Poker in den Medien
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Hazardeure am Tisch
Hazardeure am Tisch
Poker-Turniere sind «in». Leider! Denn sie gaukeln vor, Poker sei Sport. Was nicht den Tatsachen entspricht. Es ist und bleibt ein Hazardspiel, bei dem man Haus und Hof verlieren kann!
Umso schlimmer, dass das DSF, das «Deutsche SPORT-Fernsehen», tagtäglich stundenlang Turniere oder so genannte «Cash games», bei denen nicht um Preisgelder, sondern um bare Münze gespielt wird, überträgt. Angeblich weil Poker ja so beliebt geworden ist.
Klar, die Möglichkeit selbst zu überlegen, wie man seine Karten ausspielen würde – das ist spannend, das verursacht ein Kribbeln. Aber es verführt auch viele, völlig dem Poker und damit dem Glücksspiel zu verfallen. Die Zahl der 20- bis 25-Jährigen, die dort eine Profi-Karriere ansteuern, wird immer größer.
Weiter auf: http://www.fnp.de/fnp/sport/ueberregion ... 800.de.htm
Poker-Turniere sind «in». Leider! Denn sie gaukeln vor, Poker sei Sport. Was nicht den Tatsachen entspricht. Es ist und bleibt ein Hazardspiel, bei dem man Haus und Hof verlieren kann!
Umso schlimmer, dass das DSF, das «Deutsche SPORT-Fernsehen», tagtäglich stundenlang Turniere oder so genannte «Cash games», bei denen nicht um Preisgelder, sondern um bare Münze gespielt wird, überträgt. Angeblich weil Poker ja so beliebt geworden ist.
Klar, die Möglichkeit selbst zu überlegen, wie man seine Karten ausspielen würde – das ist spannend, das verursacht ein Kribbeln. Aber es verführt auch viele, völlig dem Poker und damit dem Glücksspiel zu verfallen. Die Zahl der 20- bis 25-Jährigen, die dort eine Profi-Karriere ansteuern, wird immer größer.
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Becker: „Man geht voller Träume in so ein Turnier“
Becker: „Man geht voller Träume in so ein Turnier“
Tennis-Idol Boris Becker tritt in dieser Woche beim größten Live-Pokerturnier außerhalb von Las Vegas an. Im SID-Interview spricht der Poker-Novize über seine Ziele und Spielweise.
Tennis-Legende Boris Becker wird in dieser Woche beim größten Live-Pokerturnier außerhalb von Las Vegas, dem PokerStars Caribbean Adventure auf den Bahamas, teilnehmen. Bisher steckt der 42-Jährige noch in den Kinderschuhen im Pokersport, rechnet sich aber Chancen aus, "irgendwann vielleicht auch mal die Stars der Szene zu ärgern". Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) spricht er über das "leichte Kribbeln", die Parallelen zum Tennis und über den "Fünfkampf" auf dem Tennis-Court.
SID: "Herr Becker, Sie nehmen in dieser Woche am PokerStars Caribbean Adventure auf den Bahamas teil, dem größten Live-Pokerturnier außerhalb von Las Vegas. Wie aufgeregt ist ein dreimaliger Wimbledonsieger vor so einem Event?"
Boris Becker: "Das leichte Kribbeln ist immer da, denn man geht immer voller Träume in so ein Turnier. Ich habe mich gut vorbereitet und mir einige der Jungs auch etwas genauer angeschaut."
Weiter -> http://www.focus.de/sport/tennis/tennis ... 68414.html
Tennis-Idol Boris Becker tritt in dieser Woche beim größten Live-Pokerturnier außerhalb von Las Vegas an. Im SID-Interview spricht der Poker-Novize über seine Ziele und Spielweise.
Tennis-Legende Boris Becker wird in dieser Woche beim größten Live-Pokerturnier außerhalb von Las Vegas, dem PokerStars Caribbean Adventure auf den Bahamas, teilnehmen. Bisher steckt der 42-Jährige noch in den Kinderschuhen im Pokersport, rechnet sich aber Chancen aus, "irgendwann vielleicht auch mal die Stars der Szene zu ärgern". Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) spricht er über das "leichte Kribbeln", die Parallelen zum Tennis und über den "Fünfkampf" auf dem Tennis-Court.
SID: "Herr Becker, Sie nehmen in dieser Woche am PokerStars Caribbean Adventure auf den Bahamas teil, dem größten Live-Pokerturnier außerhalb von Las Vegas. Wie aufgeregt ist ein dreimaliger Wimbledonsieger vor so einem Event?"
Boris Becker: "Das leichte Kribbeln ist immer da, denn man geht immer voller Träume in so ein Turnier. Ich habe mich gut vorbereitet und mir einige der Jungs auch etwas genauer angeschaut."
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Poker-Schule - Von ihr bekommt Boris Poker-Tricks
Poker-Schule - Von ihr bekommt Boris Poker-Tricks
Poker-Europameisterin Sandra Naujoks aus Berlin (28) ist Beckers Poker-Kollegin, verrät ihm Tricks
Boris Becker (42) ist es gewohnt zu siegen. Bis zu seinem Rücktritt vom Profitennis 1999 gewann er allein 49 Turniere im Einzel. Jetzt spielt Becker wieder. Am Pokertisch. Noch gehört er nicht zu den Weltbesten, doch der Ehrgeiz ist geblieben. Er will wieder siegen. Die Poker-Europameisterin Sandra Naujoks (28) aus Berlin zeigt ihm, wie es geht.
„Schwarze Mamba“ lautet Naujoks Spitzname in der Szene, benannt nach einer Giftschlange, die ihre Beute am Stück frisst. So wie Naujoks ihre Gegner am Tisch. In Dortmund hat sie im letzten Jahr 917.000 Euro gewonnen, in Baden 175.000 Euro. Seit zwei Jahren reist sie als Profi-Spielerin 300 Tage im Jahr durch die Welt. Ihr neuer Kollege im „Pokerstars“-Team: Boris Becker. Gemeinsam zocken sie gerade auf den Bahamas, beim zweitgrößten Turnier der Welt: 1500 Spieler, 14 Millionen Dollar Preisgeld.
Doch Becker pokerte zu hoch, flog nach sieben Stunden vom Tisch. „Ich habe zu viel Risiko gespielt“, sagt er. „Früher beim Tennis hätte ich nach einem verlorenen Satz vor Wut in den Schläger beißen können. Aber ich bin jetzt 42, den Boris, der spontan aus dem Bauch heraus handelt, gibt es nicht mehr.“ Stattdessen entscheidet er sich dafür, Sandra Naujoks zuzusehen. „Sie hat einen starken Charakter, viel Disziplin, setzt sich gegen alle Männer am Tisch durch. Da kann ich viel lernen.“
Weiter -> http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/ ... 89418.html
Poker-Europameisterin Sandra Naujoks aus Berlin (28) ist Beckers Poker-Kollegin, verrät ihm Tricks
Boris Becker (42) ist es gewohnt zu siegen. Bis zu seinem Rücktritt vom Profitennis 1999 gewann er allein 49 Turniere im Einzel. Jetzt spielt Becker wieder. Am Pokertisch. Noch gehört er nicht zu den Weltbesten, doch der Ehrgeiz ist geblieben. Er will wieder siegen. Die Poker-Europameisterin Sandra Naujoks (28) aus Berlin zeigt ihm, wie es geht.
„Schwarze Mamba“ lautet Naujoks Spitzname in der Szene, benannt nach einer Giftschlange, die ihre Beute am Stück frisst. So wie Naujoks ihre Gegner am Tisch. In Dortmund hat sie im letzten Jahr 917.000 Euro gewonnen, in Baden 175.000 Euro. Seit zwei Jahren reist sie als Profi-Spielerin 300 Tage im Jahr durch die Welt. Ihr neuer Kollege im „Pokerstars“-Team: Boris Becker. Gemeinsam zocken sie gerade auf den Bahamas, beim zweitgrößten Turnier der Welt: 1500 Spieler, 14 Millionen Dollar Preisgeld.
Doch Becker pokerte zu hoch, flog nach sieben Stunden vom Tisch. „Ich habe zu viel Risiko gespielt“, sagt er. „Früher beim Tennis hätte ich nach einem verlorenen Satz vor Wut in den Schläger beißen können. Aber ich bin jetzt 42, den Boris, der spontan aus dem Bauch heraus handelt, gibt es nicht mehr.“ Stattdessen entscheidet er sich dafür, Sandra Naujoks zuzusehen. „Sie hat einen starken Charakter, viel Disziplin, setzt sich gegen alle Männer am Tisch durch. Da kann ich viel lernen.“
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Sandra Naujoks: "Black Mamba" mit blauen Augen
Sandra Naujoks: "Black Mamba" mit blauen Augen
Die beste deutsche Turnierspielerin ist am Pokertisch gefürchtet - und fasziniert aufgrund ihrer Ausstrahlung.
Hamburg. Wer schon einmal an einem Live-Poker-Turnier teilgenommen hat, wird in der Regel in den Zügen männlicher Gesichter versucht haben, das Blatt des Gegners zu lesen. Die Dominanz des starken Geschlechts ist unübersehbar, auch bei den diversen Pokerübertragungen im Fernsehen ist die Präsenz weiblicher Gestalten äußerst selten.
Sandra Naujoks ist eine der wenigen Ausnahmen. Sie gewann unter anderem die European Poker Tour 2009 in Dortmund und wurde zur erfolgreichsten, deutschen Turnierspielerin. Damit war die "Black Mamba", wie Naujoks ehrfürchtig genannt wird, die zweite Frau überhaupt, die einen EPT-Titel gewinnen konnte. Turnier-Preisgelder von insgesamt rund 1,5 Millionen Dollar durfte sie bisher schon einstreichen.
Auch sonst verkauft sich die 28-Jährige blendend. Das ehemalige Model erfüllt am Poker-Tisch mit Cowboyhut und Zigarre die Phantasien vieler Männer. Zudem erregte ihre Liaison mit Schauspieler und Moderator Sebastian Deyle das Interesse der Medien. Ihr Auftritt wirkt kühl und unnahbar, doch genau das bringt der Black Mamba beim Pokern den Erfolg ein - die eisblauen Augen zeigen einfach keine Regung, egal wie gut oder schlecht ihr Blatt gerade ist.
Naujoks sagt von sich selbst, sie sei keine Rampensau. Auch im Spiel nicht, eher introvertiert, zurückhaltend. Aber wenn es darum geht, den Poker-Sport in den Medien zu repräsentieren, sie sie eben die souveräne, toughe Pokerbraut. Aber eine mit Herz. Denn neben Ihrer Pokerkarriere engagiert sich Sandra Naujoks bei humanitären Projekten in Kambodscha.
Quelle: http://www.abendblatt.de/vermischtes/ar ... Augen.html
Die beste deutsche Turnierspielerin ist am Pokertisch gefürchtet - und fasziniert aufgrund ihrer Ausstrahlung.
Hamburg. Wer schon einmal an einem Live-Poker-Turnier teilgenommen hat, wird in der Regel in den Zügen männlicher Gesichter versucht haben, das Blatt des Gegners zu lesen. Die Dominanz des starken Geschlechts ist unübersehbar, auch bei den diversen Pokerübertragungen im Fernsehen ist die Präsenz weiblicher Gestalten äußerst selten.
Sandra Naujoks ist eine der wenigen Ausnahmen. Sie gewann unter anderem die European Poker Tour 2009 in Dortmund und wurde zur erfolgreichsten, deutschen Turnierspielerin. Damit war die "Black Mamba", wie Naujoks ehrfürchtig genannt wird, die zweite Frau überhaupt, die einen EPT-Titel gewinnen konnte. Turnier-Preisgelder von insgesamt rund 1,5 Millionen Dollar durfte sie bisher schon einstreichen.
Auch sonst verkauft sich die 28-Jährige blendend. Das ehemalige Model erfüllt am Poker-Tisch mit Cowboyhut und Zigarre die Phantasien vieler Männer. Zudem erregte ihre Liaison mit Schauspieler und Moderator Sebastian Deyle das Interesse der Medien. Ihr Auftritt wirkt kühl und unnahbar, doch genau das bringt der Black Mamba beim Pokern den Erfolg ein - die eisblauen Augen zeigen einfach keine Regung, egal wie gut oder schlecht ihr Blatt gerade ist.
Naujoks sagt von sich selbst, sie sei keine Rampensau. Auch im Spiel nicht, eher introvertiert, zurückhaltend. Aber wenn es darum geht, den Poker-Sport in den Medien zu repräsentieren, sie sie eben die souveräne, toughe Pokerbraut. Aber eine mit Herz. Denn neben Ihrer Pokerkarriere engagiert sich Sandra Naujoks bei humanitären Projekten in Kambodscha.
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Online-Poker: Viele gewonnene Spiele, wenig Geld
Online-Poker: Viele gewonnene Spiele, wenig Geld
Je mehr Partien Spieler beim Online-Poker gewinnen, desto weniger Geld streichen sie laut einer aktuellen Studie von US-Wissenschaftlern insgesamt ein.
Das gilt besonders für Anfänger, wie die Analyse von 27 Millionen Pokerpartien im Internet ergab. Die im "Journal of Gambling Studies" veröffentlichte Studie deutet darauf hin, dass der ärgste Kontrahent vieler Spieler nicht die anderen Personen am "Tisch" sind, sondern sie selbst.
Der Soziologe Kyle Siler von der Cornell-Universität im US-Staat New York begründet das Resultat seiner Untersuchung wie folgt: Bei den weitaus meisten Spielen gewinnen die Sieger lediglich kleine Beträge. Menschen neigen aber dazu, regelmäßige geringe Gewinne im Vergleich zu gelegentlichen großen Verlusten überzubewerten.
Link:
Glückssträhnen verleiten zu hohem Risiko
Die vermeintliche Glückssträhne verleitet die Spieler somit dazu, größere Risiken einzugehen. Sie setzen in weiteren Partien höhere Beträge, so dass der vorher eingestrichene Gewinn bei ausbleibendem Erfolg schnell wieder aufgezehrt ist.
Siler analysierte insgesamt 27 Millionen Spiele der auch in Deutschland beliebten Pokervariante Texas Hold'em, bei denen der mögliche Einsatz nicht begrenzt war. Online-Poker ist eine florierende Glücksspielbranche mit einem Jahresumsatz in Milliardenhöhe.
Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1636345/
Je mehr Partien Spieler beim Online-Poker gewinnen, desto weniger Geld streichen sie laut einer aktuellen Studie von US-Wissenschaftlern insgesamt ein.
Das gilt besonders für Anfänger, wie die Analyse von 27 Millionen Pokerpartien im Internet ergab. Die im "Journal of Gambling Studies" veröffentlichte Studie deutet darauf hin, dass der ärgste Kontrahent vieler Spieler nicht die anderen Personen am "Tisch" sind, sondern sie selbst.
Der Soziologe Kyle Siler von der Cornell-Universität im US-Staat New York begründet das Resultat seiner Untersuchung wie folgt: Bei den weitaus meisten Spielen gewinnen die Sieger lediglich kleine Beträge. Menschen neigen aber dazu, regelmäßige geringe Gewinne im Vergleich zu gelegentlichen großen Verlusten überzubewerten.
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Glückssträhnen verleiten zu hohem Risiko
Die vermeintliche Glückssträhne verleitet die Spieler somit dazu, größere Risiken einzugehen. Sie setzen in weiteren Partien höhere Beträge, so dass der vorher eingestrichene Gewinn bei ausbleibendem Erfolg schnell wieder aufgezehrt ist.
Siler analysierte insgesamt 27 Millionen Spiele der auch in Deutschland beliebten Pokervariante Texas Hold'em, bei denen der mögliche Einsatz nicht begrenzt war. Online-Poker ist eine florierende Glücksspielbranche mit einem Jahresumsatz in Milliardenhöhe.
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Polizei sprengt Zockerrunde
Polizei sprengt Zockerrunde
Die Polizei hat in Ottobrunn einen illegalen Spielclub ausgehoben. Er befand sich in einem vermeintlichen Büro in der Rosenheimer Straße. Dort stießen die Ermittler in der Nacht zum Samstag auf sechs Personen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren, darunter eine Frau, die gerade Poker spielten. Jetons und Bargeld im Wert von 720 Euro fand die Polizei bei den Zockern. Während der Aktion kamen vier weitere Spielinteressierte dazu. Auch der Veranstalter, ein 40-jähriger Mann, tauchte auf. Er stand unter Drogen. Die Polizei vermutet, dass in dem Club regelmäßig gezockt wurde.
Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/918214
Die Polizei hat in Ottobrunn einen illegalen Spielclub ausgehoben. Er befand sich in einem vermeintlichen Büro in der Rosenheimer Straße. Dort stießen die Ermittler in der Nacht zum Samstag auf sechs Personen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren, darunter eine Frau, die gerade Poker spielten. Jetons und Bargeld im Wert von 720 Euro fand die Polizei bei den Zockern. Während der Aktion kamen vier weitere Spielinteressierte dazu. Auch der Veranstalter, ein 40-jähriger Mann, tauchte auf. Er stand unter Drogen. Die Polizei vermutet, dass in dem Club regelmäßig gezockt wurde.
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Wie die Wall Street pokert
Wie die Wall Street pokert
Viele Beobachter glauben zu wissen, was den US-Finanzmarkt im Innersten wirklich zusammenhält: Mächtige Banken. Gier. Die Milliarden vom Steuerzahler. In Wirklichkeit jedoch ist es ausschließlich Poker. von Rainer Leurs, Hamburg
Herrje, die Wall Street! Verhältnisse wie am Roulettetisch herrschten dort, sagen viele Kritiker, beschweren sich über die Kasinomentalität der Banker, und das nicht erst seit der Finanzkrise. Wenn die wüssten!
In Wirklichkeit nämlich wäre der US-Finanzmarkt ohne Kasinomentalität gar nicht denkbar. Oder anders gesagt: ohne Poker. Kenner wissen, dass Banker und Händler wenig anderes im Kopf haben als Flush-Draws, Pot-Odds und Gutshot Straights.
Das fängt schon bei der Personalpolitik an. So besetzen Hedge-Fonds und Brokerhäuser ihre freien Stellen seit einiger Zeit gezielt mit professionellen Pokerspielern. "Das sind Leute, die in einem System überlebt haben, bei dem 95 Prozent der Spieler Geld verlieren", sagt Brandon Adams, Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Harvard. "Wer gerissen und diszipliniert genug ist, um dieses System zu überleben, wird auch beim Trading gut abschneiden."
Einschlägige Erfahrungen am Finanzmarkt sind bei der Rekrutierung solcher Pokercracks zweitrangig, wie Simon Satanovsky von der Headhunterfirma Options Group berichtet. "Früher haben wir nach den Prüfungsergebnissen beim Studienabschluss gefragt", sagte er kürzlich der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Jetzt fragen wir, ob jemand beim Pokern Erfolge vorzuweisen hat."
Der Gedanke dahinter ist nicht ganz so kühn, wie er sich im ersten Moment anhört. Poker ist eben kein banales Glücksspiel. Vielleicht gewinnt man mal als blutiger Anfänger, oder man hat als Pokerveteran einige Partien in Folge richtig Pech. Auf lange Sicht allerdings gibt es Spieler, die normalerweise gewinnen - und solche, die pleitegehen.
Weiter gehts hier: http://www.ftd.de/finanzen/:kasinomenta ... 60861.html
Viele Beobachter glauben zu wissen, was den US-Finanzmarkt im Innersten wirklich zusammenhält: Mächtige Banken. Gier. Die Milliarden vom Steuerzahler. In Wirklichkeit jedoch ist es ausschließlich Poker. von Rainer Leurs, Hamburg
Herrje, die Wall Street! Verhältnisse wie am Roulettetisch herrschten dort, sagen viele Kritiker, beschweren sich über die Kasinomentalität der Banker, und das nicht erst seit der Finanzkrise. Wenn die wüssten!
In Wirklichkeit nämlich wäre der US-Finanzmarkt ohne Kasinomentalität gar nicht denkbar. Oder anders gesagt: ohne Poker. Kenner wissen, dass Banker und Händler wenig anderes im Kopf haben als Flush-Draws, Pot-Odds und Gutshot Straights.
Das fängt schon bei der Personalpolitik an. So besetzen Hedge-Fonds und Brokerhäuser ihre freien Stellen seit einiger Zeit gezielt mit professionellen Pokerspielern. "Das sind Leute, die in einem System überlebt haben, bei dem 95 Prozent der Spieler Geld verlieren", sagt Brandon Adams, Wirtschaftswissenschaftler an der Uni Harvard. "Wer gerissen und diszipliniert genug ist, um dieses System zu überleben, wird auch beim Trading gut abschneiden."
Einschlägige Erfahrungen am Finanzmarkt sind bei der Rekrutierung solcher Pokercracks zweitrangig, wie Simon Satanovsky von der Headhunterfirma Options Group berichtet. "Früher haben wir nach den Prüfungsergebnissen beim Studienabschluss gefragt", sagte er kürzlich der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Jetzt fragen wir, ob jemand beim Pokern Erfolge vorzuweisen hat."
Der Gedanke dahinter ist nicht ganz so kühn, wie er sich im ersten Moment anhört. Poker ist eben kein banales Glücksspiel. Vielleicht gewinnt man mal als blutiger Anfänger, oder man hat als Pokerveteran einige Partien in Folge richtig Pech. Auf lange Sicht allerdings gibt es Spieler, die normalerweise gewinnen - und solche, die pleitegehen.
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Flush Hour - Es war einmal eine Sause in der Karibik
Flush Hour - Es war einmal eine Sause in der Karibik
Von Lasse König
Pokerbotschafter Becker: "Was weiß Lilly davon?"
Zur Großansicht
dpa
Pokerbotschafter Becker: "Was weiß Lilly davon?"
Boris Becker und Sandra Naujoks, was für ein Paar wäre das! Dachte sich eine Frauenzeitschrift und dichtete den beiden Pokerspielern eine gemeinsame "Sause in der Karibik" an. Die Postille hatte das Märchen exklusiv - jetzt droht Ärger.
Ist das der langersehnte Durchbruch? Der Weg in die Seriosität, weg von den tristen Covern dieser langweiligen Fachmagazine? Poker hat es endlich auf den Titel einer Publikumszeitschrift geschafft! Auf die erste Seite eines service-orientierten Frauenmagazins, das seine Leserinnen wöchentlich mit ausgesuchten Informationen aus dem Alltag versorgt.
"Vom Diät-Extra nach den Weihnachtsfeiertagen übers Frühjahrs-Spezial für Garten- und Balkon-Besitzer bis hin zu Rätsel- und Astroheften gibt es für die treue Leserschaft viele gute Gründe für den Kauf", lobhudelt die WAZ-Mediengruppe über seinen bunten Strauß an hochklassigen Blättern, dem selbstredend auch die "Frau aktuell" angehört.
Die mit dem Pokertitel.
Boris Becker sieht man dort seit Mittwoch neben Sandra Naujoks, zwei schöne, bekannte Menschen, Mann und Frau, und die Assoziation ist so einfach wie gewollt. Boris und Sandra! "Boris Becker: Karibik-Sause mit ihr", steht daneben, kein Fragezeichen, sondern ein Ausrufezeichen dahinter. Ein Pfeil zeigt drohend auf Naujoks, ein weiterer auf Beckers Ehefrau: "Was weiß Lilly davon?"
Ja, wovon eigentlich?
Dass Boris Becker auf den Bahamas gepokert hat? Und Sandra Naujoks auch? Dass Boris und Sandra früh ausgeschieden sind? Dass Naujoks' Lebensgefährte Sebastian Deyle auch vor Ort war, wie nicht nur die Jungs von hochgepokert zu berichten wissen? Dass Sandra Naujoks jetzt rechtliche Schritte erwägt - und zwar nicht gegen Boris Becker, sondern die "Frau aktuell"? Oder dass die Bahamas in der Karibik liegen?
......
Weiter auf: www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,673296,00.html
Von Lasse König
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dpa
Pokerbotschafter Becker: "Was weiß Lilly davon?"
Boris Becker und Sandra Naujoks, was für ein Paar wäre das! Dachte sich eine Frauenzeitschrift und dichtete den beiden Pokerspielern eine gemeinsame "Sause in der Karibik" an. Die Postille hatte das Märchen exklusiv - jetzt droht Ärger.
Ist das der langersehnte Durchbruch? Der Weg in die Seriosität, weg von den tristen Covern dieser langweiligen Fachmagazine? Poker hat es endlich auf den Titel einer Publikumszeitschrift geschafft! Auf die erste Seite eines service-orientierten Frauenmagazins, das seine Leserinnen wöchentlich mit ausgesuchten Informationen aus dem Alltag versorgt.
"Vom Diät-Extra nach den Weihnachtsfeiertagen übers Frühjahrs-Spezial für Garten- und Balkon-Besitzer bis hin zu Rätsel- und Astroheften gibt es für die treue Leserschaft viele gute Gründe für den Kauf", lobhudelt die WAZ-Mediengruppe über seinen bunten Strauß an hochklassigen Blättern, dem selbstredend auch die "Frau aktuell" angehört.
Die mit dem Pokertitel.
Boris Becker sieht man dort seit Mittwoch neben Sandra Naujoks, zwei schöne, bekannte Menschen, Mann und Frau, und die Assoziation ist so einfach wie gewollt. Boris und Sandra! "Boris Becker: Karibik-Sause mit ihr", steht daneben, kein Fragezeichen, sondern ein Ausrufezeichen dahinter. Ein Pfeil zeigt drohend auf Naujoks, ein weiterer auf Beckers Ehefrau: "Was weiß Lilly davon?"
Ja, wovon eigentlich?
Dass Boris Becker auf den Bahamas gepokert hat? Und Sandra Naujoks auch? Dass Boris und Sandra früh ausgeschieden sind? Dass Naujoks' Lebensgefährte Sebastian Deyle auch vor Ort war, wie nicht nur die Jungs von hochgepokert zu berichten wissen? Dass Sandra Naujoks jetzt rechtliche Schritte erwägt - und zwar nicht gegen Boris Becker, sondern die "Frau aktuell"? Oder dass die Bahamas in der Karibik liegen?
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Strategie oder pures Glück?
Strategie oder pures Glück?
Der Poker-Boom geht weiter: Eine Neu-Isenburgerin hat sich sogar bis zur Weltmeisterschaft gezockt.
Der Puls geht schneller, mit schweißnassen Händen erwartet Pierre nervös die letzte und entscheidende Karte, im Poker-Jargon „River“ genannt: Ein Herz-König kommt, Pierre flucht laut. Aus. Vorbei, alles gesetzt („All in“) und alles verloren trotz eines König-Drillings, doch die Straße (9, 10, Bube, Dame, König) ist das bessere Blatt. Beim Poker ist jedoch „alles“ relativ, es bedeutet lediglich, dass Pierre sämtliche Chips setzte, die er noch besaß (und die – in dieser Runde zumindest – ursprünglich einem Gegenwert von 15 Euro entsprachen).
Einmal in der Woche treffen sich Pierre und seine Kumpels zum Pokern, sie sind Studenten, Ingenieure, Geschäftsleute, Kellner und Pädagogen. Ihre Namen wollen sie nicht nennen und auch sonst keine personenbezogenen Angaben machen: „Pokern gilt als Glücksspiel und ist damit illegal, wir wollen gar nicht erst auf uns aufmerksam machen“, begründet Uwe lapidar die Einsilbigkeit der Zocker. Die jungen Männer fühlen sich kriminalisiert, ihre Sorge bezieht sich jedoch nicht auf die kleine Hobbyrunde: Denn während sie sich hier zum Spaß treffen und um kleine Beträge spielen, finanzieren sich einige von ihnen den momentanen Lebensunterhalt beim Online-Poker.
Zwei bis dreimal wöchentlich spiele er online, schätzt Uwe. Der Student gewinnt eigenen Angaben zufolge durchschnittlich 2000 Euro im Monat – „mit Erfahrung, Geduld und aggressivem Spiel“, wie er seine Strategie beschreibt. „Außerdem ist es wichtig, die Gegner einzuschätzen und sich ein wenig mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung vertraut zu machen.“ Sein Wissen über Poker hat er sich unter anderem auch mit der Lektüre von entsprechenden Büchern angeeignet.
Das Poker-Geschäft boomt, in Supermärkten und bei Discountern werden Spielekoffer für einen günstigen Preis verkauft und zahlreiche Online-Anbieter setzen weltweit Milliarden von Euro jährlich um. Auch in Deutschland nutzen immer mehr Menschen Portale wie „Pokerstars“, „Partypoker“ oder „Fulltilt-Poker“. Laut Umfragen spielen ungefähr eine Million Bundesbürger Poker, 430 000 davon online - obwohl in der Bundesrepublik laut Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) Spiel- und Wettaktivitäten (mit einem Entgelt als Einsatz) nur in staatlich lizensierten Betrieben erlaubt sind – und Poker gilt laut Gesetz als Glücksspiel (siehe untenstehenden Bericht).
Gesamter Artikel: http://www.op-online.de/freizeit/szene/ ... 17706.html
Der Poker-Boom geht weiter: Eine Neu-Isenburgerin hat sich sogar bis zur Weltmeisterschaft gezockt.
Der Puls geht schneller, mit schweißnassen Händen erwartet Pierre nervös die letzte und entscheidende Karte, im Poker-Jargon „River“ genannt: Ein Herz-König kommt, Pierre flucht laut. Aus. Vorbei, alles gesetzt („All in“) und alles verloren trotz eines König-Drillings, doch die Straße (9, 10, Bube, Dame, König) ist das bessere Blatt. Beim Poker ist jedoch „alles“ relativ, es bedeutet lediglich, dass Pierre sämtliche Chips setzte, die er noch besaß (und die – in dieser Runde zumindest – ursprünglich einem Gegenwert von 15 Euro entsprachen).
Einmal in der Woche treffen sich Pierre und seine Kumpels zum Pokern, sie sind Studenten, Ingenieure, Geschäftsleute, Kellner und Pädagogen. Ihre Namen wollen sie nicht nennen und auch sonst keine personenbezogenen Angaben machen: „Pokern gilt als Glücksspiel und ist damit illegal, wir wollen gar nicht erst auf uns aufmerksam machen“, begründet Uwe lapidar die Einsilbigkeit der Zocker. Die jungen Männer fühlen sich kriminalisiert, ihre Sorge bezieht sich jedoch nicht auf die kleine Hobbyrunde: Denn während sie sich hier zum Spaß treffen und um kleine Beträge spielen, finanzieren sich einige von ihnen den momentanen Lebensunterhalt beim Online-Poker.
Zwei bis dreimal wöchentlich spiele er online, schätzt Uwe. Der Student gewinnt eigenen Angaben zufolge durchschnittlich 2000 Euro im Monat – „mit Erfahrung, Geduld und aggressivem Spiel“, wie er seine Strategie beschreibt. „Außerdem ist es wichtig, die Gegner einzuschätzen und sich ein wenig mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung vertraut zu machen.“ Sein Wissen über Poker hat er sich unter anderem auch mit der Lektüre von entsprechenden Büchern angeeignet.
Das Poker-Geschäft boomt, in Supermärkten und bei Discountern werden Spielekoffer für einen günstigen Preis verkauft und zahlreiche Online-Anbieter setzen weltweit Milliarden von Euro jährlich um. Auch in Deutschland nutzen immer mehr Menschen Portale wie „Pokerstars“, „Partypoker“ oder „Fulltilt-Poker“. Laut Umfragen spielen ungefähr eine Million Bundesbürger Poker, 430 000 davon online - obwohl in der Bundesrepublik laut Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) Spiel- und Wettaktivitäten (mit einem Entgelt als Einsatz) nur in staatlich lizensierten Betrieben erlaubt sind – und Poker gilt laut Gesetz als Glücksspiel (siehe untenstehenden Bericht).
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In Las Vegas 5000 Dollar abgeräumt
In Las Vegas 5000 Dollar abgeräumt
WOLFSBURG. Sie zocken nicht nur auf dem Eis: Vier Spieler des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg laden zur Pokerrunde ein. Anlässlich unserer Serie Grizzlys ohne Helm steigt am Mittwoch, 3. März (Beginn 17 Uhr), ein exklusives Texas-Hold’em-Turnier im VIP-Raum der Eis-Arena. Zehn EHC-Fans können dabei sein.
Mit Radek Krestan, Norm Milley, Peter Sarno und Andreas Morczinietz wollen vier EHC-Profis ihren Anhängern zeigen, dass sie das beste Pokerface haben. "Die Fans können sich warm anziehen. Wir sind keine Anfänger", versichert Morczinietz und erklärt: "Radek ist Tscheche. Das sind immer gute Kartenspieler. Gegen Norm hab ich schon einmal gespielt. Der hat’s drauf. Und Peter ist sowieso ein Zocker."
Bei den oft langen Auswärtsfahrten haben die Eishockey-Cracks genug Zeit für ein Kartenspiel. "Norm und Peter sind fast immer dabei. Ich spiele meistens zu Hause übers Internet", verrät EHC-Angreifer Morczinietz. Seine bislang größte Poker-Erfahrung machte er kurz vor seiner Hochzeit 2008 in der Glücksspiel-Hochburg Las Vegas.
"Ich war mit einigen Freunden in Las Vegas. Da haben wir natürlich auch ein bisschen gespielt", erzählt Morczinietz. Und wie ist es gelaufen? "Es war unglaublich. Ich bin mit 300 Dollar rein, habe von 7 Uhr abends bis 7 Uhr morgens gezockt – und bin mit 5000 Dollar rausgegangen. Ich hatte unglaubliche Hände", erinnert sich Morczinietz. "Wenn man mit einem Bündel 100-Dollar-Scheinen rausgeht, ist das schon ein geiles Gefühl." Und was hat er mit dem Geld angefangen? "Der Zeitpunkt war natürlich ideal. Ich habe meine Hochzeitsreise davon finanziert. Das war wirklich super." Die Fans bekommen es also mit einem Könner zu tun.
Zehn Grizzly-Anhänger bekommen die Chance, mit ihren Stars am Tisch zu spielen und attraktive Preise zu gewinnen. Wer mitspielen möchte, sendet seine Bewerbung an folgende Adressen: (per Post) EHC Wolfsburg Grizzly Adams GmbH, Allerpark 5 (Eis-Arena), 38 448 Wolfsburg oder (per E-Mail) info@ehc-wolfsburg.de. Einsendeschluss ist Freitag, 26. Februar. Bitte geben Sie Name, Adresse und eine Kontakttelefonnummer an. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Gespielt wird die No-Limit-Variante von Texas Hold’em (Freeze-out). Es geht dabei nicht um Geld, sondern nur um Sachpreise, die unter anderem vom EHC und unserer Zeitung zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt sind 18 Spieler am Start, aufgeteilt auf zwei Neuner-Tische. Neben den vier Grizzly-Profis und den zehn Fans vergibt der EHC vier Wildcards. Eine geht zum Beispiel an Angela Fliegauf, Gattin des Sportdirektors Charly Fliegauf. Als passionierte Pokerspielerin wird sie sich von den Jungs nicht einschüchtern lassen. Wer sich die Pokerpartie nächste Woche Mittwoch anschauen möchte, ist herzlich eingeladen. Besucher sind im VIP-Raum der Eis-Arena willkommen.
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/menui ... d/11801099
WOLFSBURG. Sie zocken nicht nur auf dem Eis: Vier Spieler des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg laden zur Pokerrunde ein. Anlässlich unserer Serie Grizzlys ohne Helm steigt am Mittwoch, 3. März (Beginn 17 Uhr), ein exklusives Texas-Hold’em-Turnier im VIP-Raum der Eis-Arena. Zehn EHC-Fans können dabei sein.
Mit Radek Krestan, Norm Milley, Peter Sarno und Andreas Morczinietz wollen vier EHC-Profis ihren Anhängern zeigen, dass sie das beste Pokerface haben. "Die Fans können sich warm anziehen. Wir sind keine Anfänger", versichert Morczinietz und erklärt: "Radek ist Tscheche. Das sind immer gute Kartenspieler. Gegen Norm hab ich schon einmal gespielt. Der hat’s drauf. Und Peter ist sowieso ein Zocker."
Bei den oft langen Auswärtsfahrten haben die Eishockey-Cracks genug Zeit für ein Kartenspiel. "Norm und Peter sind fast immer dabei. Ich spiele meistens zu Hause übers Internet", verrät EHC-Angreifer Morczinietz. Seine bislang größte Poker-Erfahrung machte er kurz vor seiner Hochzeit 2008 in der Glücksspiel-Hochburg Las Vegas.
"Ich war mit einigen Freunden in Las Vegas. Da haben wir natürlich auch ein bisschen gespielt", erzählt Morczinietz. Und wie ist es gelaufen? "Es war unglaublich. Ich bin mit 300 Dollar rein, habe von 7 Uhr abends bis 7 Uhr morgens gezockt – und bin mit 5000 Dollar rausgegangen. Ich hatte unglaubliche Hände", erinnert sich Morczinietz. "Wenn man mit einem Bündel 100-Dollar-Scheinen rausgeht, ist das schon ein geiles Gefühl." Und was hat er mit dem Geld angefangen? "Der Zeitpunkt war natürlich ideal. Ich habe meine Hochzeitsreise davon finanziert. Das war wirklich super." Die Fans bekommen es also mit einem Könner zu tun.
Zehn Grizzly-Anhänger bekommen die Chance, mit ihren Stars am Tisch zu spielen und attraktive Preise zu gewinnen. Wer mitspielen möchte, sendet seine Bewerbung an folgende Adressen: (per Post) EHC Wolfsburg Grizzly Adams GmbH, Allerpark 5 (Eis-Arena), 38 448 Wolfsburg oder (per E-Mail) info@ehc-wolfsburg.de. Einsendeschluss ist Freitag, 26. Februar. Bitte geben Sie Name, Adresse und eine Kontakttelefonnummer an. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Gespielt wird die No-Limit-Variante von Texas Hold’em (Freeze-out). Es geht dabei nicht um Geld, sondern nur um Sachpreise, die unter anderem vom EHC und unserer Zeitung zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt sind 18 Spieler am Start, aufgeteilt auf zwei Neuner-Tische. Neben den vier Grizzly-Profis und den zehn Fans vergibt der EHC vier Wildcards. Eine geht zum Beispiel an Angela Fliegauf, Gattin des Sportdirektors Charly Fliegauf. Als passionierte Pokerspielerin wird sie sich von den Jungs nicht einschüchtern lassen. Wer sich die Pokerpartie nächste Woche Mittwoch anschauen möchte, ist herzlich eingeladen. Besucher sind im VIP-Raum der Eis-Arena willkommen.
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/menui ... d/11801099
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EPT - Boris Becker tritt gegen die "Black Mamba" an
Boris Becker tritt gegen die "Black Mamba" an
3. März 2010, 14:26 Uhr
Boris Becker, früher deutscher Tennisprofi, gibt sich derzeit ganz dem Pokern hin. Bei der European Poker Tour, die momentan in Berlin gastiert, tritt er unter anderem gegen Titelverteidigerin Sandra Naujoks, die "Black Mamba" an. Insgesamt geht es um eine Gewinnsumme von 4,5 Millionen Euro.
Beim größten und lukrativsten Pokerturnier Deutschlands sind Prominente wie Boris Becker (42) an den Start gegangen. Gegen den Ex-Tennisprofi und insgesamt etwa 900 andere Spieler tritt auch Deutschlands erfolgreichste Poker-Expertin an: Titelverteidigerin Sandra Naujoks (28) aus Berlin, in der Szene bekannt als „Black Mamba“.
Bei dem sechstägigen Turnier der European Poker Tour im Hyatt- Hotel am Berliner Potsdamer Platz gewinnt der Sieger eine Million Euro. An einem der Tische nahm auch Moderatorin und Bestseller-Autorin Charlotte Roche („Feuchtgebiete“) Platz.
Sandra Naujoks, die in Dessau geboren wurde, zog 2006 nach Berlin und begann mit Poker. 2008 wurde sie Europameisterin, im März 2009 gewann sie das deutsche Turnier der European Poker Tour, damals noch in Dortmund: Naujoks ging mit 917.000 Euro nach Hause. 300 Tage im Jahr sei sie unterwegs, sagt sie – Monte Carlo, San Remo oder Las Vegas. Zurzeit steht sie auf dem europäischen Ranglistenplatz 23.
Mehr auf: http://www.welt.de/vermischtes/article6 ... ba-an.html
3. März 2010, 14:26 Uhr
Boris Becker, früher deutscher Tennisprofi, gibt sich derzeit ganz dem Pokern hin. Bei der European Poker Tour, die momentan in Berlin gastiert, tritt er unter anderem gegen Titelverteidigerin Sandra Naujoks, die "Black Mamba" an. Insgesamt geht es um eine Gewinnsumme von 4,5 Millionen Euro.
Beim größten und lukrativsten Pokerturnier Deutschlands sind Prominente wie Boris Becker (42) an den Start gegangen. Gegen den Ex-Tennisprofi und insgesamt etwa 900 andere Spieler tritt auch Deutschlands erfolgreichste Poker-Expertin an: Titelverteidigerin Sandra Naujoks (28) aus Berlin, in der Szene bekannt als „Black Mamba“.
Bei dem sechstägigen Turnier der European Poker Tour im Hyatt- Hotel am Berliner Potsdamer Platz gewinnt der Sieger eine Million Euro. An einem der Tische nahm auch Moderatorin und Bestseller-Autorin Charlotte Roche („Feuchtgebiete“) Platz.
Sandra Naujoks, die in Dessau geboren wurde, zog 2006 nach Berlin und begann mit Poker. 2008 wurde sie Europameisterin, im März 2009 gewann sie das deutsche Turnier der European Poker Tour, damals noch in Dortmund: Naujoks ging mit 917.000 Euro nach Hause. 300 Tage im Jahr sei sie unterwegs, sagt sie – Monte Carlo, San Remo oder Las Vegas. Zurzeit steht sie auf dem europäischen Ranglistenplatz 23.
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Das Glück des Süchtigen
Das Glück des Süchtigen
Am Dienstag trifft sich in Berlin die Pokerelite. Es ist der Höhepunkt des Zockerbooms, und es geht um eine Million Euro. Auch Wanja Mitrow will unbedingt dabei sein.
Es ist Mittwoch, sechs Uhr früh und noch nicht wieder hell. Wanja Mitrow betritt eine Bar am Rosenthaler Platz. Der junge Russe trägt eine Daunenjacke, Jogginghose und Schirmmütze, alles in schwarz. Nur sein Laptop ist weiß. Die ganze Nacht hat Mitrow mit Freunden in einem Klub am Stadtrand gepokert. Jetzt setzt er sich auf die vordere Kante einer Couch, klappt den Computer auf und bestellt eine Cola. Als die Bedienung ihm das Glas hinstellt, reagiert er nicht. Mitrow spielt jetzt. An virtuellen Tischen werden ihm Karten zugeteilt. Erhöhen, mitgehen oder passen. Das sind seine Optionen. Nur seine Hand bewegt sich. Mechanisch schiebt sie die Maus über den Tisch. So geht das fast zwei Stunden. „Ein Spiel noch“, sagt Mitrow, mehr zu sich selbst. Ein Lächeln huscht durch seine weichen Gesichtszüge.
Erst eine Stunde später verlässt er die Bar. Es ist neun Uhr, die Nacht vorbei. Mitrow läuft nach Hause, seine Wohnung liegt nicht weit entfernt vom Rosenthaler Platz. Jetzt schlafen zu gehen, das findet er albern. „Vielleicht spiele ich noch ein bisschen.“
10 Stunden täglich vor dem Computer
Mitrow, hoch aufgeschossen und dünn, ist ausdauerndes Pokern im Internet gewöhnt. Es gab eine Zeit in seinem Leben, da hat er kaum etwas anderes getan. Allein vor dem Computer. 10 Stunden am Tag, mindestens. 300 Stunden im Monat. Ein Jahr lang. Er weiß das genau: vom Dezember 2007 bis Oktober 2008. Über 100 000 Dollar hat Mitrow, der sich diesen Namen aus Angst vor Steuerfahndern gibt, in dieser Zeit gewonnen. Seinen Stundenlohn hat er nie ausgerechnet.
Mittlerweile spielt Mitrow seltener im Internet und häufiger auf die altmodische Art: Mit echten Karten und Plastikchips, an einem Filztisch, das Blatt wird ihm von einem Croupier oder Dealer zugeteilt. Jeden Abend zieht es ihn in die Spielbank Berlin am Potsdamer Platz. Er will sich qualifizieren, unbedingt, für das größte Pokerturnier, das jemals auf deutschem Boden stattgefunden hat. 1000 Spieler werden erwartet. Ab Dienstag kämpfen sie im Nobelhotel Hyatt um den Hauptgewinn von einer Million Euro. Die Spielbank durfte als Ausrichter für diesen Zweck ihre staatliche Konzession ausdehnen. Es ist der vorläufige Höhepunkt des Pokerbooms, der Prominente wie Boris Becker oder Stefan Raab in Fernsehrunden zocken lässt und immer weitere Kreise zieht. Mitrow wird bis zur letzten Sekunde versuchen, einen Startplatz zu ergattern.
Weiter auf: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 17,3044474
Am Dienstag trifft sich in Berlin die Pokerelite. Es ist der Höhepunkt des Zockerbooms, und es geht um eine Million Euro. Auch Wanja Mitrow will unbedingt dabei sein.
Es ist Mittwoch, sechs Uhr früh und noch nicht wieder hell. Wanja Mitrow betritt eine Bar am Rosenthaler Platz. Der junge Russe trägt eine Daunenjacke, Jogginghose und Schirmmütze, alles in schwarz. Nur sein Laptop ist weiß. Die ganze Nacht hat Mitrow mit Freunden in einem Klub am Stadtrand gepokert. Jetzt setzt er sich auf die vordere Kante einer Couch, klappt den Computer auf und bestellt eine Cola. Als die Bedienung ihm das Glas hinstellt, reagiert er nicht. Mitrow spielt jetzt. An virtuellen Tischen werden ihm Karten zugeteilt. Erhöhen, mitgehen oder passen. Das sind seine Optionen. Nur seine Hand bewegt sich. Mechanisch schiebt sie die Maus über den Tisch. So geht das fast zwei Stunden. „Ein Spiel noch“, sagt Mitrow, mehr zu sich selbst. Ein Lächeln huscht durch seine weichen Gesichtszüge.
Erst eine Stunde später verlässt er die Bar. Es ist neun Uhr, die Nacht vorbei. Mitrow läuft nach Hause, seine Wohnung liegt nicht weit entfernt vom Rosenthaler Platz. Jetzt schlafen zu gehen, das findet er albern. „Vielleicht spiele ich noch ein bisschen.“
10 Stunden täglich vor dem Computer
Mitrow, hoch aufgeschossen und dünn, ist ausdauerndes Pokern im Internet gewöhnt. Es gab eine Zeit in seinem Leben, da hat er kaum etwas anderes getan. Allein vor dem Computer. 10 Stunden am Tag, mindestens. 300 Stunden im Monat. Ein Jahr lang. Er weiß das genau: vom Dezember 2007 bis Oktober 2008. Über 100 000 Dollar hat Mitrow, der sich diesen Namen aus Angst vor Steuerfahndern gibt, in dieser Zeit gewonnen. Seinen Stundenlohn hat er nie ausgerechnet.
Mittlerweile spielt Mitrow seltener im Internet und häufiger auf die altmodische Art: Mit echten Karten und Plastikchips, an einem Filztisch, das Blatt wird ihm von einem Croupier oder Dealer zugeteilt. Jeden Abend zieht es ihn in die Spielbank Berlin am Potsdamer Platz. Er will sich qualifizieren, unbedingt, für das größte Pokerturnier, das jemals auf deutschem Boden stattgefunden hat. 1000 Spieler werden erwartet. Ab Dienstag kämpfen sie im Nobelhotel Hyatt um den Hauptgewinn von einer Million Euro. Die Spielbank durfte als Ausrichter für diesen Zweck ihre staatliche Konzession ausdehnen. Es ist der vorläufige Höhepunkt des Pokerbooms, der Prominente wie Boris Becker oder Stefan Raab in Fernsehrunden zocken lässt und immer weitere Kreise zieht. Mitrow wird bis zur letzten Sekunde versuchen, einen Startplatz zu ergattern.
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Boris Becker - Bumm-Bumm-Pokerface
Boris Becker - Bumm-Bumm-Pokerface
In knapp drei Stunden geht sie los, die „European Poker Tour“ in Berlin. Doch es haben sich nicht nur echte Pokerprofis und Berufsspieler angekündigt. Auch der eine oder andere Promi wird mit am grünen Filz-Tisch sitzen.
So zum Beispiel Boris Becker. Der hegt ja schon seit Längerem eine Schwäche für das Spiel mit den Karten. So ist er seit 2007 das Gesicht eines Poker-Portals, welches die „European Poker Tour“ in Berlin auch ausrichtet.
Auch bei Stefan Raab saß er gemeinsam mit seiner Lilly am Pokertisch. Allerdings war es damals Beckers Frau, die den nicht gerade kleinen Jackpot von 50.000 Euro mit nach Hause nehmen durfte. Im Oktober nahm Boris dann an der 20. Europameisterschaft im Grand Casino in Baden teil.
Nun reiste Becker in Berlin an, um sein Können und Geschick erneut unter Beweis zu stellen. Um die Siegprämie von einer Million Euro zu kassieren, müsste er sich gegen 999 Mitspieler durchsetzen. Zum Turnier sagte Becker: „Die EPT Germany in Berlin ist für mich natürlich das absolute Highlight des Jahres. Gerade da dies mein erstes Turnier auf deutschem Boden ist, freue ich mich sehr auf das Event in der Hauptstadt.“
Die „Black Maba“ Sandra Naujoks, Michael Keiner und Beckers Pokertrainer Jan Heitmann haben sich ebenso angekündigt, wie zahlreiche internationale Pokerstars. Der Buy-In des Turniers beträgt 5300 Euro. Die Austragungsorte werden vom 2. März bis zum 7. März das Grand Hyatt Berlin sowie die Spielbank Berlin am Marlene-Dietrich-Platz sein.
Quelle: http://www.tikonline.de/top-stories/det ... op-Stories
In knapp drei Stunden geht sie los, die „European Poker Tour“ in Berlin. Doch es haben sich nicht nur echte Pokerprofis und Berufsspieler angekündigt. Auch der eine oder andere Promi wird mit am grünen Filz-Tisch sitzen.
So zum Beispiel Boris Becker. Der hegt ja schon seit Längerem eine Schwäche für das Spiel mit den Karten. So ist er seit 2007 das Gesicht eines Poker-Portals, welches die „European Poker Tour“ in Berlin auch ausrichtet.
Auch bei Stefan Raab saß er gemeinsam mit seiner Lilly am Pokertisch. Allerdings war es damals Beckers Frau, die den nicht gerade kleinen Jackpot von 50.000 Euro mit nach Hause nehmen durfte. Im Oktober nahm Boris dann an der 20. Europameisterschaft im Grand Casino in Baden teil.
Nun reiste Becker in Berlin an, um sein Können und Geschick erneut unter Beweis zu stellen. Um die Siegprämie von einer Million Euro zu kassieren, müsste er sich gegen 999 Mitspieler durchsetzen. Zum Turnier sagte Becker: „Die EPT Germany in Berlin ist für mich natürlich das absolute Highlight des Jahres. Gerade da dies mein erstes Turnier auf deutschem Boden ist, freue ich mich sehr auf das Event in der Hauptstadt.“
Die „Black Maba“ Sandra Naujoks, Michael Keiner und Beckers Pokertrainer Jan Heitmann haben sich ebenso angekündigt, wie zahlreiche internationale Pokerstars. Der Buy-In des Turniers beträgt 5300 Euro. Die Austragungsorte werden vom 2. März bis zum 7. März das Grand Hyatt Berlin sowie die Spielbank Berlin am Marlene-Dietrich-Platz sein.
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Mit dem Schal gegen die pochende Schlagader
KARTENSPIEL: Mit dem Schal gegen die pochende Schlagader
Seit gestern findet in Berlin das Deutschland-Turnier der European Poker Tour statt / Auch einige Prominente nehmen daran teil
BERLIN - Mal lächelt sie, mal guckt sie unschuldig verlegen und sagt Schulmädchen-Sätze wie: „Beim Pokern habe ich nie mit einem höheren Einsatz als 20 Euro gespielt.“ Und trotzdem wird sie von den anwesenden Medien umlagert. Grund: Die Schriftstellerin und Moderatorin Charlotte Roche ist neben Ex-Tennisspieler Boris Becker die bekannteste Teilnehmerin am Deutschland-Turnier der European Poker Tour (EPT).
Seit gestern ringt die erste Hälfte der Pokerspieler im großen Ballsaal des Grand-Hyatt-Hotels am Berliner Marlene-Dietrich-Platz um den Turniersieg. Am Sonntag wird einer der knapp 1000 Teilnehmer um eine Million Euro reicher sein. Bis dahin heißt es: spielen, schieben, bluffen.
Ein rieselndes Geräusch durchzieht den Raum. Es sind die Plastikjetons, die auf die Tischplatte prallen. Tausende in jeder Sekunde. Jeder Spieler bekommt 30 000 Euro als Spielmasse in Chips, die am Ende alle der Gewinner vor sich aufhäuft. Ein Blick in die Teilnehmerrunde verrät: Eine versteinerte Miene ist dafür nötig, das sogenannte Pokerface, ein emotionsloser Gesichtsausdruck. Nur so können die Spieler verschleiern, wie es in ihnen aussieht, ob sie gerade bluffen oder einfach nur gute Karten haben. Viele hören Musik, einige tragen Mützen, manche sogar einen Schal, obwohl die 500 Menschenkörper dem Saal ganz gut eingeheizt haben. Der Schal soll die pochende Schlagader verdecken.
Charlotte Roche kommt heute, am zweiten Turniertag, zu ihrem Einsatz. Ihr neues Ziel heißt Sieg, nachdem sie von ihrem Sponsor gerüffelt wurde, dass alles andere die falsche Einstellung wäre. Vorher wollte sie nur den ersten Spieltag überstehen. Genau wie Boris Becker in diesem Jahr und wie Volksmusik-Moderator Florian Silbereisen 2009, hat sie eine Freikarte bekommen. Die meisten anderen Teilnehmer zahlen 5000 Euro Startgeld. Einige konnten sich auch im Internet für das Turnier qualifizieren.
Weiter auf: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... rnier.html
Seit gestern findet in Berlin das Deutschland-Turnier der European Poker Tour statt / Auch einige Prominente nehmen daran teil
BERLIN - Mal lächelt sie, mal guckt sie unschuldig verlegen und sagt Schulmädchen-Sätze wie: „Beim Pokern habe ich nie mit einem höheren Einsatz als 20 Euro gespielt.“ Und trotzdem wird sie von den anwesenden Medien umlagert. Grund: Die Schriftstellerin und Moderatorin Charlotte Roche ist neben Ex-Tennisspieler Boris Becker die bekannteste Teilnehmerin am Deutschland-Turnier der European Poker Tour (EPT).
Seit gestern ringt die erste Hälfte der Pokerspieler im großen Ballsaal des Grand-Hyatt-Hotels am Berliner Marlene-Dietrich-Platz um den Turniersieg. Am Sonntag wird einer der knapp 1000 Teilnehmer um eine Million Euro reicher sein. Bis dahin heißt es: spielen, schieben, bluffen.
Ein rieselndes Geräusch durchzieht den Raum. Es sind die Plastikjetons, die auf die Tischplatte prallen. Tausende in jeder Sekunde. Jeder Spieler bekommt 30 000 Euro als Spielmasse in Chips, die am Ende alle der Gewinner vor sich aufhäuft. Ein Blick in die Teilnehmerrunde verrät: Eine versteinerte Miene ist dafür nötig, das sogenannte Pokerface, ein emotionsloser Gesichtsausdruck. Nur so können die Spieler verschleiern, wie es in ihnen aussieht, ob sie gerade bluffen oder einfach nur gute Karten haben. Viele hören Musik, einige tragen Mützen, manche sogar einen Schal, obwohl die 500 Menschenkörper dem Saal ganz gut eingeheizt haben. Der Schal soll die pochende Schlagader verdecken.
Charlotte Roche kommt heute, am zweiten Turniertag, zu ihrem Einsatz. Ihr neues Ziel heißt Sieg, nachdem sie von ihrem Sponsor gerüffelt wurde, dass alles andere die falsche Einstellung wäre. Vorher wollte sie nur den ersten Spieltag überstehen. Genau wie Boris Becker in diesem Jahr und wie Volksmusik-Moderator Florian Silbereisen 2009, hat sie eine Freikarte bekommen. Die meisten anderen Teilnehmer zahlen 5000 Euro Startgeld. Einige konnten sich auch im Internet für das Turnier qualifizieren.
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Erst Student, dann Millionär - Das Pokerface aus der Bretagn
Erst Student, dann Millionär - Das Pokerface aus der Bretagne
Pokern kann ein ziemlich einträgliches Spiel sein. Den französischen Studenten Antoine Saout, 25, hat es zum Millionär gemacht. Sein Gesicht ist so regungslos wie das einer Echse, keiner kann darin lesen. Nun ist er Poker-Profi statt Ingenieur und nimmt die schwächeren Spieler aus.
Der Schweiß perlt auf seiner Stirn. Antoine Saout lässt seine Spielchips durch die Finger gleiten. Es klingt, als zirpe eine Grille. Soll er seinen Einsatz erhöhen oder doch lieber aussteigen?
Pokern ist immer nervenaufreibend, doch für Saout, 25, geht es gerade um richtig viel. Denn der junge Franzose sitzt nicht in einer verrauchten Studentenküche in Paris, sondern am Tisch bei der World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas und spielt um gut neun Millionen Dollar für den Sieger.
Saout ist Profispieler. Er hat es unter die letzten neun von anfangs knapp 6500 Mitspielern der Poker-WM geschafft, er sitzt am letzten Tisch des Wettkampfs, am sogenannten "Final Table". Es ist seine ganz große Chance. Saout grübelt, stützt die Stirn auf die Hand und blickt starr über den Tisch. Seine Beine stecken in einer weiten bequemen Jeans, auf dem Kopf trägt er ein Basecap mit französischer Flagge.
Fünf Stunden spielt Saout schon gegen die anderen acht Finalisten, er hat die meisten Chips von allen, er ist der "Chipleader". Sie türmen sich vor ihm wie Miniaturen von Hochhäusern, die Stockwerk um Stockwerk wachsen. Er kann das Ding jetzt wirklich gewinnen. Einer nach dem anderen scheidet aus. Doch am Ende wird Saout Dritter - und gewinnt dreieinhalb Millionen Dollar.
Zwei Könige auf der Hand, ein feiner Start
Zwei Monate nach seinem großen Erfolg in Las Vegas sitzt Saout in Wien und nippt an seinem Kaffee. Vor ein paar Monaten hat er noch in Paris studiert, Saout wollte Ingenieur werden. Jetzt ist er ein reicher Mann und Poker-Profi, sein Studium hat er abgebrochen. "Beides geht eben nicht", sagt er. Hier, im prunkvollen Wiener Auersperg Palais, läuft ein Spieler-Casting der Online-Poker-Plattform Everest. Bei dem Anbieter ist Saout unter Vertrag. Everest hat 200 zumeist junge, gute Spieler hierher eingeladen, zehn von ihnen sollen einen Profivertrag bekommen. "Genau so bin ich damals auch reingerutscht", sagt Saout.
Dass er einmal Millionär werden würde, hat ihm kaum einer zugetraut. Er ist ein schüchterner junger Mann, wirkt fast zart, seine Sätze sind kurz. "Man muss nicht immer reden", sagt Saout mit leiser Stimme. Aufgewachsen ist er im Städtchen Morlaix in der Bretagne, hat als Kind gern Fußball gespielt oder etwas mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester unternommen. In der Schule war er gut, vor allem in Mathe und Physik - was ihm heute beim Poker zu Gute kommt.
Denn Poker ist kein reines Glücksspiel. Das Einmaleins des Spielers ist die Wahrscheinlichkeitsrechnung. "Deswegen braucht man in manchen Spielen eine gewisse Bedenkzeit", sagt der Franzose. Ein Beispiel aus Saouts Millionen-Zock in Las Vegas: In einem Spiel hat er zwei Könige auf der Hand. Mit einem Paar liegt die Gewinnchance schon bei mindestens 54 Prozent. Saout muss nur hoffen, dass kein Mitspieler noch ein höheres Paar in der Hand hält. Und tatsächlich gewinnt er den Pot, also alles Geld, das in der Mitte liegt.
Weiter mit Fotostrecke und Video: http://www.spiegel.de/unispiegel/wunder ... 27,00.html
Pokern kann ein ziemlich einträgliches Spiel sein. Den französischen Studenten Antoine Saout, 25, hat es zum Millionär gemacht. Sein Gesicht ist so regungslos wie das einer Echse, keiner kann darin lesen. Nun ist er Poker-Profi statt Ingenieur und nimmt die schwächeren Spieler aus.
Der Schweiß perlt auf seiner Stirn. Antoine Saout lässt seine Spielchips durch die Finger gleiten. Es klingt, als zirpe eine Grille. Soll er seinen Einsatz erhöhen oder doch lieber aussteigen?
Pokern ist immer nervenaufreibend, doch für Saout, 25, geht es gerade um richtig viel. Denn der junge Franzose sitzt nicht in einer verrauchten Studentenküche in Paris, sondern am Tisch bei der World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas und spielt um gut neun Millionen Dollar für den Sieger.
Saout ist Profispieler. Er hat es unter die letzten neun von anfangs knapp 6500 Mitspielern der Poker-WM geschafft, er sitzt am letzten Tisch des Wettkampfs, am sogenannten "Final Table". Es ist seine ganz große Chance. Saout grübelt, stützt die Stirn auf die Hand und blickt starr über den Tisch. Seine Beine stecken in einer weiten bequemen Jeans, auf dem Kopf trägt er ein Basecap mit französischer Flagge.
Fünf Stunden spielt Saout schon gegen die anderen acht Finalisten, er hat die meisten Chips von allen, er ist der "Chipleader". Sie türmen sich vor ihm wie Miniaturen von Hochhäusern, die Stockwerk um Stockwerk wachsen. Er kann das Ding jetzt wirklich gewinnen. Einer nach dem anderen scheidet aus. Doch am Ende wird Saout Dritter - und gewinnt dreieinhalb Millionen Dollar.
Zwei Könige auf der Hand, ein feiner Start
Zwei Monate nach seinem großen Erfolg in Las Vegas sitzt Saout in Wien und nippt an seinem Kaffee. Vor ein paar Monaten hat er noch in Paris studiert, Saout wollte Ingenieur werden. Jetzt ist er ein reicher Mann und Poker-Profi, sein Studium hat er abgebrochen. "Beides geht eben nicht", sagt er. Hier, im prunkvollen Wiener Auersperg Palais, läuft ein Spieler-Casting der Online-Poker-Plattform Everest. Bei dem Anbieter ist Saout unter Vertrag. Everest hat 200 zumeist junge, gute Spieler hierher eingeladen, zehn von ihnen sollen einen Profivertrag bekommen. "Genau so bin ich damals auch reingerutscht", sagt Saout.
Dass er einmal Millionär werden würde, hat ihm kaum einer zugetraut. Er ist ein schüchterner junger Mann, wirkt fast zart, seine Sätze sind kurz. "Man muss nicht immer reden", sagt Saout mit leiser Stimme. Aufgewachsen ist er im Städtchen Morlaix in der Bretagne, hat als Kind gern Fußball gespielt oder etwas mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester unternommen. In der Schule war er gut, vor allem in Mathe und Physik - was ihm heute beim Poker zu Gute kommt.
Denn Poker ist kein reines Glücksspiel. Das Einmaleins des Spielers ist die Wahrscheinlichkeitsrechnung. "Deswegen braucht man in manchen Spielen eine gewisse Bedenkzeit", sagt der Franzose. Ein Beispiel aus Saouts Millionen-Zock in Las Vegas: In einem Spiel hat er zwei Könige auf der Hand. Mit einem Paar liegt die Gewinnchance schon bei mindestens 54 Prozent. Saout muss nur hoffen, dass kein Mitspieler noch ein höheres Paar in der Hand hält. Und tatsächlich gewinnt er den Pot, also alles Geld, das in der Mitte liegt.
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Re: Poker in den Medien
Flush Hour - Wagners Welt
Berlin, schaut auf diese Stadt! Hier wurde ein Pokerturnier überfallen, hier rettete ein Sicherheitsmann viel Geld. Und von hier kam wenig später auch der nächste Angriff. Ein Kolumnist mähte die Pokergemeinde verbal nieder, die Attacke erzürnt das Netz. Warum eigentlich, fragt Lasse König.
"Liebe Poker-Freunde."
So begann der Brief. Liebe Poker-Freunde. Vielleicht war das ja schon der Auslöser für die ganze Aufregung, weil die drei Worte so höhnisch wirkten bei allem, was dann folgte. Liebe Poker-Freunde. Hätte dieser Wagner von dieser "Bild" nicht einfach "Ihr emotions- und ausdruckslosen, geldgeilen Echsengesichter" drüberschreiben können, wo es ja wohl genau das war, was er meinte?
Gerade zwei Tage war der Überfall auf das EPT-Turnier in Berlin her, Poker stand plötzlich im Mittelpunkt, wenn auch ganz anders, als erhofft. Es war atemlos über Maskierte und Macheten berichtet worden statt über Chipleader oder spannende Charaktere. Es gab Exklusiv-Videos und einen Helden - den Wachmann, der einen Täter in den Schwitzkasten nahm und ihn so um einen Großteil der Beute brachte. Eine echte Räuberpistole, mittendrin Pokerspieler unter Tischen, verwirrt, geschockt.
Und dann das: "Liebe Poker-Freunde."
Franz Josef Wagner, 66, Spitzname "Gossen-Goethe", "Bild"-Chefkolumnist, vom Feuilleton regelmäßig verhohnepiepeltes Urviech der Kolumnistengarde, hatte seine berüchtigte "Post von Wagner" diesmal an die Pokerspieler unter den umgestürzten Tischen gerichtet. Und an alle anderen gleich mit. "Bei jeder Oma, der die Handtasche entrissen wird, habe ich Mitgefühl. Bei Euch nicht."
Weiter gehts hier: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,683008,00.html
Berlin, schaut auf diese Stadt! Hier wurde ein Pokerturnier überfallen, hier rettete ein Sicherheitsmann viel Geld. Und von hier kam wenig später auch der nächste Angriff. Ein Kolumnist mähte die Pokergemeinde verbal nieder, die Attacke erzürnt das Netz. Warum eigentlich, fragt Lasse König.
"Liebe Poker-Freunde."
So begann der Brief. Liebe Poker-Freunde. Vielleicht war das ja schon der Auslöser für die ganze Aufregung, weil die drei Worte so höhnisch wirkten bei allem, was dann folgte. Liebe Poker-Freunde. Hätte dieser Wagner von dieser "Bild" nicht einfach "Ihr emotions- und ausdruckslosen, geldgeilen Echsengesichter" drüberschreiben können, wo es ja wohl genau das war, was er meinte?
Gerade zwei Tage war der Überfall auf das EPT-Turnier in Berlin her, Poker stand plötzlich im Mittelpunkt, wenn auch ganz anders, als erhofft. Es war atemlos über Maskierte und Macheten berichtet worden statt über Chipleader oder spannende Charaktere. Es gab Exklusiv-Videos und einen Helden - den Wachmann, der einen Täter in den Schwitzkasten nahm und ihn so um einen Großteil der Beute brachte. Eine echte Räuberpistole, mittendrin Pokerspieler unter Tischen, verwirrt, geschockt.
Und dann das: "Liebe Poker-Freunde."
Franz Josef Wagner, 66, Spitzname "Gossen-Goethe", "Bild"-Chefkolumnist, vom Feuilleton regelmäßig verhohnepiepeltes Urviech der Kolumnistengarde, hatte seine berüchtigte "Post von Wagner" diesmal an die Pokerspieler unter den umgestürzten Tischen gerichtet. Und an alle anderen gleich mit. "Bei jeder Oma, der die Handtasche entrissen wird, habe ich Mitgefühl. Bei Euch nicht."
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Poker ist fairer als die Börse
Poker ist fairer als die Börse
Von Christian Euler 14. März 2010, 04:00 Uhr
Der Kursverlauf einer Aktie erscheint manchen Anlegern wie ein Glücksspiel. Warum also nicht gleich am Pokertisch Platz nehmen? Wer das Spiel beherrscht, hat Chancen auf eine gute Rendite
Erfahrene Pokerspieler lassen sich nichts anmerken und sind stets auf alles gefasst. Doch was am vorvergangenen Samstag passierte, trieb selbst den Puls der coolsten Zocker in die Höhe. Im großen Saal des Luxushotels "Grand Hyatt" am Potsdamer Platz in Berlin fand die "European Poker Tour" statt, die wegen des stattlichen Preisgeldes von einer Million Euro zum Stelldichein der weltbesten Pokerspieler geworden ist. Kurz nach 14 Uhr geschah etwas, das wohl keiner der Profis auf dem Radar hatte. Bewaffnete Männer drangen ein, sorgten für ein heilloses Chaos und erbeuteten knapp 242 000 Euro.
.....
Wäre es also möglich, mit ebenfalls passabler Erfahrung die Renditechancen zu steigern? Immerhin hat man am Pokertisch mehr in der Hand als an der Börse, wo die meisten Ereignisse außerhalb der eigenen Wirkungszone stattfinden.
Doch hier lauert schon die Falle. Zu viele Siege wirken kontraproduktiv. Pokerspieler verlieren umso mehr Geld, je mehr Spiele sie gewinnen. Das hat Kyle Siler von der Cornell University in New York herausgefunden, indem er mithilfe einer Software 27 Millionen Pokerblätter unter die Lupe nahm. Das paradox anmutende Phänomen erklärt sich demnach so: Anfangs wagen die Spieler nur kleine Einsätze. Nach einer Gewinnserie steigt mit dem Selbstbewusstsein aber auch der Wagemut der Poker-Adepten, die zunehmend größere Beträge einsetzen. Ein einziges verlorenes Spiel zehrt dann meist sämtliche Gewinne auf einen Schlag auf.
Anfänger seien von diesem Phänomen besonders betroffen, während Profispieler nicht nur die Zahlenwahrscheinlichkeiten im Kopf, sondern auch ihre Emotionen besser im Griff hätten, berichtet Siler im Fachmagazin "Journal of Gambling Studies". "Pokerprofis gewinnen nicht gut, sondern verlieren besser", resümiert Routinier Alex Lauzon. Oder anders ausgedrückt: Könner wissen, wann sie auszusteigen haben. Eine Grundregel, die schon beim Aktieninvestment von vielen nicht beachtet wird.
Die bei Weitem populärste Pokervariante ist heutzutage das Texas Hold'em. Zu Beginn erhält jeder Spieler verdeckt zwei Karten, dann wird gesetzt. Anschließend legt der Croupier drei Karten offen in die Mitte ("Flop"). Diese Gemeinschaftskarten gehören allen Spielern. Zwei weitere Karten folgen. Somit gibt es vier Einsatzrunden, in der die Spieler entscheiden können, ob sie mitgehen, erhöhen oder passen. Der Spieler, der bis zum Ende bleibt, bekommt sieben Karten, es zählen aber nur die besten fünf. Den Pot - so nennen Spieler die Summe aller eingezahlten Chips - bekommt, wer im Showdown, also dem entscheidenden Zeigen der Karten aller noch beteiligten Spieler, das beste Blatt hat.
An dieser Stelle kommt die Wahrscheinlichkeitsrechnung ins Spiel. So lassen sich aus 52 Karten 2 598 960 verschiedene Kombinationen bilden. Vier davon entfallen auf das beste Blatt, den Royal Flush, der Ass, König, Dame, Bube und die Zehn derselben Farbe vereint. Die Chance dafür liegt somit rein rechnerisch bei 1 zu 649 740. Ein Full House, das ist ein Paar mit Drillingen, ist bereits mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 693 möglich. Die Chance für einen Volltreffer ist damit deutlich höher als im Lotto. Wer dort sechs Richtige will, hat nur noch die kaum mehr bezifferbare Chance von etwa 1 zu 14 Millionen - und hat noch nicht einmal die Superzahl.
Dann lieber Poker, sagt sich der Gewinnsüchtige, der aber weder in die Nähe von Dostojewskis notorischem und im Unglück endenden Spieler-Junkie Aleksej geraten noch zur Ultima Ratio eines Überfalls auf die Pokergemeinde greifen will. Besonders charmant: "Selbst absolute Anfänger haben die Chance, die weltbesten Pokerspieler vom Tisch zu bluffen", sagt Koryphäe Alex Lauzon. Dabei lassen sich die Regeln in wenigen Minuten lernen.
Und noch etwas: "Poker ist fairer als Börse", findet Lauzon. "Am Tisch hat jeder Spieler die gleichen Informationen." An der Börse ist diese Bedingung nur selten gegeben. "Für kleine Spekulanten ist das ein Nachteil, der sich nicht kompensieren lässt", sagt Lauzon. Also lieber pokern, als an der Börse nach dem schnellen Geld zu jagen? "Niemand wird Börsenkurse auch nur annähernd prognostizieren können. Wir können noch nicht einmal Wahrscheinlichkeitsaussagen hierüber treffen", sagt Nassim Nicholas Taleb. Der Mann, der den Bestseller "Narren des Zufalls" geschrieben hat, muss es wissen: Vor seiner zweiten Karriere als Wissenschaftler arbeitete er als Börsenhändler und Spezialist für komplexe Finanzderivate für mehrere Wall-Street-Firmen.
Gesamter Artikel: http://www.welt.de/die-welt/finanzen/ar ... oerse.html
Von Christian Euler 14. März 2010, 04:00 Uhr
Der Kursverlauf einer Aktie erscheint manchen Anlegern wie ein Glücksspiel. Warum also nicht gleich am Pokertisch Platz nehmen? Wer das Spiel beherrscht, hat Chancen auf eine gute Rendite
Erfahrene Pokerspieler lassen sich nichts anmerken und sind stets auf alles gefasst. Doch was am vorvergangenen Samstag passierte, trieb selbst den Puls der coolsten Zocker in die Höhe. Im großen Saal des Luxushotels "Grand Hyatt" am Potsdamer Platz in Berlin fand die "European Poker Tour" statt, die wegen des stattlichen Preisgeldes von einer Million Euro zum Stelldichein der weltbesten Pokerspieler geworden ist. Kurz nach 14 Uhr geschah etwas, das wohl keiner der Profis auf dem Radar hatte. Bewaffnete Männer drangen ein, sorgten für ein heilloses Chaos und erbeuteten knapp 242 000 Euro.
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Wäre es also möglich, mit ebenfalls passabler Erfahrung die Renditechancen zu steigern? Immerhin hat man am Pokertisch mehr in der Hand als an der Börse, wo die meisten Ereignisse außerhalb der eigenen Wirkungszone stattfinden.
Doch hier lauert schon die Falle. Zu viele Siege wirken kontraproduktiv. Pokerspieler verlieren umso mehr Geld, je mehr Spiele sie gewinnen. Das hat Kyle Siler von der Cornell University in New York herausgefunden, indem er mithilfe einer Software 27 Millionen Pokerblätter unter die Lupe nahm. Das paradox anmutende Phänomen erklärt sich demnach so: Anfangs wagen die Spieler nur kleine Einsätze. Nach einer Gewinnserie steigt mit dem Selbstbewusstsein aber auch der Wagemut der Poker-Adepten, die zunehmend größere Beträge einsetzen. Ein einziges verlorenes Spiel zehrt dann meist sämtliche Gewinne auf einen Schlag auf.
Anfänger seien von diesem Phänomen besonders betroffen, während Profispieler nicht nur die Zahlenwahrscheinlichkeiten im Kopf, sondern auch ihre Emotionen besser im Griff hätten, berichtet Siler im Fachmagazin "Journal of Gambling Studies". "Pokerprofis gewinnen nicht gut, sondern verlieren besser", resümiert Routinier Alex Lauzon. Oder anders ausgedrückt: Könner wissen, wann sie auszusteigen haben. Eine Grundregel, die schon beim Aktieninvestment von vielen nicht beachtet wird.
Die bei Weitem populärste Pokervariante ist heutzutage das Texas Hold'em. Zu Beginn erhält jeder Spieler verdeckt zwei Karten, dann wird gesetzt. Anschließend legt der Croupier drei Karten offen in die Mitte ("Flop"). Diese Gemeinschaftskarten gehören allen Spielern. Zwei weitere Karten folgen. Somit gibt es vier Einsatzrunden, in der die Spieler entscheiden können, ob sie mitgehen, erhöhen oder passen. Der Spieler, der bis zum Ende bleibt, bekommt sieben Karten, es zählen aber nur die besten fünf. Den Pot - so nennen Spieler die Summe aller eingezahlten Chips - bekommt, wer im Showdown, also dem entscheidenden Zeigen der Karten aller noch beteiligten Spieler, das beste Blatt hat.
An dieser Stelle kommt die Wahrscheinlichkeitsrechnung ins Spiel. So lassen sich aus 52 Karten 2 598 960 verschiedene Kombinationen bilden. Vier davon entfallen auf das beste Blatt, den Royal Flush, der Ass, König, Dame, Bube und die Zehn derselben Farbe vereint. Die Chance dafür liegt somit rein rechnerisch bei 1 zu 649 740. Ein Full House, das ist ein Paar mit Drillingen, ist bereits mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 693 möglich. Die Chance für einen Volltreffer ist damit deutlich höher als im Lotto. Wer dort sechs Richtige will, hat nur noch die kaum mehr bezifferbare Chance von etwa 1 zu 14 Millionen - und hat noch nicht einmal die Superzahl.
Dann lieber Poker, sagt sich der Gewinnsüchtige, der aber weder in die Nähe von Dostojewskis notorischem und im Unglück endenden Spieler-Junkie Aleksej geraten noch zur Ultima Ratio eines Überfalls auf die Pokergemeinde greifen will. Besonders charmant: "Selbst absolute Anfänger haben die Chance, die weltbesten Pokerspieler vom Tisch zu bluffen", sagt Koryphäe Alex Lauzon. Dabei lassen sich die Regeln in wenigen Minuten lernen.
Und noch etwas: "Poker ist fairer als Börse", findet Lauzon. "Am Tisch hat jeder Spieler die gleichen Informationen." An der Börse ist diese Bedingung nur selten gegeben. "Für kleine Spekulanten ist das ein Nachteil, der sich nicht kompensieren lässt", sagt Lauzon. Also lieber pokern, als an der Börse nach dem schnellen Geld zu jagen? "Niemand wird Börsenkurse auch nur annähernd prognostizieren können. Wir können noch nicht einmal Wahrscheinlichkeitsaussagen hierüber treffen", sagt Nassim Nicholas Taleb. Der Mann, der den Bestseller "Narren des Zufalls" geschrieben hat, muss es wissen: Vor seiner zweiten Karriere als Wissenschaftler arbeitete er als Börsenhändler und Spezialist für komplexe Finanzderivate für mehrere Wall-Street-Firmen.
Gesamter Artikel: http://www.welt.de/die-welt/finanzen/ar ... oerse.html
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Millionen Spieler zocken weltweit im Netz
Millionen Spieler zocken weltweit im Netz
Von Christian Euler 14. März 2010, 04:00 Uhr
Leitspieler Boris* Mit keinem anderen Spiel im Internet wird mehr Umsatz erzielt als mit Online-Poker. Spätestens seit sich Boris Becker als leidenschaftlicher Poker-Nachwuchs outete, hat sich die Jagd nach dem Royal Flush zum Volkssport gemausert. Sozialwissenschaftler der Uni Hamburg schätzen, dass etwa zwei Millionen Deutsche online bluffen.
Mit keinem anderen Spiel im Internet wird mehr Umsatz erzielt als mit Online-Poker. Spätestens seit sich Boris Becker als leidenschaftlicher Poker-Nachwuchs outete, hat sich die Jagd nach dem Royal Flush zum Volkssport gemausert. Sozialwissenschaftler der Uni Hamburg schätzen, dass etwa zwei Millionen Deutsche online bluffen. Weltweit hatte der Online-Poker-Umsatz 2007 ein Volumen von rund drei Milliarden US-Dollar.
Die Einsätze starten bei zehn Cent, an Profi-Web-Spieltischen liegen sogar bis zu 80 000 Dollar im Jackpot. Dabei sind die Regeln einfacher zu erlernen als im Casino - etwa durch eine Software, die angibt, wer als Nächster setzen muss. Texas Hold'em ist die derzeit populärste Spielvariante. Zu den Marktführern zählen www.fulltiltpoker.com und www.pokerstars.de. Full Tilt Poker, von professionellen Pokerspielern wie Phil Ivey und Chris Ferguson konzipiert, bietet mehr als 2100 Turniere an über 20 000 virtuellen Tischen. Pokerstars wiederum bezeichnet sich selbst als "weltgrößten Online-Pokerraum".
Quelle: http://www.welt.de/die-welt/finanzen/ar ... -Netz.html
Von Christian Euler 14. März 2010, 04:00 Uhr
Leitspieler Boris* Mit keinem anderen Spiel im Internet wird mehr Umsatz erzielt als mit Online-Poker. Spätestens seit sich Boris Becker als leidenschaftlicher Poker-Nachwuchs outete, hat sich die Jagd nach dem Royal Flush zum Volkssport gemausert. Sozialwissenschaftler der Uni Hamburg schätzen, dass etwa zwei Millionen Deutsche online bluffen.
Mit keinem anderen Spiel im Internet wird mehr Umsatz erzielt als mit Online-Poker. Spätestens seit sich Boris Becker als leidenschaftlicher Poker-Nachwuchs outete, hat sich die Jagd nach dem Royal Flush zum Volkssport gemausert. Sozialwissenschaftler der Uni Hamburg schätzen, dass etwa zwei Millionen Deutsche online bluffen. Weltweit hatte der Online-Poker-Umsatz 2007 ein Volumen von rund drei Milliarden US-Dollar.
Die Einsätze starten bei zehn Cent, an Profi-Web-Spieltischen liegen sogar bis zu 80 000 Dollar im Jackpot. Dabei sind die Regeln einfacher zu erlernen als im Casino - etwa durch eine Software, die angibt, wer als Nächster setzen muss. Texas Hold'em ist die derzeit populärste Spielvariante. Zu den Marktführern zählen www.fulltiltpoker.com und www.pokerstars.de. Full Tilt Poker, von professionellen Pokerspielern wie Phil Ivey und Chris Ferguson konzipiert, bietet mehr als 2100 Turniere an über 20 000 virtuellen Tischen. Pokerstars wiederum bezeichnet sich selbst als "weltgrößten Online-Pokerraum".
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Boris Beckers Lehrmeister
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Von Thoralf Berger 28. April 2010, 04:00 Uhr
Poker-Profi Johannes Strassmann arbeitet als Trainer des früheren Tennisstars
Monte Carlo - Früher spielte Boris Becker in Monte Carlo erfolgreich Tennis, dreimal schaffte er es hier ins Finale. Und obwohl er das Endspiel auf dem roten Sand letztlich nie gewinnen konnte, verdiente er gut dabei: 2500 Dollar bekam er beispielsweise 1985 als jüngster Teilnehmer für den Einzug in die zweite Runde ausgezahlt. In dieser Woche spielt Becker nun wieder im mondänen Fürstentum, und es lohnt sich mehr denn je. In dieser Woche will er hier ein Vielfaches gewinnen - beim Poker.
"Das hier ist Sport", behauptet Becker, inzwischen 42 Jahre alt und gut bezahlte Vorzeigefigur des Pokergeschäfts. 847 Spieler sind nach Monaco gekommen, und alle haben 10 600 Euro Startgeld gezahlt. Jeder von ihnen hofft, als Sieger mit 1,7 Millionen Euro wieder nach Hause zu fahren.
"Am Tag bis zu 16 Stunden hoch konzentriert zu sein, wenn ein Fehler über Millionen Euro entscheiden kann, ist körperliche und geistige Höchstleistung. Das schlaucht, da musst du topfit sein", sagt Becker. Eine bessere Werbefigur hätte die Europa-Tour gar nicht finden können, denn Becker zockt mit vollem Einsatz, und das nicht mal schlecht.
Becker hat immer einen Pokerprofi an seiner Seite: Johannes Strassmann (25). Der in Wien lebende Bonner gilt als der beste deutsche Zocker und ist aktuell drittbester Spieler im Europa-Ranking. Und er muss nicht bereuen, dass er die Ausbildung zum Bundeswehroffizier fürs Pokerspiel sausen ließ, inzwischen hat er am Kartentisch über eine Million Dollar verdient - allein bei Turnieren wohlgemerkt, nach eigener Aussage liefert das Spielen im Internet den größeren Teil seiner Einnahmen. Inzwischen betreibt er eine Pokerschule und beteiligt eine Charity-Organisation für Kinder an seinen Turniergewinnen.
Der weltweit größte Anbieter "Pokerstars" erkannte sein Talent und nahm ihn in das elitäre Profiteam auf. "Poker ist kein Glücksspiel wie zum Beispiel Roulette. Es geht darum, analytisch zu errechnen, wie gut die eigene Hand ist, wie stark sie sich im Laufe des Spiels verbessern kann", erklärt Strassmann. "Neben mathematischen Berechnungen brauchst du gute Menschenkenntnis. Natürlich wird auch geblufft beim Poker."
Weiter auf: http://www.welt.de/die-welt/sport/artic ... ister.html
Von Thoralf Berger 28. April 2010, 04:00 Uhr
Poker-Profi Johannes Strassmann arbeitet als Trainer des früheren Tennisstars
Monte Carlo - Früher spielte Boris Becker in Monte Carlo erfolgreich Tennis, dreimal schaffte er es hier ins Finale. Und obwohl er das Endspiel auf dem roten Sand letztlich nie gewinnen konnte, verdiente er gut dabei: 2500 Dollar bekam er beispielsweise 1985 als jüngster Teilnehmer für den Einzug in die zweite Runde ausgezahlt. In dieser Woche spielt Becker nun wieder im mondänen Fürstentum, und es lohnt sich mehr denn je. In dieser Woche will er hier ein Vielfaches gewinnen - beim Poker.
"Das hier ist Sport", behauptet Becker, inzwischen 42 Jahre alt und gut bezahlte Vorzeigefigur des Pokergeschäfts. 847 Spieler sind nach Monaco gekommen, und alle haben 10 600 Euro Startgeld gezahlt. Jeder von ihnen hofft, als Sieger mit 1,7 Millionen Euro wieder nach Hause zu fahren.
"Am Tag bis zu 16 Stunden hoch konzentriert zu sein, wenn ein Fehler über Millionen Euro entscheiden kann, ist körperliche und geistige Höchstleistung. Das schlaucht, da musst du topfit sein", sagt Becker. Eine bessere Werbefigur hätte die Europa-Tour gar nicht finden können, denn Becker zockt mit vollem Einsatz, und das nicht mal schlecht.
Becker hat immer einen Pokerprofi an seiner Seite: Johannes Strassmann (25). Der in Wien lebende Bonner gilt als der beste deutsche Zocker und ist aktuell drittbester Spieler im Europa-Ranking. Und er muss nicht bereuen, dass er die Ausbildung zum Bundeswehroffizier fürs Pokerspiel sausen ließ, inzwischen hat er am Kartentisch über eine Million Dollar verdient - allein bei Turnieren wohlgemerkt, nach eigener Aussage liefert das Spielen im Internet den größeren Teil seiner Einnahmen. Inzwischen betreibt er eine Pokerschule und beteiligt eine Charity-Organisation für Kinder an seinen Turniergewinnen.
Der weltweit größte Anbieter "Pokerstars" erkannte sein Talent und nahm ihn in das elitäre Profiteam auf. "Poker ist kein Glücksspiel wie zum Beispiel Roulette. Es geht darum, analytisch zu errechnen, wie gut die eigene Hand ist, wie stark sie sich im Laufe des Spiels verbessern kann", erklärt Strassmann. "Neben mathematischen Berechnungen brauchst du gute Menschenkenntnis. Natürlich wird auch geblufft beim Poker."
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Re: Poker in den Medien
Thema heute Rheinland-Pfalz - Glücksspiel - Dorado für Staat und illegale Anbieter
Ihr Glück im Spiel suchen auch in Rheinland-Pfalz Millionen von Menschen. Viele ganz legal, indem sie ihren Tippschein bei einer staatlichen Toto-Lotto-Annahmestelle abgeben. Das Land hat seit 2008 das Monopol auf Sportwetten und verdient Millionen daran. Schätzungen zufolge zahlen Spieler aber noch ein vielfaches an Geld bei privaten Sportwetten-Anbietern ein - nicht nur übers Internet sondern auch in privaten Wettbüros, die es in den größeren Städten im Lande immer noch gibt. Dass private Wettbüros nach dem rheinland-pfälzischen Glückspielgesetz verboten sind, wissen ihre Betreiber zwar. Dennoch liefern sie sich mit den Behörden ein zähes Ringen um jeden einzelnen Tag, an dem ihre illegale Geldquelle länger sprudelt.
Eine SWR1-Reporterin berichtet aus Trier. Wie leicht Freude am Spiel in Spielsucht umschlagen kann, schildert aus eigener Erfahrung ein Mann aus der Nähe von Mainz. Er hat sich einer Selbsthilfegruppe angeschlossen und inzwischen den Weg zurück gefunden. Außerdem sprechen wir über den Widerspruch zwischen der Rolle des Staates als Wettanbieter einerseits und als "Reparaturbetrieb" für Spielsüchtige andererseits. Ein Interview mit der Beauftragten für Glücksspielsucht bei der Landeszentrale für Gesundheitserziehung in Mainz in SWR1 Rheinland-Pfalz "Thema heute".
Radio SWR1 am 05.08.2010 um 19:30
Quelle: http://www.swr.de/swr1/rp/programm/-/id ... 42/o8r3dr/
Ihr Glück im Spiel suchen auch in Rheinland-Pfalz Millionen von Menschen. Viele ganz legal, indem sie ihren Tippschein bei einer staatlichen Toto-Lotto-Annahmestelle abgeben. Das Land hat seit 2008 das Monopol auf Sportwetten und verdient Millionen daran. Schätzungen zufolge zahlen Spieler aber noch ein vielfaches an Geld bei privaten Sportwetten-Anbietern ein - nicht nur übers Internet sondern auch in privaten Wettbüros, die es in den größeren Städten im Lande immer noch gibt. Dass private Wettbüros nach dem rheinland-pfälzischen Glückspielgesetz verboten sind, wissen ihre Betreiber zwar. Dennoch liefern sie sich mit den Behörden ein zähes Ringen um jeden einzelnen Tag, an dem ihre illegale Geldquelle länger sprudelt.
Eine SWR1-Reporterin berichtet aus Trier. Wie leicht Freude am Spiel in Spielsucht umschlagen kann, schildert aus eigener Erfahrung ein Mann aus der Nähe von Mainz. Er hat sich einer Selbsthilfegruppe angeschlossen und inzwischen den Weg zurück gefunden. Außerdem sprechen wir über den Widerspruch zwischen der Rolle des Staates als Wettanbieter einerseits und als "Reparaturbetrieb" für Spielsüchtige andererseits. Ein Interview mit der Beauftragten für Glücksspielsucht bei der Landeszentrale für Gesundheitserziehung in Mainz in SWR1 Rheinland-Pfalz "Thema heute".
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