGBA-Expertenbericht für Öffnung des Online-Wettmarktes in Frankreich
Studie: Mehr Wettbewerb brächte günstigere Preise und höhere Steuereinnahmen
Die Öffnung von Online-Wettspielen für freie Konkurrenz in Frankreich wäre für die Konsumenten und öffentlichen Behörden positiv. Zu diesem Schluss gelangt ein Bericht des Pariser Universitätsprofessors Jean-Jacques Rosa, der von der European Gaming and Betting Association (EGBA) in Auftrag gegeben wurde. Gegenwärtig verfügen in Frankreich die staatlichen Betriebe "Pari Mutuel Urbain" (PMU) und "Francaise des Jeux" über ein Glücksspielmonopol.
Eine Öffnung des Wettmarkts würde laut Expertenbericht zu einem erweiterten Wettangebot für die Kunden zu günstigeren Preisen führen und damit auch die Steuereinnahmen des Staates erhöhen. Die EGBA vertritt die Interessen der führenden europäischen Online-Anbieter von Wetten und Glücksspielen wie Bet-at-home.com, bwin, Digibet, Carmen Media Group, Expekt, Interwetten, PartyGaming und Unibet.
Die EU-Kommission hat Paris mehrfach aufgefordert, das Glücksspielmonopol abzuschaffen. Frankreich hat sich verpflichtet, Brüssel noch vor Monatsende eine Antwort in der Frage zu geben. Die französischen Beschränkungen für ausländische Wettanbieter hatten 2006 bereits zur Verhaftung der Vorstände des börsenotierten österreichischen Sportwettenanbieters bwin in Südfrankreich geführt. Im Oktober hatte Frankreich in den Niederlanden die Verhaftung des Geschäftsführers des schwedischen Online-Wettanbieters Unibet, Petter Nylander, veranlasst und dadurch heftige Kritik ausgelöst.(APA)
http://derstandard.at/?url=/?id=3271370
Studie: Mehr Wettbewerb brächte günstigere Preise und höhere Steuereinnahmen
Die Öffnung von Online-Wettspielen für freie Konkurrenz in Frankreich wäre für die Konsumenten und öffentlichen Behörden positiv. Zu diesem Schluss gelangt ein Bericht des Pariser Universitätsprofessors Jean-Jacques Rosa, der von der European Gaming and Betting Association (EGBA) in Auftrag gegeben wurde. Gegenwärtig verfügen in Frankreich die staatlichen Betriebe "Pari Mutuel Urbain" (PMU) und "Francaise des Jeux" über ein Glücksspielmonopol.
Eine Öffnung des Wettmarkts würde laut Expertenbericht zu einem erweiterten Wettangebot für die Kunden zu günstigeren Preisen führen und damit auch die Steuereinnahmen des Staates erhöhen. Die EGBA vertritt die Interessen der führenden europäischen Online-Anbieter von Wetten und Glücksspielen wie Bet-at-home.com, bwin, Digibet, Carmen Media Group, Expekt, Interwetten, PartyGaming und Unibet.
Die EU-Kommission hat Paris mehrfach aufgefordert, das Glücksspielmonopol abzuschaffen. Frankreich hat sich verpflichtet, Brüssel noch vor Monatsende eine Antwort in der Frage zu geben. Die französischen Beschränkungen für ausländische Wettanbieter hatten 2006 bereits zur Verhaftung der Vorstände des börsenotierten österreichischen Sportwettenanbieters bwin in Südfrankreich geführt. Im Oktober hatte Frankreich in den Niederlanden die Verhaftung des Geschäftsführers des schwedischen Online-Wettanbieters Unibet, Petter Nylander, veranlasst und dadurch heftige Kritik ausgelöst.(APA)
http://derstandard.at/?url=/?id=3271370
Ausstellung in Karlsruhe: Glücksspiel von der Antike bis heu
Ausstellung in Karlsruhe: Glücksspiel von der Antike bis heute
Weiteres Bildmaterial
Die Kulturgeschichte des Glücksspiels reicht bis in die Antike zurück. Seit damals forderten Menschen aller Gesellschaftsschichten und Kulturen ihr Glück heraus - ob im glanzvollen Casino, in der zwielichtigen Schänke oder im privaten Hinterzimmer. Die verschiedenen Arten des Glücksspiels und seine speziellen Spielorte stellt die Ausstellung im Jahr, in dem das Zahlenlotto in Baden-Württemberg 50-jähriges Jubiläum feiert, in einem historischen Abriss von der vorchristlichen Zeit bis in die Gegenwart vor.
Die ersten Würfelspiele wurden bereits vor 5000 Jahren veranstaltet. Das Kartenspiel kam im 14. Jahrhundert vermutlich aus Asien nach Europa. Dass die Geschichte des Glücksspiels immer mit Reglements verbunden war, belegen diverse Erlasse und Verbote: Im Land Baden wurde das Zahlenlotto im Gegensatz zu anderen Fürstentümern nie eingeführt und ist in Baden-Württemberg erst seit 1958 offiziell gestattet.
Im 18. Jahrhundert übertraf das Roulettespiel die bisherigen Glücksspiele an Beliebtheit – der Adel traf sich regelmäßig in den so genannten „Spielhäusern“ und Casinos. Auch auf den Pferderennbahnen setzten die Wetter bereits um 1800 hohe Summen auf den Sieg ihres Favoriten. Noch heute werden Sportwetten gerne als Grenzfall zwischen Glücks- und Strategiespiel gesehen.
Dem Thema Spielsucht widmet die Ausstellung einen gesonderten Bereich und schließt mit einem Ausblick auf die Entwicklung des Glücksspiels nach 1958: Heute sind Onlinespiele und Poker bei Spielfans aktuell.
Quelle: Badisches Landesmuseum Karlsruhe
http://www.cliquenabend.de/index.php?pa ... 1206972267
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Die Kulturgeschichte des Glücksspiels reicht bis in die Antike zurück. Seit damals forderten Menschen aller Gesellschaftsschichten und Kulturen ihr Glück heraus - ob im glanzvollen Casino, in der zwielichtigen Schänke oder im privaten Hinterzimmer. Die verschiedenen Arten des Glücksspiels und seine speziellen Spielorte stellt die Ausstellung im Jahr, in dem das Zahlenlotto in Baden-Württemberg 50-jähriges Jubiläum feiert, in einem historischen Abriss von der vorchristlichen Zeit bis in die Gegenwart vor.
Die ersten Würfelspiele wurden bereits vor 5000 Jahren veranstaltet. Das Kartenspiel kam im 14. Jahrhundert vermutlich aus Asien nach Europa. Dass die Geschichte des Glücksspiels immer mit Reglements verbunden war, belegen diverse Erlasse und Verbote: Im Land Baden wurde das Zahlenlotto im Gegensatz zu anderen Fürstentümern nie eingeführt und ist in Baden-Württemberg erst seit 1958 offiziell gestattet.
Im 18. Jahrhundert übertraf das Roulettespiel die bisherigen Glücksspiele an Beliebtheit – der Adel traf sich regelmäßig in den so genannten „Spielhäusern“ und Casinos. Auch auf den Pferderennbahnen setzten die Wetter bereits um 1800 hohe Summen auf den Sieg ihres Favoriten. Noch heute werden Sportwetten gerne als Grenzfall zwischen Glücks- und Strategiespiel gesehen.
Dem Thema Spielsucht widmet die Ausstellung einen gesonderten Bereich und schließt mit einem Ausblick auf die Entwicklung des Glücksspiels nach 1958: Heute sind Onlinespiele und Poker bei Spielfans aktuell.
Quelle: Badisches Landesmuseum Karlsruhe
http://www.cliquenabend.de/index.php?pa ... 1206972267
Pleitegeier kreist über Las Vegas
Pleitegeier kreist über Las Vegas
as Vegas - „Vielleicht habe ich ja einen guten Start“, hofft Jutta Schmidt aus Stuttgart und wirft eine Münze in den einarmigen Banditen. Sekunden später ist der Einsatz verloren, den Jackpot wird irgendwann ein anderer gewinnen. Doch auch wenn die Touristin kein Glück hatte – zumindest jede Menge Platz hat sie an diesem Vormittag auf den weitläufigen Casino-Flächen des noblen Bellagio-Hotels in Las Vegas.
Gelangweilt starren Roulette-Croupiers ins Leere und warten auf Kundschaft, die nicht kommen will. Im Poker-Saal sind von zwei Dutzend Tischen gerade einmal drei besetzt. Einsam sortiert ein Barkeeper vor leeren Sitzen seine Whiskyflaschen. In den angrenzenden Luxusboutiquen von Armani, Dior und Chanel vertreibt sich das Personal die Zeit mit Staubwischen. Und für die sonst üblicherweise ausverkaufte „Cirque de Soleil“-Show gibt es noch reichlich Karten.
Zwar werden sich am Nachmittag dann doch noch einige hundert Spieler zwischen den klingelnden „Slot-Maschinen“ und Blackjack-Tischen einfinden, doch der Katzenjammer ist in „Sin City“, der „Stadt der Sünden“, unübersehbar. Mit voller Wucht hat die Wirtschaftskrise den „Strip“ mitten in der Wüste Nevadas überrollt – und wo sonst die ganze Nacht Champagnerkorken knallen, macht sich unter Hoteliers, Angestellten und anderen gewerbetreibenden Zukunftsangst und Untergangsstimmung breit. In einer Stadt, wo früher Optimismus und gute Laune dominierten, regiert die Depression.
„Die schwierigste Lage, mit der wir jemals konfrontiert waren“, bekennt Gary Loveman, Chef des Casino- und Hotelgiganten Harrah`s. Rund um das Bellagio-Hotel mit der Prunk-Fassade und dem künstlichen See starren ein Dutzend Baukräne bewegungslos wie mahnende Zeigefinger in den Himmel – als Zeichen dafür, dass die guten Zeiten vorbei sind.
Denn die Arbeit an vielen neuen Projekten ist vorerst eingestellt, weil Banken und private Investoren kalte Füße bekommen haben. „Angesichts der hohen Öl- und Benzinpreise sparen die Leute vor allem, wenn es um Unterhaltung und Spielen geht“, erklärt Ökonom Jered McDonald den dramatischen Einbruch an Besucher- und Umsatzzahlen. In Restaurants wie dem Gourmet-Tempel „Jasmine“, wo die Peking-Ente für eine Person 79 Dollar (rund 50 Euro) kostet, bleiben immer öfter die Gäste aus.
Nahezu täglich meldet die Lokalzeitung „Las Vegas Review“ neue Hiobsbotschaften: Das „Cosmopolitan“, ein im Bau befindliches halbfertiges Mega-Resort in bester Lage, kann einen 900-Millionen-Dollar-Kredit der Deutschen Bank nicht mehr zurückzahlen und wartet auf einen finanzstarken Käufer. Das MGM-Grand-Hotel entlässt 400 leitende Angestellte. Die Arbeitslosenrate steht mit 6,2 Prozent auf einem Rekordniveau. Die Zahl der Konkurse von Gewerbe treibenden: Vervierfacht in nur einem Jahr.
Und die US-Fluggesellschaften, die Blutadern zu der Spieler-Metropole, kürzen drastisch ihre Flugverbindungen. Die Hotels und Casinos versuchen die bittere Erkenntnis, dass ihre Branche nicht rezessionssicher ist, mit hektischem Aktionismus zu kontern – wie durch dramatische Abstriche an den Übernachtungspreisen. Das schon etwas betagte „Sahara“ versucht derzeit, seine Zimmer mit Raten von 35 Dollar (22 Euro) pro Nacht zu füllen. Selbst im „Bellagio“, das nach Management-Angaben den Wirtschaftseinbruch noch am besten verkraftet hat, gibt es Deluxe-Zimmer für umgerechnet 65 Euro – Raten, von denen Urlauber vor zwei Jahren noch träumen durften.
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VON F. DIEDERICHS
http://www.ivz-online.de/aktuelles/aus_ ... Vegas.html
as Vegas - „Vielleicht habe ich ja einen guten Start“, hofft Jutta Schmidt aus Stuttgart und wirft eine Münze in den einarmigen Banditen. Sekunden später ist der Einsatz verloren, den Jackpot wird irgendwann ein anderer gewinnen. Doch auch wenn die Touristin kein Glück hatte – zumindest jede Menge Platz hat sie an diesem Vormittag auf den weitläufigen Casino-Flächen des noblen Bellagio-Hotels in Las Vegas.
Gelangweilt starren Roulette-Croupiers ins Leere und warten auf Kundschaft, die nicht kommen will. Im Poker-Saal sind von zwei Dutzend Tischen gerade einmal drei besetzt. Einsam sortiert ein Barkeeper vor leeren Sitzen seine Whiskyflaschen. In den angrenzenden Luxusboutiquen von Armani, Dior und Chanel vertreibt sich das Personal die Zeit mit Staubwischen. Und für die sonst üblicherweise ausverkaufte „Cirque de Soleil“-Show gibt es noch reichlich Karten.
Zwar werden sich am Nachmittag dann doch noch einige hundert Spieler zwischen den klingelnden „Slot-Maschinen“ und Blackjack-Tischen einfinden, doch der Katzenjammer ist in „Sin City“, der „Stadt der Sünden“, unübersehbar. Mit voller Wucht hat die Wirtschaftskrise den „Strip“ mitten in der Wüste Nevadas überrollt – und wo sonst die ganze Nacht Champagnerkorken knallen, macht sich unter Hoteliers, Angestellten und anderen gewerbetreibenden Zukunftsangst und Untergangsstimmung breit. In einer Stadt, wo früher Optimismus und gute Laune dominierten, regiert die Depression.
„Die schwierigste Lage, mit der wir jemals konfrontiert waren“, bekennt Gary Loveman, Chef des Casino- und Hotelgiganten Harrah`s. Rund um das Bellagio-Hotel mit der Prunk-Fassade und dem künstlichen See starren ein Dutzend Baukräne bewegungslos wie mahnende Zeigefinger in den Himmel – als Zeichen dafür, dass die guten Zeiten vorbei sind.
Denn die Arbeit an vielen neuen Projekten ist vorerst eingestellt, weil Banken und private Investoren kalte Füße bekommen haben. „Angesichts der hohen Öl- und Benzinpreise sparen die Leute vor allem, wenn es um Unterhaltung und Spielen geht“, erklärt Ökonom Jered McDonald den dramatischen Einbruch an Besucher- und Umsatzzahlen. In Restaurants wie dem Gourmet-Tempel „Jasmine“, wo die Peking-Ente für eine Person 79 Dollar (rund 50 Euro) kostet, bleiben immer öfter die Gäste aus.
Nahezu täglich meldet die Lokalzeitung „Las Vegas Review“ neue Hiobsbotschaften: Das „Cosmopolitan“, ein im Bau befindliches halbfertiges Mega-Resort in bester Lage, kann einen 900-Millionen-Dollar-Kredit der Deutschen Bank nicht mehr zurückzahlen und wartet auf einen finanzstarken Käufer. Das MGM-Grand-Hotel entlässt 400 leitende Angestellte. Die Arbeitslosenrate steht mit 6,2 Prozent auf einem Rekordniveau. Die Zahl der Konkurse von Gewerbe treibenden: Vervierfacht in nur einem Jahr.
Und die US-Fluggesellschaften, die Blutadern zu der Spieler-Metropole, kürzen drastisch ihre Flugverbindungen. Die Hotels und Casinos versuchen die bittere Erkenntnis, dass ihre Branche nicht rezessionssicher ist, mit hektischem Aktionismus zu kontern – wie durch dramatische Abstriche an den Übernachtungspreisen. Das schon etwas betagte „Sahara“ versucht derzeit, seine Zimmer mit Raten von 35 Dollar (22 Euro) pro Nacht zu füllen. Selbst im „Bellagio“, das nach Management-Angaben den Wirtschaftseinbruch noch am besten verkraftet hat, gibt es Deluxe-Zimmer für umgerechnet 65 Euro – Raten, von denen Urlauber vor zwei Jahren noch träumen durften.
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China bremst Zocker-Boom in Macau
China bremst Zocker-Boom in Macau
Von Claudia Wanner, Macau
Die südchinesische Casino-Metropole Macau verbucht fulminante Wachstumsraten. Doch zusehends wird der Erfolg der Zentralregierung in Peking suspekt. Einreisebeschränkungen sollen den Boom bremsen - mit bislang bescheidenen Resultaten.
Inmitten der Baccarat-Tische riecht es plötzlich nach Hühnchen und Reis. Acht ältere Männer, allesamt Chinesen aus der Volksrepublik, haben sich Essen ins Casino Lisboa in Macau bringen lassen. In ihren grau gewaschenen, ausgeleierten T-Shirts und mit übermüdeten Augen drehen sie sich nur für ein paar Minuten vom Spieltisch zur Seite. Hastig löffeln sie mit Stäbchen aus der weißen Fast-Food-Schale – um so schnell wie möglich die nächste Runde zu spielen.
Die Chinesen gelten als leidenschaftliche Zocker. Nicht einmal für die Mittagspause verlassen einige die Casinos in der Spielhochburg am südchinesischen Meer. Das gilt besonders für Besucher aus der Volksrepublik, die oft nur für einen Tag kommen. Zu Hause haben sie keine legale Gelegenheit, um Geld zu spielen. Macau, die Sonderverwaltungszone, die bis 1999 zu Portugal gehörte, ist der einzige Ort in ganz China, in dem Glücksspiel erlaubt ist. Im benachbarten Hongkong sind lediglich Pferdewetten zugelassen.
Dank der Begeisterung fürs Glücksspiel hat Macau in den vergangenen Jahren einen unbeschreiblichen Boom erlebt. Binnen einer halben Dekade hat sich der Umsatz der Casino-Betreiber fast verzehnfacht. Im ersten Halbjahr 2008 übertrafen die Erlöse aus dem Glücksspiel mit 59 Milliarden Patacas (4,9 Milliarden Euro) den gesamten Jahresumsatz 2006. Längst hat Macau das Spielerparadies Las Vegas in den USA überrundet. Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 36.000 Dollar avancierte die kleine Enklave zu einer der reichsten Regionen Asiens.
15 Millionen Besucher zählten die Behörden im ersten Halbjahr in der 540.000-Einwohner-Stadt, drei Fünftel davon aus der Volksrepublik. Und die Expansion hält an: Ein Hotel nach dem anderen wird seit Monaten am Cotai-Strip, einem Streifen neu gewonnenen Landes im Süden der Halbinsel, eröffnet.
Doch in Peking sorgt der unaufhaltsame Aufschwung für Misstrauen. Die Zentralregierung will den Besucherstrom bremsen. Gleich zweimal wurden in den vergangenen Wochen die Einreisebestimmungen für Festland-Chinesen verschärft.
"Der Boom ging einfach zu schnell", sagt Davis Fong, der einen Lehrstuhl für Gaming Management an der Universität der Stadt betreut. "Das Wachstum ist so phänomenal, dass die chinesischen Behörden es abkühlen wollen", erläutert auch Lawrence Ho, Vorstandschef des Casino-Betreibers Melco. Der 31-Jährige ist ein Sohn der Casino-Legende Stanley Ho, der über 40 Jahre das Casino-Monopol in Macau hielt. Erst seit 2002 gibt es hier so etwas wie Wettbewerb.
Verdacht auf Geldwäsche
Fong weist auf einen zweiten Punkt hin, der die Zentralregierung beunruhigen könnte. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass hier illegales Geld aus dem Ausland gewaschen wird." Auch Analysten glauben, dass die chinesischen Behörden korrupten Beamten das Leben schwer machen wollen, die Bestechungsgelder bei einer Runde Black Jack waschen.
Anfang Juni wurde die Einreiseerlaubnis für Besucher aus Guangdong – aus der reichen Provinz direkt nördlich von Macau stammen viele der Spieler – auf einen Besuch pro Monat beschränkt. Einen sichtbaren Einfluss auf die Zockerzahlen hatte das nicht: Im Juni stieg ihre Zahl um 22 Prozent.
Seit einigen Wochen ist nun nur noch alle zwei Monate ein Besuch erlaubt. Zusätzlich reicht ab September ein Visum für Hongkong nicht länger für die Einreise nach Macau. Chinesen aus der Volksrepublik müssen für den Casino-Besuch eine separate Genehmigung beantragen. "Wir sehen das als starkes Signal, dass die Regierung ernstlich besorgt ist wegen des übernatürlichen Wachstums der Casino-Industrie in Macau", sagt Karen Tang, Analystin der Deutschen Bank.
Ein Experte einer europäischen Bank vermutet einen tieferen Grund. "Aus Pekings Sicht muss in Macau etwas schieflaufen. Es passt nicht zusammen, dass die Umsätze um 60 Prozent wachsen, aber keiner der Anbieter eine ordentliche Marge erwirtschaftet." Als "Massaker" beschreibt er den Wettbewerb der sechs Anbieter um Kunden.
Peking mischt sich ein
Die Zentralregierung kann es nicht einfach hinnehmen, dass sich die Anbieter wie Wynn, Sands oder Stanley Ho gegenseitig zerfleischen. Zu entscheidend ist die Branche für die Stadt geworden. Ein Viertel der Bevölkerung arbeitet hier, die Steuern und Abgaben der Casinos machen 80 Prozent der Staatseinnahmen aus.
In Macau werden die Direktiven Pekings teilweise dennoch als Einmischung gesehen. Schließlich gilt hier wie auch im benachbarten Hongkong das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme". Der Stadtstaat folgt zwar bei Außenpolitik und Verteidigung der zentralen Linie, hat aber eine eigene Regierung, verabschiedet einen separaten Haushalt in eigener Währung und ist in Fragen der Presse- und Meinungsfreiheit deutlich liberaler als das Mutterland.
Und schließlich gibt es Zweifel, dass die Restriktionen auch Wirkung entfalten. Nicht nur ist mit Geschäftsvisa nach wie vor eine häufigere Einreise möglich. Auch eine andere Option bleibt: Besucher könnten nicht so oft kommen, dafür aber einfach länger bleiben, vermutet David Green, der in Macau für die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers den Bereich Gaming leitet.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,570694,00.html
Von Claudia Wanner, Macau
Die südchinesische Casino-Metropole Macau verbucht fulminante Wachstumsraten. Doch zusehends wird der Erfolg der Zentralregierung in Peking suspekt. Einreisebeschränkungen sollen den Boom bremsen - mit bislang bescheidenen Resultaten.
Inmitten der Baccarat-Tische riecht es plötzlich nach Hühnchen und Reis. Acht ältere Männer, allesamt Chinesen aus der Volksrepublik, haben sich Essen ins Casino Lisboa in Macau bringen lassen. In ihren grau gewaschenen, ausgeleierten T-Shirts und mit übermüdeten Augen drehen sie sich nur für ein paar Minuten vom Spieltisch zur Seite. Hastig löffeln sie mit Stäbchen aus der weißen Fast-Food-Schale – um so schnell wie möglich die nächste Runde zu spielen.
Die Chinesen gelten als leidenschaftliche Zocker. Nicht einmal für die Mittagspause verlassen einige die Casinos in der Spielhochburg am südchinesischen Meer. Das gilt besonders für Besucher aus der Volksrepublik, die oft nur für einen Tag kommen. Zu Hause haben sie keine legale Gelegenheit, um Geld zu spielen. Macau, die Sonderverwaltungszone, die bis 1999 zu Portugal gehörte, ist der einzige Ort in ganz China, in dem Glücksspiel erlaubt ist. Im benachbarten Hongkong sind lediglich Pferdewetten zugelassen.
Dank der Begeisterung fürs Glücksspiel hat Macau in den vergangenen Jahren einen unbeschreiblichen Boom erlebt. Binnen einer halben Dekade hat sich der Umsatz der Casino-Betreiber fast verzehnfacht. Im ersten Halbjahr 2008 übertrafen die Erlöse aus dem Glücksspiel mit 59 Milliarden Patacas (4,9 Milliarden Euro) den gesamten Jahresumsatz 2006. Längst hat Macau das Spielerparadies Las Vegas in den USA überrundet. Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 36.000 Dollar avancierte die kleine Enklave zu einer der reichsten Regionen Asiens.
15 Millionen Besucher zählten die Behörden im ersten Halbjahr in der 540.000-Einwohner-Stadt, drei Fünftel davon aus der Volksrepublik. Und die Expansion hält an: Ein Hotel nach dem anderen wird seit Monaten am Cotai-Strip, einem Streifen neu gewonnenen Landes im Süden der Halbinsel, eröffnet.
Doch in Peking sorgt der unaufhaltsame Aufschwung für Misstrauen. Die Zentralregierung will den Besucherstrom bremsen. Gleich zweimal wurden in den vergangenen Wochen die Einreisebestimmungen für Festland-Chinesen verschärft.
"Der Boom ging einfach zu schnell", sagt Davis Fong, der einen Lehrstuhl für Gaming Management an der Universität der Stadt betreut. "Das Wachstum ist so phänomenal, dass die chinesischen Behörden es abkühlen wollen", erläutert auch Lawrence Ho, Vorstandschef des Casino-Betreibers Melco. Der 31-Jährige ist ein Sohn der Casino-Legende Stanley Ho, der über 40 Jahre das Casino-Monopol in Macau hielt. Erst seit 2002 gibt es hier so etwas wie Wettbewerb.
Verdacht auf Geldwäsche
Fong weist auf einen zweiten Punkt hin, der die Zentralregierung beunruhigen könnte. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass hier illegales Geld aus dem Ausland gewaschen wird." Auch Analysten glauben, dass die chinesischen Behörden korrupten Beamten das Leben schwer machen wollen, die Bestechungsgelder bei einer Runde Black Jack waschen.
Anfang Juni wurde die Einreiseerlaubnis für Besucher aus Guangdong – aus der reichen Provinz direkt nördlich von Macau stammen viele der Spieler – auf einen Besuch pro Monat beschränkt. Einen sichtbaren Einfluss auf die Zockerzahlen hatte das nicht: Im Juni stieg ihre Zahl um 22 Prozent.
Seit einigen Wochen ist nun nur noch alle zwei Monate ein Besuch erlaubt. Zusätzlich reicht ab September ein Visum für Hongkong nicht länger für die Einreise nach Macau. Chinesen aus der Volksrepublik müssen für den Casino-Besuch eine separate Genehmigung beantragen. "Wir sehen das als starkes Signal, dass die Regierung ernstlich besorgt ist wegen des übernatürlichen Wachstums der Casino-Industrie in Macau", sagt Karen Tang, Analystin der Deutschen Bank.
Ein Experte einer europäischen Bank vermutet einen tieferen Grund. "Aus Pekings Sicht muss in Macau etwas schieflaufen. Es passt nicht zusammen, dass die Umsätze um 60 Prozent wachsen, aber keiner der Anbieter eine ordentliche Marge erwirtschaftet." Als "Massaker" beschreibt er den Wettbewerb der sechs Anbieter um Kunden.
Peking mischt sich ein
Die Zentralregierung kann es nicht einfach hinnehmen, dass sich die Anbieter wie Wynn, Sands oder Stanley Ho gegenseitig zerfleischen. Zu entscheidend ist die Branche für die Stadt geworden. Ein Viertel der Bevölkerung arbeitet hier, die Steuern und Abgaben der Casinos machen 80 Prozent der Staatseinnahmen aus.
In Macau werden die Direktiven Pekings teilweise dennoch als Einmischung gesehen. Schließlich gilt hier wie auch im benachbarten Hongkong das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme". Der Stadtstaat folgt zwar bei Außenpolitik und Verteidigung der zentralen Linie, hat aber eine eigene Regierung, verabschiedet einen separaten Haushalt in eigener Währung und ist in Fragen der Presse- und Meinungsfreiheit deutlich liberaler als das Mutterland.
Und schließlich gibt es Zweifel, dass die Restriktionen auch Wirkung entfalten. Nicht nur ist mit Geschäftsvisa nach wie vor eine häufigere Einreise möglich. Auch eine andere Option bleibt: Besucher könnten nicht so oft kommen, dafür aber einfach länger bleiben, vermutet David Green, der in Macau für die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers den Bereich Gaming leitet.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,570694,00.html
Kaliningrad: Der Traum von "Las Vegas" speckt lang
Kaliningrad: Der Traum von "Las Vegas" speckt langsam ab
Kaliningrad. Sieben Milliarden Euro - soviel soll die geplante und hochumstrittene Glückspielzone an der Ostsee bei Jantarnyj (Palmnicken) nun nach Informationen aus der Gebietsregierung noch kosten.
Das ist schon mal beträchtlich weniger als jene 19 Milliarden Dollar, die als Bausumme für das "Las Vegas an der Ostsee" bisher im Raum standen und seither von Kaliningrader Entwicklungs-Visionären aller Coleur fleißig nachgebetet werden.
Den Angaben zufolge will Moskau einen Teil des Projekts aus dem Staatshaushalt finanzieren - allerdings nur Investitionen der allgemeinen Infrastruktur wie Straßen, Ver- und Entsorgungssysteme und ähnliches.
Der Anteil des Staatsgeldes soll bei 15 Prozent der Gesamtbausumme liegen, für den Rest müssen Privatinvestoren aufkommen - wer auch immer. So gesehen, ist die Realisierung dieses Projekts nach wie vor von vielen offenen Fragen geprägt.
Aber träumen kann man ja schon mal: So sollen außer den eigentlichen Roulette-Casinos, Luxushotels, Spa-Tempeln und Golfplätzen auch ein Jurassic-Park (O-Ton: "mit mechanisch angetriebenen Sauriern") und ein Delfinarium entstehen.
Quelle: http://www.russland-news.de/
Kaliningrad. Sieben Milliarden Euro - soviel soll die geplante und hochumstrittene Glückspielzone an der Ostsee bei Jantarnyj (Palmnicken) nun nach Informationen aus der Gebietsregierung noch kosten.
Das ist schon mal beträchtlich weniger als jene 19 Milliarden Dollar, die als Bausumme für das "Las Vegas an der Ostsee" bisher im Raum standen und seither von Kaliningrader Entwicklungs-Visionären aller Coleur fleißig nachgebetet werden.
Den Angaben zufolge will Moskau einen Teil des Projekts aus dem Staatshaushalt finanzieren - allerdings nur Investitionen der allgemeinen Infrastruktur wie Straßen, Ver- und Entsorgungssysteme und ähnliches.
Der Anteil des Staatsgeldes soll bei 15 Prozent der Gesamtbausumme liegen, für den Rest müssen Privatinvestoren aufkommen - wer auch immer. So gesehen, ist die Realisierung dieses Projekts nach wie vor von vielen offenen Fragen geprägt.
Aber träumen kann man ja schon mal: So sollen außer den eigentlichen Roulette-Casinos, Luxushotels, Spa-Tempeln und Golfplätzen auch ein Jurassic-Park (O-Ton: "mit mechanisch angetriebenen Sauriern") und ein Delfinarium entstehen.
Quelle: http://www.russland-news.de/
Tallinn ist Europas beliebteste Stadt wenn es um Glücksspiel geht
2008-08-30
Lisa Horn
Die Medien pfeifen es wie Spatzen von den Dächern - Artikel in der „Süddeutschen", in der „Kleinen Zeitung", im „Spiegel" und im „Bluff Magazine". Die estnische Hauptstadt Tallinn scheint in aller Munde zu sein, zumindest wenn es um den lukrativsten Wirtschaftszweig des Landes geht – das Glücksspiel.
Nur 396.200 Einwohner wohnen in Tallinn. Obwohl die Stadt mit seiner Einwohnerzahl nicht einmal annähernd an der halben Million Grenze kratzt, gilt die geschichtsträchtige Hauptstadt Estlands als Nabel für alle Glücksspiel und Pokerbegeisterten. 90 Casinos gibt es in der Stadt, Beschränkungen gibt es kaum. Kaum ein Land in Europa hat so freizügige Glücksspielgesetze.
Das liegt daran, dass nach 51 Jahren sowjetisch-kommunistischer Herrschaft der Neo-Liberalismus Einzug gehalten hat. Fortschritt und Kapital geben seither den Ton an. Kein Wunder also, dass in Estland 93% der Menschen über ein Handy verfügen und fast das ganze Land via Wireless-Points mit dem Internet vernetzt ist. Zusätzlich stehen 700 öffentliche Computer-Terminals der Bevölkerung zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Es scheint als ob Estland das Land der unbegrenzten Möglichkeiten geworden wäre.
Das hat sich in den letzten 17 Jahren auch die Glücksspielindustrie zu Nutze gemacht. Der Staat profitiert davon, knapp 30 Millionen Euro hat der Fiskus 2007 am Glücksspiel verdient. Das „Bluff-Magazine" schreibt, dass Tallinn zum MUSS für die Poker Elite geworden ist. Und nicht umsonst ist die schwedische Poker-Meisterschaft ins Nachbarland ins „Olympic Casino" übersiedelt.
Doch wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Die Zahlen der Spielsüchtigen steigt, die Regierung zeigt sich besorgt. Laut aktuellen Zahlen sollen es schon 1,3 Prozent der Bevölkerung sein, die zahlreichen Spieltouristen aus aller Welt nicht mitgerechnet. Eine bessere Kontrolle und Reglementierung muss her…
Die ersten Änderungen sollen bereits Anfang 2009 in Kraft treten. Den kleinen Spielhöllen soll es an den Kragen gehen, nur mehr Casinos mit mindestens 40 Spielautomaten sollen genehmigt werden. Logisch klingt das nicht, aber die estnische Regierung erhofft sich durch die Größe eines Casinos wohl mehr Seriosität und Kontrolle? Auch Öffnungszeiten will man einführen, um dem 24h Betrieb einen Riegel vorzuschieben. Die Casinos sollen in Zukunft ihre Spieler registrieren, sodass ein problematisches Verhalten besser erkannt werden kann.
Verständlicherweise gibt es von den großen Casinobetreibern wenig Widerstand gegen die Pläne der Regierung. Die kleinen „Hinterhof-Konkurrenten" würden so ganz von selbst verschwinden. Der erste Gesetzesentwurf soll dem Parlament im Oktober vorgelegt werden.
Quelle: Pokernews.com
2008-08-30
Lisa Horn
Die Medien pfeifen es wie Spatzen von den Dächern - Artikel in der „Süddeutschen", in der „Kleinen Zeitung", im „Spiegel" und im „Bluff Magazine". Die estnische Hauptstadt Tallinn scheint in aller Munde zu sein, zumindest wenn es um den lukrativsten Wirtschaftszweig des Landes geht – das Glücksspiel.
Nur 396.200 Einwohner wohnen in Tallinn. Obwohl die Stadt mit seiner Einwohnerzahl nicht einmal annähernd an der halben Million Grenze kratzt, gilt die geschichtsträchtige Hauptstadt Estlands als Nabel für alle Glücksspiel und Pokerbegeisterten. 90 Casinos gibt es in der Stadt, Beschränkungen gibt es kaum. Kaum ein Land in Europa hat so freizügige Glücksspielgesetze.
Das liegt daran, dass nach 51 Jahren sowjetisch-kommunistischer Herrschaft der Neo-Liberalismus Einzug gehalten hat. Fortschritt und Kapital geben seither den Ton an. Kein Wunder also, dass in Estland 93% der Menschen über ein Handy verfügen und fast das ganze Land via Wireless-Points mit dem Internet vernetzt ist. Zusätzlich stehen 700 öffentliche Computer-Terminals der Bevölkerung zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Es scheint als ob Estland das Land der unbegrenzten Möglichkeiten geworden wäre.
Das hat sich in den letzten 17 Jahren auch die Glücksspielindustrie zu Nutze gemacht. Der Staat profitiert davon, knapp 30 Millionen Euro hat der Fiskus 2007 am Glücksspiel verdient. Das „Bluff-Magazine" schreibt, dass Tallinn zum MUSS für die Poker Elite geworden ist. Und nicht umsonst ist die schwedische Poker-Meisterschaft ins Nachbarland ins „Olympic Casino" übersiedelt.
Doch wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Die Zahlen der Spielsüchtigen steigt, die Regierung zeigt sich besorgt. Laut aktuellen Zahlen sollen es schon 1,3 Prozent der Bevölkerung sein, die zahlreichen Spieltouristen aus aller Welt nicht mitgerechnet. Eine bessere Kontrolle und Reglementierung muss her…
Die ersten Änderungen sollen bereits Anfang 2009 in Kraft treten. Den kleinen Spielhöllen soll es an den Kragen gehen, nur mehr Casinos mit mindestens 40 Spielautomaten sollen genehmigt werden. Logisch klingt das nicht, aber die estnische Regierung erhofft sich durch die Größe eines Casinos wohl mehr Seriosität und Kontrolle? Auch Öffnungszeiten will man einführen, um dem 24h Betrieb einen Riegel vorzuschieben. Die Casinos sollen in Zukunft ihre Spieler registrieren, sodass ein problematisches Verhalten besser erkannt werden kann.
Verständlicherweise gibt es von den großen Casinobetreibern wenig Widerstand gegen die Pläne der Regierung. Die kleinen „Hinterhof-Konkurrenten" würden so ganz von selbst verschwinden. Der erste Gesetzesentwurf soll dem Parlament im Oktober vorgelegt werden.
Quelle: Pokernews.com
Putin zur Eröffnung der Glücksspielzone in Südrussland einge
Putin zur Eröffnung der Glücksspielzone in Südrussland eingeladen
SOTSCHI (Südrussland), 19. September (RIA Novosti). Die Regierung des Region Krasnodar (Südrussland) hat den russischen Premierminister Wladimir Putin zur Eröffnung der Glücksspielzone Asow-City am 1. Juli 2009 eingeladen.
Laut einem neuen Gesetz sollen in Russland vier Glücksspielzonen (in den Regionen Altaj, Krasnodar und Primorje sowie im Gebiet Kaliningrad) eingerichtet werden. Alle Spielbanken außerhalb dieser Zonen müssen bis zum 1. Juli 2009 ihre Türen schließen.
Laut dem Vorhaben der Regierung der Region Krasnodar werden sich in der Zone 50 Hotels verschiedener Kategorien mit insgesamt 35 000 Zimmern befinden. Außerdem sieht das Projekt den Bau eines Flughafens, mehrerer Golffelder und einer weiteren Tourismus- und Sportinfrastruktur vor.
Insgesamt brauche Asow City Privatinvestitionen in Höhe von drei bis vier Milliarden US-Dollar, um ähnlich wie Las Vegas oder Atlantic City funktionieren zu können.
Quelle: de.rian.ru
SOTSCHI (Südrussland), 19. September (RIA Novosti). Die Regierung des Region Krasnodar (Südrussland) hat den russischen Premierminister Wladimir Putin zur Eröffnung der Glücksspielzone Asow-City am 1. Juli 2009 eingeladen.
Laut einem neuen Gesetz sollen in Russland vier Glücksspielzonen (in den Regionen Altaj, Krasnodar und Primorje sowie im Gebiet Kaliningrad) eingerichtet werden. Alle Spielbanken außerhalb dieser Zonen müssen bis zum 1. Juli 2009 ihre Türen schließen.
Laut dem Vorhaben der Regierung der Region Krasnodar werden sich in der Zone 50 Hotels verschiedener Kategorien mit insgesamt 35 000 Zimmern befinden. Außerdem sieht das Projekt den Bau eines Flughafens, mehrerer Golffelder und einer weiteren Tourismus- und Sportinfrastruktur vor.
Insgesamt brauche Asow City Privatinvestitionen in Höhe von drei bis vier Milliarden US-Dollar, um ähnlich wie Las Vegas oder Atlantic City funktionieren zu können.
Quelle: de.rian.ru
Das Rennen um die Spieltische
Von Axel Pinck, 24.09.08, 09:43h
Macau präsentiert sich als Spielermetropole und Las Vegas Asiens, aber mit besonderem Flair. Die Spiel- und Wettleidenschaft der Chinesen ist enorm, staatliche Lotterien, natürlich Pferderennen, sogar Grillenkämpfe sorgen für Einsätze und Quoten. Es wird gezockt, was das Zeug hält.
Die hochbeinigen Windhunde zittern nervös, trotz warmer Abendtemperaturen. Betreuer führen sie ins Canidromo im Norden von Macau. Gleich dahinter ragen die Wohnblöcke von Zhuhai auf. Sie gehören schon zur VR China oder „Mainland China“, wie hier jeder sagt. Ein Startsignal, schon jagen die schlanken Hunde über die Laufbahn. Wenige Sekunden später macht die Nr. 5 mit rotem Leibchen das Rennen, begleitet von Jubelschreien und enttäuschten Ausrufen der Zuschauer. TV- und Radiostationen übertragen die Rennabende von der einzigen Hunderennbahn Asiens. Wetten werden in der Arena, aber auch über Telefon und Internet angenommen. Lau, der Taxifahrer, hat dieses Mal kein Glück gehabt. Die Spiel- und Wettleidenschaft der Chinesen ist enorm, staatliche Lotterien, natürlich Pferderennen, sogar Grillenkämpfe sorgen für Einsätze und Quoten. Es wird gezockt, was das Zeug hält.
Schon 1847 erlaubte die Kolonialverwaltung Macaus das Glücksspiel. Kasino-Mogul Stanley Ho eröffnete einen Spielklub nach dem anderen, und Besucher strömten vor allem aus dem nahe gelegenen Hongkong an die Black-Jack- und Bakkarat-Tische sowie zu den „Hungry Tigers“ genannten „einarmigen Banditen“. Als Portugal seinen kolonialen Außenposten 1999 als Sonderverwaltungszone an China zurückgab, fiel auch das Glücksspielmonopol. Lokalmatador Stanley Ho, dazu Sheldon Adelson von der Sands Gruppe und der Milliardär Steve Wynn, beide aus Las Vegas, begannen in neue Kasinos zu investieren. Der Geldmagnet Macau zog gewaltige Geldsummen an. Eine Bauorgie mit einem wahren Wald von Kränen ließ in kurzer Zeit diverse Wohntürme, Shopping Malls und Kasinohotels entstehen.
Schon 2006 hatte der Kasinoumsatz 6,95 Mrd. Dollar erreicht und damit die Summe der Einsätze im US-amerikanischen Las Vegas hinter sich gelassen. Vor allem Chinesen aus Hongkong und die wachsende Zahl von Neureichen aus der Volksrepublik zieht es an die Spieltische der früher schläfrigen Kolonialexklave. An der Portas de Cerco, dem historischen und inzwischen für 300 000 Passanten täglich ausgebauten Grenzübergang zwischen Macau und China, versuchen bunt uniformierte Hostessen die spielfreudigen Grenzgänger zu den Bussen ihrer jeweiligen Kasinos zu komplimentieren. „Funiculi, funicula“ schmettern die Gondolieri aus Malaysia oder Deutschland, die ihre von diskret surrenden Elektromotoren unterstützten Gondeln über die Kanäle im Inneren des Venetian Casinos lavieren. In den Spielsälen blinken und scheppern 6000 einarmige Banditen, zwischen den 1000 Black-Jack-, Baccarat-, Roulette- und chinesischen Fan-Ta-Tischen wuselt ein Heer von Spielern.
Schwarz-weiße Wellenlinien im portugiesischen Calçada-Muster schmücken das Pflaster auf dem Largo do Senado. Seit 2005 zählt das historische Zentrum Macaus zum Weltkulturerbe der Unesco. Trotz zweisprachiger Straßenschilder, portugiesischer Kirchen und Monumente ist die ehemals koloniale Handelsmetropole heute eine durch und durch chinesische Stadt. Rund 550 000 Einwohner leben auf knapp 21 Quadratkilometern, fast jeder Zweite ist jünger als 25 Jahre, viele sind aus Festlandchina eingewandert. Rund 90 000 Kleinmotorräder teilen sich mit den Autos die Straßen der Stadt. Nur in den Shopping-Passagen hinter dem Largo do Senado und den Gassen rund um den „Red Market“ etwas weiter nördlich sind Fahrzeuge ausgesperrt.
Auch nach 450 Jahren christlicher Missionstätigkeit bekennt sich nur jeder fünfte Maccanese zum christlichen Glauben. Die Schreine des der Meeresgöttin geweihten A-Ma-Tempels ziehen sich, durch Treppen verbunden, einen Hang im Südwesten von Macau hinauf. In einer mit Wasser gefüllten Blechschüssel schwimmen Ananasblätter und Geldscheine. Wer Nahestehenden bei persönlichen Schwierigkeiten helfen will, kann mit Gebeten und einem angemessenen Beitrag in die nasse Spendenschale das Böse wegwaschen. Guo, Croupier in einem großen Kasino, hat 200 Patakas, etwa 16 Euro gegeben. Sicherheitshalber steckt er noch ein schwelendes daumendickes Räucherstäbchen in einen Sandkasten vor dem Hauptaltar. Sein Arbeitsplatz hat Perspektive. In der Tat reißt der Reigen neuer Projekte in Macau nicht ab. Ein City of Dreams genannter Gebäudekomplex mit Kasinos, Hotels, einem Hard Rock Café sowie einem Theater wächst in die Höhe, der kanadische Cirque du Soleil bezieht demnächst eine feste Spielstätte und sogar der Plan für ein Playboy Mansion liegt fertig in der Schublade. Einige Ideen reichen schon über Macau hinaus. Sheldon Adelson, Chef der Sands Gruppe, will jenseits der Lotus-Brücke zum chinesischen Heng Qing Island ein Luxus-Ökoresort errichten, wo heute noch chinesische Bauern Früchte ernten und Beobachtungstürme den Schiffsverkehr verfolgen. Bislang hat sich noch niemand gefunden, der dagegen wettet, dass ihm dies gelingt.
Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1218660598217.shtml
Von Axel Pinck, 24.09.08, 09:43h
Macau präsentiert sich als Spielermetropole und Las Vegas Asiens, aber mit besonderem Flair. Die Spiel- und Wettleidenschaft der Chinesen ist enorm, staatliche Lotterien, natürlich Pferderennen, sogar Grillenkämpfe sorgen für Einsätze und Quoten. Es wird gezockt, was das Zeug hält.
Die hochbeinigen Windhunde zittern nervös, trotz warmer Abendtemperaturen. Betreuer führen sie ins Canidromo im Norden von Macau. Gleich dahinter ragen die Wohnblöcke von Zhuhai auf. Sie gehören schon zur VR China oder „Mainland China“, wie hier jeder sagt. Ein Startsignal, schon jagen die schlanken Hunde über die Laufbahn. Wenige Sekunden später macht die Nr. 5 mit rotem Leibchen das Rennen, begleitet von Jubelschreien und enttäuschten Ausrufen der Zuschauer. TV- und Radiostationen übertragen die Rennabende von der einzigen Hunderennbahn Asiens. Wetten werden in der Arena, aber auch über Telefon und Internet angenommen. Lau, der Taxifahrer, hat dieses Mal kein Glück gehabt. Die Spiel- und Wettleidenschaft der Chinesen ist enorm, staatliche Lotterien, natürlich Pferderennen, sogar Grillenkämpfe sorgen für Einsätze und Quoten. Es wird gezockt, was das Zeug hält.
Schon 1847 erlaubte die Kolonialverwaltung Macaus das Glücksspiel. Kasino-Mogul Stanley Ho eröffnete einen Spielklub nach dem anderen, und Besucher strömten vor allem aus dem nahe gelegenen Hongkong an die Black-Jack- und Bakkarat-Tische sowie zu den „Hungry Tigers“ genannten „einarmigen Banditen“. Als Portugal seinen kolonialen Außenposten 1999 als Sonderverwaltungszone an China zurückgab, fiel auch das Glücksspielmonopol. Lokalmatador Stanley Ho, dazu Sheldon Adelson von der Sands Gruppe und der Milliardär Steve Wynn, beide aus Las Vegas, begannen in neue Kasinos zu investieren. Der Geldmagnet Macau zog gewaltige Geldsummen an. Eine Bauorgie mit einem wahren Wald von Kränen ließ in kurzer Zeit diverse Wohntürme, Shopping Malls und Kasinohotels entstehen.
Schon 2006 hatte der Kasinoumsatz 6,95 Mrd. Dollar erreicht und damit die Summe der Einsätze im US-amerikanischen Las Vegas hinter sich gelassen. Vor allem Chinesen aus Hongkong und die wachsende Zahl von Neureichen aus der Volksrepublik zieht es an die Spieltische der früher schläfrigen Kolonialexklave. An der Portas de Cerco, dem historischen und inzwischen für 300 000 Passanten täglich ausgebauten Grenzübergang zwischen Macau und China, versuchen bunt uniformierte Hostessen die spielfreudigen Grenzgänger zu den Bussen ihrer jeweiligen Kasinos zu komplimentieren. „Funiculi, funicula“ schmettern die Gondolieri aus Malaysia oder Deutschland, die ihre von diskret surrenden Elektromotoren unterstützten Gondeln über die Kanäle im Inneren des Venetian Casinos lavieren. In den Spielsälen blinken und scheppern 6000 einarmige Banditen, zwischen den 1000 Black-Jack-, Baccarat-, Roulette- und chinesischen Fan-Ta-Tischen wuselt ein Heer von Spielern.
Schwarz-weiße Wellenlinien im portugiesischen Calçada-Muster schmücken das Pflaster auf dem Largo do Senado. Seit 2005 zählt das historische Zentrum Macaus zum Weltkulturerbe der Unesco. Trotz zweisprachiger Straßenschilder, portugiesischer Kirchen und Monumente ist die ehemals koloniale Handelsmetropole heute eine durch und durch chinesische Stadt. Rund 550 000 Einwohner leben auf knapp 21 Quadratkilometern, fast jeder Zweite ist jünger als 25 Jahre, viele sind aus Festlandchina eingewandert. Rund 90 000 Kleinmotorräder teilen sich mit den Autos die Straßen der Stadt. Nur in den Shopping-Passagen hinter dem Largo do Senado und den Gassen rund um den „Red Market“ etwas weiter nördlich sind Fahrzeuge ausgesperrt.
Auch nach 450 Jahren christlicher Missionstätigkeit bekennt sich nur jeder fünfte Maccanese zum christlichen Glauben. Die Schreine des der Meeresgöttin geweihten A-Ma-Tempels ziehen sich, durch Treppen verbunden, einen Hang im Südwesten von Macau hinauf. In einer mit Wasser gefüllten Blechschüssel schwimmen Ananasblätter und Geldscheine. Wer Nahestehenden bei persönlichen Schwierigkeiten helfen will, kann mit Gebeten und einem angemessenen Beitrag in die nasse Spendenschale das Böse wegwaschen. Guo, Croupier in einem großen Kasino, hat 200 Patakas, etwa 16 Euro gegeben. Sicherheitshalber steckt er noch ein schwelendes daumendickes Räucherstäbchen in einen Sandkasten vor dem Hauptaltar. Sein Arbeitsplatz hat Perspektive. In der Tat reißt der Reigen neuer Projekte in Macau nicht ab. Ein City of Dreams genannter Gebäudekomplex mit Kasinos, Hotels, einem Hard Rock Café sowie einem Theater wächst in die Höhe, der kanadische Cirque du Soleil bezieht demnächst eine feste Spielstätte und sogar der Plan für ein Playboy Mansion liegt fertig in der Schublade. Einige Ideen reichen schon über Macau hinaus. Sheldon Adelson, Chef der Sands Gruppe, will jenseits der Lotus-Brücke zum chinesischen Heng Qing Island ein Luxus-Ökoresort errichten, wo heute noch chinesische Bauern Früchte ernten und Beobachtungstürme den Schiffsverkehr verfolgen. Bislang hat sich noch niemand gefunden, der dagegen wettet, dass ihm dies gelingt.
Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1218660598217.shtml
FTD: Pechsträhne für die Spielhölle Macau
21.10.2008 - 18:48
Asiens Glücksspielzentrum Macau im Süden Chinas bekommt die verschärften Einreisebestimmungen für Chinesen und die Folgen der Finanzkrise zu spüren.
Im dritten Quartal schrumpften die Spielumsätze im Vergleich zum Vorquartal um zehn Prozent auf 26,2 Mrd. Pataca (2 17 Mrd. Euro). Immerhin liegen die Umsätze für die ersten neun Monate des Jahres noch um 45 Prozent über dem Vorjahr. Doch Experten rechnen mit einem ebenfalls schwachen vierten Quartal.
Die einstige portugiesische Kolonie Macau, die seit Ende 1999 wieder zu China gehört, hat in den vergangenen Jahren einen märchenhaften Aufschwung erlebt. Chinesen gelten als leidenschaftliche Zocker, und Macau ist der einzige Ort in China, in dem Glücksspiel legal ist. Binnen fünf Jahren haben sich die Umsätze der Kasinos fast verzehnfacht. Bereits 2006 hat die Sonderverwaltungszone in direkter Nachbarschaft zu Hongkong das Spielerparadies Las Vegas in den USA überrundet. Inzwischen hängt der Erfolg der 500.000-Einwohner-Stadt zu großen Teilen an den Kasinos und den dazugehörigen Hotels. Ein Viertel der Bevölkerung arbeitet dort, Steuern und Abgaben der Kasinos machen 80 Prozent der Staatseinnahmen aus.
"Der Rest des Jahres wird flau bleiben, da sich die Auswirkungen einer Reihe von Regierungsvorschriften zeigen", schrieb Analystin Karen Tang von der Deutschen Bank in einem aktuellen Report. In Peking sorgte der Aufschwung zuletzt für Misstrauen. Dreimal wurden in den vergangenen Monaten die Einreisebestimmungen für Festlandchinesen verschärft. Inzwischen dürfen Besucher aus Guangdong - aus der Provinz direkt nördlich von Macau stammen viele Spieler - nur noch alle zwei Monate nach Macau kommen. Für die Einreise über Hongkong ist seit Neuestem ein Visum erforderlich. Hinzu kommt, dass auch in China die Verbraucher angesichts der Sorge vor einer globalen Rezession ihre Ausgaben genauer prüfen. Im dritten Quartal ist das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erstmals seit 2003 unter zehn Prozent gefallen.
"Die freundliche Erklärung für Restriktionen ist, dass die Zentralregierung der Stadt Zeit verschaffen will, um endlich die Infrastruktur an die rasant steigenden Besucherzahlen anzupassen", sagt ein Unternehmensberater, der nicht genannt werden will. Macau bereitet schon lange den Bau einer S-Bahn vor. "Aber hier hält sich hartnäckig die Vermutung, dass Ärger über die ausländischen Kasinobetreiber dahintersteckt", ergänzt er. Vor allem die US-Anbieter würden zu wenig für die regionale Wirtschaft tun.
Bis 2002 galt in Macau ein Kasinomonopol, inzwischen teilen sich sechs Lizenznehmer das Geschäft, darunter mit Las Vegas Sands, Wynn Resorts und MGM Mirage drei der großen US-Anbieter. In fünf Jahren ist die Zahl der Kasinos von 11 auf 31 gestiegen. "Nächstes Jahr könnte die Lage angesichts weiterer Kasinoeröffnungen und verschärften Wettbewerbs noch schwieriger werden", sagte JP-Morgan-Analyst Billy Ng der Nachrichtenagentur Bloomberg. Ein erstes Projekt wird allerdings bereits zurückgestellt: Ein 5,25 Mrd. $ schwerer Bau von Las Vegas Sands werde auf unbestimmte Zeit verschoben, berichtete die "South China Morning Post" am Montag unter Berufung auf anonyme Quellen. Dem Konzern sei es nicht gelungen, die Finanzierung zu stemmen.
Autor/Autoren: Claudia Wanner (Hongkong)
(c) FTD
Quelle: http://nachrichten.finanztreff.de/news_ ... sicht.html
21.10.2008 - 18:48
Asiens Glücksspielzentrum Macau im Süden Chinas bekommt die verschärften Einreisebestimmungen für Chinesen und die Folgen der Finanzkrise zu spüren.
Im dritten Quartal schrumpften die Spielumsätze im Vergleich zum Vorquartal um zehn Prozent auf 26,2 Mrd. Pataca (2 17 Mrd. Euro). Immerhin liegen die Umsätze für die ersten neun Monate des Jahres noch um 45 Prozent über dem Vorjahr. Doch Experten rechnen mit einem ebenfalls schwachen vierten Quartal.
Die einstige portugiesische Kolonie Macau, die seit Ende 1999 wieder zu China gehört, hat in den vergangenen Jahren einen märchenhaften Aufschwung erlebt. Chinesen gelten als leidenschaftliche Zocker, und Macau ist der einzige Ort in China, in dem Glücksspiel legal ist. Binnen fünf Jahren haben sich die Umsätze der Kasinos fast verzehnfacht. Bereits 2006 hat die Sonderverwaltungszone in direkter Nachbarschaft zu Hongkong das Spielerparadies Las Vegas in den USA überrundet. Inzwischen hängt der Erfolg der 500.000-Einwohner-Stadt zu großen Teilen an den Kasinos und den dazugehörigen Hotels. Ein Viertel der Bevölkerung arbeitet dort, Steuern und Abgaben der Kasinos machen 80 Prozent der Staatseinnahmen aus.
"Der Rest des Jahres wird flau bleiben, da sich die Auswirkungen einer Reihe von Regierungsvorschriften zeigen", schrieb Analystin Karen Tang von der Deutschen Bank in einem aktuellen Report. In Peking sorgte der Aufschwung zuletzt für Misstrauen. Dreimal wurden in den vergangenen Monaten die Einreisebestimmungen für Festlandchinesen verschärft. Inzwischen dürfen Besucher aus Guangdong - aus der Provinz direkt nördlich von Macau stammen viele Spieler - nur noch alle zwei Monate nach Macau kommen. Für die Einreise über Hongkong ist seit Neuestem ein Visum erforderlich. Hinzu kommt, dass auch in China die Verbraucher angesichts der Sorge vor einer globalen Rezession ihre Ausgaben genauer prüfen. Im dritten Quartal ist das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erstmals seit 2003 unter zehn Prozent gefallen.
"Die freundliche Erklärung für Restriktionen ist, dass die Zentralregierung der Stadt Zeit verschaffen will, um endlich die Infrastruktur an die rasant steigenden Besucherzahlen anzupassen", sagt ein Unternehmensberater, der nicht genannt werden will. Macau bereitet schon lange den Bau einer S-Bahn vor. "Aber hier hält sich hartnäckig die Vermutung, dass Ärger über die ausländischen Kasinobetreiber dahintersteckt", ergänzt er. Vor allem die US-Anbieter würden zu wenig für die regionale Wirtschaft tun.
Bis 2002 galt in Macau ein Kasinomonopol, inzwischen teilen sich sechs Lizenznehmer das Geschäft, darunter mit Las Vegas Sands, Wynn Resorts und MGM Mirage drei der großen US-Anbieter. In fünf Jahren ist die Zahl der Kasinos von 11 auf 31 gestiegen. "Nächstes Jahr könnte die Lage angesichts weiterer Kasinoeröffnungen und verschärften Wettbewerbs noch schwieriger werden", sagte JP-Morgan-Analyst Billy Ng der Nachrichtenagentur Bloomberg. Ein erstes Projekt wird allerdings bereits zurückgestellt: Ein 5,25 Mrd. $ schwerer Bau von Las Vegas Sands werde auf unbestimmte Zeit verschoben, berichtete die "South China Morning Post" am Montag unter Berufung auf anonyme Quellen. Dem Konzern sei es nicht gelungen, die Finanzierung zu stemmen.
Autor/Autoren: Claudia Wanner (Hongkong)
(c) FTD
Quelle: http://nachrichten.finanztreff.de/news_ ... sicht.html
Finanzkrise - Nichts geht mehr
Finanzkrise - Nichts geht mehr
Die Spielbank Hamburg meldete vor einigen Tagen, ihr Umsatz sei im Vergleich zum vergangenen Jahr um 20 Prozent geschrumpft. Miserable Zahlen veröffentlichte auch der Branchenverband der Casinos im Land, die Deutsche Spielbanken Interessen- und Arbeitsgemeinschaft: Ihr Erlös sei von Januar bis September um 21 Prozent gefallen. Wie muss man das verstehen? Gelangt der Casino-Kapitalismus an sein Ende?
Die Spielbanken in Niedersachsen wollen ein Viertel ihrer 460 Arbeitsplätze streichen. In Sachsen-Anhalt verhinderte das Land schon vor Monaten den Zusammenbruch der staatseigenen Spielbank mit einer Million Euro aus der Staatskasse. Ob die Nothilfe reichen wird, weiß man zur Stunde noch nicht.
Am Wochenende kam dann noch eine schlechte Nachricht aus Dresden: Sachsens Spielbanken erwarten bis zum Jahresende 40 Prozent weniger Umsatz, berichtet die Freie Presse. Grund: Die Kundschaft bleibt weg.
Fusionieren die Casinos in Sachsen mit denen an der Saar, so wie die Landesbanken beider Länder? Schnürt Ministerpräsident Stanislaw Tillich ein Rettungspaket für Zockerhäuser?
Altlinke, die nun die Verantwortung einmal mehr auf den Markt schieben, liegen möglicherweise falsch. Der Staat selbst sei schuld, sagen die Casinobetreiber. Er traktiere sie mit Regeln, die den Gästen die Lust am Spiel gründlich verleideten. Das Rauchverbot! Die strengen Einlasskontrollen zum Kampf gegen die Spielsucht! Das Geldwäschegesetz! Die Konkurrenz der Spielhallen, die jeden an ihre Automaten ließen, der volljährig sei! Ganz zu schweigen von den Gewinnspielen im Fernsehen und im Internet, die eine unzulässige Konkurrenz darstellten.
Fangen wir mit Letzterem an: In Deutschland ist das Glücksspiel im Netz verboten. Den Aufschwung des Online-Pokerns hat das aber nicht verhindern können. Ist es vielleicht wie bei den riskanten Transaktionen mancher Fondsmanager, kümmern sich die Behörden nicht genug?
Gesamter Artikel: Nichts geht mehr
Die Spielbank Hamburg meldete vor einigen Tagen, ihr Umsatz sei im Vergleich zum vergangenen Jahr um 20 Prozent geschrumpft. Miserable Zahlen veröffentlichte auch der Branchenverband der Casinos im Land, die Deutsche Spielbanken Interessen- und Arbeitsgemeinschaft: Ihr Erlös sei von Januar bis September um 21 Prozent gefallen. Wie muss man das verstehen? Gelangt der Casino-Kapitalismus an sein Ende?
Die Spielbanken in Niedersachsen wollen ein Viertel ihrer 460 Arbeitsplätze streichen. In Sachsen-Anhalt verhinderte das Land schon vor Monaten den Zusammenbruch der staatseigenen Spielbank mit einer Million Euro aus der Staatskasse. Ob die Nothilfe reichen wird, weiß man zur Stunde noch nicht.
Am Wochenende kam dann noch eine schlechte Nachricht aus Dresden: Sachsens Spielbanken erwarten bis zum Jahresende 40 Prozent weniger Umsatz, berichtet die Freie Presse. Grund: Die Kundschaft bleibt weg.
Fusionieren die Casinos in Sachsen mit denen an der Saar, so wie die Landesbanken beider Länder? Schnürt Ministerpräsident Stanislaw Tillich ein Rettungspaket für Zockerhäuser?
Altlinke, die nun die Verantwortung einmal mehr auf den Markt schieben, liegen möglicherweise falsch. Der Staat selbst sei schuld, sagen die Casinobetreiber. Er traktiere sie mit Regeln, die den Gästen die Lust am Spiel gründlich verleideten. Das Rauchverbot! Die strengen Einlasskontrollen zum Kampf gegen die Spielsucht! Das Geldwäschegesetz! Die Konkurrenz der Spielhallen, die jeden an ihre Automaten ließen, der volljährig sei! Ganz zu schweigen von den Gewinnspielen im Fernsehen und im Internet, die eine unzulässige Konkurrenz darstellten.
Fangen wir mit Letzterem an: In Deutschland ist das Glücksspiel im Netz verboten. Den Aufschwung des Online-Pokerns hat das aber nicht verhindern können. Ist es vielleicht wie bei den riskanten Transaktionen mancher Fondsmanager, kümmern sich die Behörden nicht genug?
Gesamter Artikel: Nichts geht mehr
Online-Zockerei soll erlaubt werden
Eine Aufhebung des Verbots von Internet-Glücksspielen in der Schweiz muss nach Ansicht von Benno Schneider, dem Präsidenten der Eidg. Spielbankenkommission (ESBK), geprüft werden. Auf diese Weise könne die Qualität der Anbieter geprüft werden.
Die ESBK wird dem Bundesrat bis Ende Jahr einen Bericht zum Verbot von Internet-Glücksspielen vorlegen. Darin sollen die verschiedenen möglichen Wege und deren Konsequenzen aufgezeigt werden.
ESBK-Präsident Schneider selbst hält eine Aufhebung des Verbots für prüfenswert, wie er in einem am Montag im «Tages-Anzeiger» erschienenen Interview erklärte. Es müsse ins Auge gefasst werden, ob in der Schweiz Konzessionen für Internet-Casinos geschaffen und ausländische Anbieter weiter verboten werden sollten.
Der Vorteil dieser Lösung bestehe darin, dass die Qualität der Anbieter kontrolliert werden könne, sagte Schneider. Ausserdem könnten die Erträge aus den Online-Spielen in der Schweiz besteuert werden.
Das Internet halte sich jedoch nicht an Landesgrenzen und eröffne zahllose Möglichkeiten, ein Verbot ausländischer Internet-Casinos zu umgehen, erklärte Schneider. Auch stelle sich die Frage, wie ein Verbot ausländischer Anbieter durchgesetzt werden solle.
Rein technisch sei es möglich, dass die Provider den Zugang zu ausländischen Internet-Casinos blockierten. Dies geschehe bereits im Kampf gegen Pädophilie. Der Bewirtschaftungsaufwand sei jedoch gross, und es stelle sich die Frage, ob ein solches Vorgehen im Zusammenhang mit Glücksspiel verhältnismässig sei.
Erfolgsversprechender sei es möglicherweise, wenn den Kredikartenunternehmen verboten werde, Zahlungen an Online-Casinos im Ausland entgegenzunehmen. Diesen Weg hätten die USA gewählt. Doch auch hier stelle sich die Frage der Verhältnismässigkeit.
Werde das Verbot tatsächlich gelockert, müssten an Schweizer Online-Casinos dieselben Anforderungen wie an eine normale Spielbank gestellt werden, sagte Schneider weiter. Kriminalität und Geldwäscherei müssten verhindert und die Spielsucht eingedämmt werden.
Betreiber bestehender Casinos hätten in diesem Fall sicher gute Chancen, eine Konzession für ein Internet-Casino zu erhalten. Sie seien erwiesenermassen in der Lage, die Auflagen zu erfüllen.
Quelle: Online-Zockerei soll erlaubt werden
Eine Aufhebung des Verbots von Internet-Glücksspielen in der Schweiz muss nach Ansicht von Benno Schneider, dem Präsidenten der Eidg. Spielbankenkommission (ESBK), geprüft werden. Auf diese Weise könne die Qualität der Anbieter geprüft werden.
Die ESBK wird dem Bundesrat bis Ende Jahr einen Bericht zum Verbot von Internet-Glücksspielen vorlegen. Darin sollen die verschiedenen möglichen Wege und deren Konsequenzen aufgezeigt werden.
ESBK-Präsident Schneider selbst hält eine Aufhebung des Verbots für prüfenswert, wie er in einem am Montag im «Tages-Anzeiger» erschienenen Interview erklärte. Es müsse ins Auge gefasst werden, ob in der Schweiz Konzessionen für Internet-Casinos geschaffen und ausländische Anbieter weiter verboten werden sollten.
Der Vorteil dieser Lösung bestehe darin, dass die Qualität der Anbieter kontrolliert werden könne, sagte Schneider. Ausserdem könnten die Erträge aus den Online-Spielen in der Schweiz besteuert werden.
Das Internet halte sich jedoch nicht an Landesgrenzen und eröffne zahllose Möglichkeiten, ein Verbot ausländischer Internet-Casinos zu umgehen, erklärte Schneider. Auch stelle sich die Frage, wie ein Verbot ausländischer Anbieter durchgesetzt werden solle.
Rein technisch sei es möglich, dass die Provider den Zugang zu ausländischen Internet-Casinos blockierten. Dies geschehe bereits im Kampf gegen Pädophilie. Der Bewirtschaftungsaufwand sei jedoch gross, und es stelle sich die Frage, ob ein solches Vorgehen im Zusammenhang mit Glücksspiel verhältnismässig sei.
Erfolgsversprechender sei es möglicherweise, wenn den Kredikartenunternehmen verboten werde, Zahlungen an Online-Casinos im Ausland entgegenzunehmen. Diesen Weg hätten die USA gewählt. Doch auch hier stelle sich die Frage der Verhältnismässigkeit.
Werde das Verbot tatsächlich gelockert, müssten an Schweizer Online-Casinos dieselben Anforderungen wie an eine normale Spielbank gestellt werden, sagte Schneider weiter. Kriminalität und Geldwäscherei müssten verhindert und die Spielsucht eingedämmt werden.
Betreiber bestehender Casinos hätten in diesem Fall sicher gute Chancen, eine Konzession für ein Internet-Casino zu erhalten. Sie seien erwiesenermassen in der Lage, die Auflagen zu erfüllen.
Quelle: Online-Zockerei soll erlaubt werden
Gesetzesänderung ermöglicht Kasinos auf Taiwans Inseln
Taiwans Parlament hat heute die Legalisierung von Kasinos auf Taiwan vorgelagerten Inseln verabschiedet.
Das Parlament stimmte mit 71 Ja und 26 Neinstimmen und einer Enthaltung in dritter Lesung für die Änderung des entsprechenden Gesetztes zur Entwicklung der Taiwan vorgelagerten Inseln. Die Oppositionspartei DPP hat sich dagegen ausgesprochen.
Nach der Gesetzesänderung können Kasinos nur in Urlaubsressorts eingerichtet werden, zu denen auch internationale Touristenhotels, Konferenzräume, Einkaufsmöglichkeiten und andere Freizeiteinrichtungen gehören.
Um den Vorschlag für ein solches Urlaubsressort mit Kasino auf der Inselgruppe Penghu umsetzen zu können, muss über die Hälfte der lokalen Bevölkerung bei einem Referendum dafür stimmen.
Quelle: china-observer
Taiwans Parlament hat heute die Legalisierung von Kasinos auf Taiwan vorgelagerten Inseln verabschiedet.
Das Parlament stimmte mit 71 Ja und 26 Neinstimmen und einer Enthaltung in dritter Lesung für die Änderung des entsprechenden Gesetztes zur Entwicklung der Taiwan vorgelagerten Inseln. Die Oppositionspartei DPP hat sich dagegen ausgesprochen.
Nach der Gesetzesänderung können Kasinos nur in Urlaubsressorts eingerichtet werden, zu denen auch internationale Touristenhotels, Konferenzräume, Einkaufsmöglichkeiten und andere Freizeiteinrichtungen gehören.
Um den Vorschlag für ein solches Urlaubsressort mit Kasino auf der Inselgruppe Penghu umsetzen zu können, muss über die Hälfte der lokalen Bevölkerung bei einem Referendum dafür stimmen.
Quelle: china-observer
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Gläubigerschutz, die Dritte-Trump-Casinos vor Pleite
Gläubigerschutz, die Dritte-Trump-Casinos vor Pleite
Die Casinos des US-Unternehmers Donald Trump stehen offenbar am Rande des Bankrotts. Die Trump Entertainment Resorts muss nach Informationen des "Wall Street Journal" am Dienstag Gläubigerschutz beantragen. Der Verwaltungsrat der Gruppe habe am Montag zugestimmt, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Nach Angaben des Blattes ist es bereits das dritte Mal, dass das Unternehmen vor einem Konkursrichter erscheinen muss. Als Grund wurden Schulden in Höhe von 1,7 Mrd. US-Dollar genannt.
Der Antrag soll verhindern, dass Maßnahmen zur Umstrukturierung des Unternehmens, die der Gründer und größte Anteilseigner Donald Trump erarbeitet hatte, zurückgenommen werden. Trump war am Freitag nach Meinungsverschiedenheiten mit den Gläubigern von seinem Posten als Chef des Verwaltungsrats zurückgetreten. Die Trump Entertainment Resorts besitzt mehrere Casinos in Atlantic City im Bundesstaat New Jersey. Infolge der Wirtschaftskrise sind die Umsätze dort stark zurückgegangen.
Quelle: n-tv.de
Die Casinos des US-Unternehmers Donald Trump stehen offenbar am Rande des Bankrotts. Die Trump Entertainment Resorts muss nach Informationen des "Wall Street Journal" am Dienstag Gläubigerschutz beantragen. Der Verwaltungsrat der Gruppe habe am Montag zugestimmt, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Nach Angaben des Blattes ist es bereits das dritte Mal, dass das Unternehmen vor einem Konkursrichter erscheinen muss. Als Grund wurden Schulden in Höhe von 1,7 Mrd. US-Dollar genannt.
Der Antrag soll verhindern, dass Maßnahmen zur Umstrukturierung des Unternehmens, die der Gründer und größte Anteilseigner Donald Trump erarbeitet hatte, zurückgenommen werden. Trump war am Freitag nach Meinungsverschiedenheiten mit den Gläubigern von seinem Posten als Chef des Verwaltungsrats zurückgetreten. Die Trump Entertainment Resorts besitzt mehrere Casinos in Atlantic City im Bundesstaat New Jersey. Infolge der Wirtschaftskrise sind die Umsätze dort stark zurückgegangen.
Quelle: n-tv.de
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