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Poker Forum - AKo in mittlerer Position, was machen? : Handanalyse & Datamining

AKo in mittlerer Position, was machen?

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AKo in mittlerer Position, was machen?

Beitragvon timbo » Freitag 6. Oktober 2006, 09:34

Hi,

gestern habe ich eine hand gespielt von der ich leider keinen detaillierten mitschnitt habe. aber es geht mir auch nur um das preflop spiel.
nach einer etwas längeren pokerpause habe ich anscheinend das gefühl verloren.

Ok, hier dann mal die Situation

NL $100 (10er tisch)
über die anderen spieler am tisch weiß ich nichts.

ICH: mittlere position udn bekomme AKo

UTG: raise $3
UTG+1: fold
UTG+2: call
UTG+3: fold
ICH: ?????

was mache ich nun?

bin auch eure meinungen gespannt.

wenn mehr als 3 meinungen da sind werde ich mal meinen gedankengang posten, und dann bitte nicht lachen.....

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Beitragvon hitmanno1 » Freitag 6. Oktober 2006, 09:57

Naja. Ich würde vielleicht nen Re-Raise auf 6-7 Dollar starten. Kommt auf das Gefühl in dem moment an würd ich sagen. Vielleicht auch nur callen. Kommt drauf an.

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Beitragvon Bauertson » Freitag 6. Oktober 2006, 10:44

Für mich gibt es 2 Varianten:

A) Reraise 10xBB mit der Hoffnung den Pot preflop zu gewinnen

B) callen um mit AK den Flop zu sehen und dann mit Position gegenüber den beiden anderen zu entscheiden. Falls ein A oder K kommt dann auf dem Flop einen starken reraise reinlegen, ansonsten folden.

Ich würde in dem Fall Variante B vorziehen, da ich bei einem All-In bei Variante A die Hand wegwerfen müsste.

Gruss
Bauertson

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Beitragvon Saxony » Freitag 6. Oktober 2006, 14:24

Ich würde auch erstmal nur callen und den Flop anschauen.
Die Erfahrung hat mir gezeigt das All-Ins bzw. riesige PreFlop Raises nichts bringen. Laut PokerOffice (knapp 2000 Hände) habe ich mit Händen wie AA-QQ und AKs die meisten finanziellen Verluste eingefahren. Deswegen bin ich mittlerweile soweit, mich erstmal in den Flop zu limpen und wenn dort nix liegt für mich sogar ein AA bei PotSizedBet oder höher eiskalt fallen zu lassen.

bye Saxony

Anmerkung:
Das Limpen natürlich nur wenn vor mir schon geraised wurde. Wenn nicht dann setze ich selber 3-5BB um bei diesen "guten" Händen wenigstens SB und BB zu vertreiben.
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Beitragvon timbo » Samstag 7. Oktober 2006, 09:22

danke für euere antworten.

ich habe in dieser situation so gedacht.

- zwei spieler haben schon stärke gezeigt!

- wenn ich jetzt limpe, dann bekommen die nachfolgenden spieler bombige pot odds und können mit nahezu jeder hand mitgehen. also werde ich mit ziemlicher sicherheit noch 2-3 caller bekommen. mit welchem flop kann ich mich dann sicher fühlen?
eigentlich mit so gut wie keinem. kommt z.B. A K J könnte einer schon eine straight haben. kommen zwei gleiche karten hat einer wahrscheinlich den flush draw. mit einem flop wie A 5 8 auch nicht, da eine spieler mit A8s oder A5s gecallt haben könnte und damit sogar keinen fehler gemacht hat.

"nur" callen war für mich also die schlechteste lösung
. es wären einfach zu viele spieler im pot gewesen um die hand aggressiv spielen zu können.

- eine erhöhung würde sinn machen, so dass ich nur gegen max. 1 spieler spiele. da aber schon 2 spieler im pot drin sind müsste die erhöhung ziemlich hoch ausfallen. dort finde ich die lösung A von bauertson nicht schlecht. ich habe auch an eine reraise auf mind. $10 gedacht, im hinterkopf aber auch ein drohendes all-in eines gegners.
auch wenn kein all-in kommt und ich nur gegen einen spieler am ende um den pot spiele, müsste ich beim flop eine continuation bet machen, die mich ca. $15 kosten würde. und mit großer wahrscheinlichkeit habe ich beim flop noch nichtmal ein A oder K getroffen. ich müsste also hoffen, dass mein gegner nichts auf der hand hat.
insgesamt hätte mich die aktion also $25 oder 25BB gekostet. das wäre mich zu viel gewesen.

aus diesen gründen habe ich mich für eine andere variante entschieden und die hies FOLD!

wie erwartet haben dann auch noch 2 weitere spieler gecallt und es wurde mit 4 spielern um den pot gespielt.

dass im flop dann K K Q kommt konnte ich ja nicht wissen. auch konnte ich nicht wissen, dass am ende ein spieler mit Q9s gewinnt weil er das damenpärchen getroffen hat.

was haltet ihr von meiner denkweise bzw. handlung?

Anmerkung:
Das Limpen natürlich nur wenn vor mir schon geraised wurde. Wenn nicht dann setze ich selber 3-5BB um bei diesen "guten" Händen wenigstens SB und BB zu vertreiben.


Wunder mich nicht, dass du dann mit den premium händen das meiste geld verloren hast. die begründung dazu habe ich ja im ersten absastz erklärt.

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Beitragvon HoTsTePPa » Samstag 7. Oktober 2006, 10:57

hmm naja Fold is Blödsinn!

Wenn du nicht AK spielst, was dann?

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Beitragvon Methos » Samstag 7. Oktober 2006, 12:08

Also AK hätte ich in dem Fall nicht weggeworfen. Das kommt nur in Frage, wenn z.b. preflop ein rock allin geht oder ich ein ganz schlechtes Gefühl habe.

Ich hätte nochmal einen reraise gemacht um den pot mit möglichst wenigen spielern auszutragen.

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Beitragvon timbo » Samstag 7. Oktober 2006, 12:55

HoTsTePPa hat geschrieben:hmm naja Fold is Blödsinn!

Wenn du nicht AK spielst, was dann?


Wieso soll das blödsinn sein? kannst du mir das mal erklären?

ich kann ja auch einfach sagen, dass es eine richtige entscheidung war. wieso ich das denke habe ich dem posting oben erklärt.

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Beitragvon flare » Samstag 7. Oktober 2006, 13:14

Also ich bin wohl der erste, der auf Timbos Gedanken eingeht ^^
Ich finde deine Überlegung durchaus nachvollziehbar.
Ein Limp steht außer Frage, gegen 4 callbare Hände wie TT+,A5s+,K7s+,Q8s+,J9s+,T9s,ATo+,KTo+,QTo+,JTo ist man mit AKo nur 30% Favorit gegenüber ca 17% je.
Das größte Problem wird sein, dass man bei sovielen einfach nicht weiß wo man steht.
Ein Raise würde das Feld nun reduzieren, man kann aber davon aus gehen, dass entweder UTG oder der 1 caller keine allzu schlechten Karten, vllt nen PP.
Und mit der cont bet und Unsicherheit wegen Flop und den gerade mal 30% für A oder K stimme ich überein.
Man kann die Hand spielen, muss sie aber nicht, mir gefällt sie auch nicht, weil sie keine Flushhintertür öffnet und das größte was mich stört sind die fehlenden Reads.

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Beitragvon Methos » Samstag 7. Oktober 2006, 13:21

Vielleicht nicht direkt blöd, aber meiner Meinung nach zu vorsichtig.
Die chancen wären hier wirklich ganz gut für dich gewesen.

Bei etwas schwächeren Karten ging es mir aber auch schon oft ähnlich. Hinterher stellt sich dann heraus das man gewonnen hätte und die anderen miserable Karten hatten.

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Beitragvon Dawnrazor » Samstag 7. Oktober 2006, 13:42

Timbo hat völlig Recht, das ist eine Fold-oder-Raise-Situation, und in einem Cashgame geht ein Fold gegen einen UTG-Raiser und einen Caller absolut in Ordnung.
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Beitragvon the mind » Sonntag 8. Oktober 2006, 00:37

nur zu callen finde ich auch die schlechteste lösung, dadurch bekommt man keine weiteren infos über die utg-hand und für die anderen spieler würde sich ein looser call lohnen. aber bei einem standard 3x-raise (utg hin oder her :hmpf: ) und einem caller würde ich AK (auch nicht in middle-position) in einem cashgame nicht wegwerfen. all-in ist m.e. nicht angebracht, also würde ich genug raisen (10$ finde ich auch angemessen) um alle bis vielleicht auf einen spieler zu vertreiben. wenn ein re-raise kommt würde ich wahrscheinlich wegwerfen, bei einem call weiß man aber zumindest dass er wohl kein AA/KK hat und kann so besser den flop anspielen. :hammer:
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Re-Raise !!!!!

Beitragvon guso0159 » Sonntag 8. Oktober 2006, 00:52

Tag auch ...

Timbo hat ja nun keine Infos über seine Gegner gehabt, was die Entscheidung aus meiner Sicht sogar erleichtert. Grund: Die Gegnerschaft hat auch keine Infos über Timbo. Und, der Raise auf 3$ und der Call sind ja nun nicht wirklich beeindruckend bei NL 100$.

Meine Ziele: Ich will wissen, wie stark die "Konkurrenz" wirklich ist. Und welche Qualität bei UTG und UTG2 in der Hand schlummern. Also: Re-Raise auf 9 $ vielleicht sogar 12 $.

Was kann passieren? Hat einer ne Premiumhand (AA, KK, QQ) gibt es ein erneutes Re-Raise oder ein All-in. Dann wurde zwar Lehrgeld bezahlt, aber man bekommt Informationen über den Raiser und weißt, dass man sich nur mit sehr starken Karten auf eine Konfrontation mit ihm einlassen kann.

Ein Call oder erneutes re-raise wird wohl kaum mit Pockets unter QQ kommen, da UTG und UTG2 davon ausgehen müssen, dass Timbo die Premiumhand (AA, KK) repräsentiert. Sprich: Sie schmeißen hin ...

Ein Fold mit AKo würde ich persönlich nur akzeptieren, wenn UTG2 gleich ein deutliches re-raise plaziert hätte. Außerdem gilt es zu verhindern, dass mit schwachen Pockets (22,33, ...) oder schwachen Kombinationen wie Q9s "billig" gelimped wird.

Nein, nein, nein ... Wer gegen AK antreten möchte, soll gefälligst "satten Eintritt zahlen".

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Beitragvon timbo » Sonntag 8. Oktober 2006, 07:51

da waren doch jetzt ein paar interessante meinungen dabei.

für die meisten war es anscheinend zu vorsichtig die hand zu folden.
als ich dann den flop gesehen habe ist die faust auf den tisch geknallt. :(

so kann es gehen.

danke für die rege beteiligung und die vielen meinungen. :top:

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Beitragvon guso0159 » Sonntag 8. Oktober 2006, 10:17

Guten Morgen auch ... :D

Hier noch nen Link http://www.fulltiltpoker.com/proLessons.php?lesson=79 zum Thema, obgleich die Nummer nicht ganz zum Thema (Cashgame) passt: Geht dort um AK im Turnier.

Dennoch sehr lesenswert ... :top:

Hier die Kernaussage ...

At a six-handed final table, Ace-King is a very big hand, but as Howard Lederer pointed out in his tip Viewer Beware, you need to realize that short-handed final-table strategy differs greatly from early tournament play.

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Beitragvon Bauertson » Sonntag 15. Oktober 2006, 21:35

Hoi Timbo

Auf Deine Spielweise mit fold wäre ich ganz ehrlich nicht gekommen, hätte mich aber nicht verwundert wenn jemand KQ gehabt hätte ;)

In vielen Büchern steht, dass man mit AK gegen einen bet und callers all-in gehen könnte (AK ist eine all-in Karte, aber kein all-in call). Deshalb denke ich dass meine Variante mit 10xBB die richtige Wahl gewesen wäre, da ein all-in wohl mit Kanonen auf Spatzen geschössen wäre.

Immerhin hast Du mit der Hand nicht viel verloren, ausser vielleicht eine kaputten Tisch bekommen nach Deinem Faustschlag.

Gruss
Bauertson

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Beitragvon timbo » Montag 16. Oktober 2006, 07:26

ein all-in wäre für mich nicht in frage gekommen. dazu wäre mir das risiko einfach zu große gewesen. auch wenn ich nicht auf AA oder KK getroffen wäre, sehe ich keinen grund meinen stack in einem coinflip zu riskieren.

es ist doch ein cashgame. ich habe doch zeit. und ich habe noch nichtmal die blinds bezahlt und somit keinen cent verloren.

jedoch sehe ich ein, dass meine spielweise doch zu tight war. eine raise hätte schon sein müssen.

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